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Nach Jugendgewalt vor Schule: AfD-Demonstration in Frankfurt - auch in Potsdam gab es Angriffe

Nation

Nach der Gewaltattacke auf einen Schüler vor einer Oberschule in Frankfurt (Oder) haben sich nach Schätzungen eines dpa-Fotografen rund 500 Menschen an einer von der AfD angemeldeten Kundgebung beteiligt. Die Partei sprach von „Migrantengewalt“. Eine zunächst von einer Einzelperson angemeldete Gegendemonstration fand nach Angaben eines Polizeisprechers nicht statt. Einen Grund dafür konnte er nicht nennen.

Die CDU in Frankfurt (Oder) warf der AfD „politische Stimmungsmache" vor. Viele Jugendliche mit Migrationshintergrund seien bestens integriert, hatte die Partei bereits am Montag auf Instagram geschrieben. „AfD-Demos helfen niemandem.“ Der richtige Weg sei eine für den 27. Oktober geplante Sicherheitskonferenz in Frankfurt (Oder) sowie Gespräche mit Betroffenen.

Zehn Jugendliche prügelten auf Schüler ein

Etwa zehn Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren hatten am Mittwoch vor einer Oberschule auf einen Schüler eingetreten und eingeschlagen – auch gegen den Kopf und als er bereits am Boden lag. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Tatverdächtigen um Kinder und Jugendliche mit deutscher, polnischer, russischer und syrischer Nationalität. Sie hatten die Tat gefilmt und das Video im Internet verbreitet.

Auch in Potsdam hatte es zuletzt mehrere Angriffe von Jugendgruppen gegeben. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) sprach von mutmaßlich migrantisch geprägten Jugendgruppen.

Debatte über Konsequenzen

Die AfD fordert unter anderem, die Strafmündigkeit auf zehn Jahre abzusenken und Gewaltstraftäter abzuschieben. Die Landesregierung kündigte an, auch Änderungen beim Aufenthaltsstatus und mögliche Abschiebungen zu prüfen. Aktuell gehe es aber um „Repression“, damit die Gewalt aufhöre, sagte Redmann.

Ein Sprecher der Stadt teilte mit, Polizei und Stadt wollten mögliche Gefährdungen früher erkennen. Geprüft werde, wie „städtische Kräfte der Ordnung und Sicherheit“ im Umfeld von Schulen stärker präsent sein könnten. (mit dpa)

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