Nach Konzert-Abbruch: Veranstalter weist Boy Georges Sabotage-Vorwurf zurück
Der überraschende Abgang von Boy George am vergangenen Samstag war DAS Gesprächsthema bei den Besuchern des 80er Live-Events, die eigentlich für eine unbeschwerte Party ins Frankfurter Waldstadion gekommen waren. Für die Gäste unverständlicherweise hatte der 65-jährige Brite seinen Auftritt nach nur zwei Titeln abgebrochen und die Bühne verlassen. In der Folge erhob George O’Dowd, wie Boy George mit bürgerlichem Namen heißt, schwere Vorwürfe gegen den Veranstalter, der sich nun dagegen wehrt. Unmittelbar nach dem Auftritt hatte sich O’Dowd auf der Plattform X zu Wort gemeldet, wie Bild-Zeitung und Jüdische Allgemeine übereinstimmend melden. "I know the stink of sabotage" Er warf demnach in einem Posting den Tontechnikern vor, seinen Auftritt sabotiert zu haben, weil sie den Ton in seinem In-Ear-Ohrhörer (IEM) so laut gestellt hätten, dass er sich selbst kaum hörte. Obwohl er drei mal gebeten habe, den Ton leiser zu stellen, sei er stattdessen nur lauter geworden. Weiter schrieb O’Dowd laut Bild: "I know the stink of sabotage." Der Post selbst wurde offenbar zeitnah wieder zurückgezogen, die Zeitung postete einen Screenshot. Nach dem emotionalen Statement äußerte sich Boy George nicht mehr und war auch für die hessenschau nicht erreichbar. Boy George Veranstalter: Boy George hätte die Lautstärke regulieren können Der Veranstalter der 80er Live-Party, die Kölner Agentur Markus Krampe Entertainment Group, weist den Vorwurf der Sabotage über eine Anwaltskanzlei zurück. Man habe die für den Auftritt erforderlichen technischen Voraussetzungen geschaffen. Boy George hätte die Möglichkeit gehabt, die Lautstärke seiner IEM selbst zu regulieren oder Änderungswünsche zu kommunizieren, zumal er mit Tour Manager und Musical Director zwei Vertrauenspersonen vor Ort gehabt habe, so der Veranstalter. Veranstalter fordert Gage von Boy George zurück Den Vorwurf der Sabotage weise man als falsch zurück, heißt es in der Erklärung weiter. "Wir gehen davon aus, dass der Künstler diesen Vorwurf nicht aufrechterhält", schließlich habe er den entsprechenden x-Post selbst wieder gelöscht. Von George O’Dowd verlange man die Rückzahlung der vorausgezahlten Gage. Ob auch enttäuschte Konzertbesucher zumindest einen Teil des Ticketpreises zurück erhalten, werde noch geprüft, erklärte der Anwalt des Veranstalters auf Anfrage der hessenschau.