Nach Krach in Ankara: Trump mit warmen Worten für Spanien
US-Präsident Trump polterte beim Nato-Gipfel erneut gegen die spanische Regierung um Pedro Sánchez. Wenig später findet er erstaunlich warme Worte - und spricht von einer Kehrtwende. US-Präsident Donald Trump hat nach dem Krach beim Nato-Gipfel in Ankara plötzlich doch noch lobende Worte für Spaniens Regierung gefunden. Es gebe nach wie vor Probleme mit Ländern wie Spanien, sagte Trump auf dem Rückflug nach Washington. "Aber Spanien hat heute ein beeindruckendes Comeback hingelegt." Nach der Begründung gefragt, sagte Trump, die Regierung sei der Bitte einer größeren Zahlung nachgekommen. "Und hätten sie das nicht getan, würden wir nicht einmal mehr mit ihnen sprechen." Die aktuelle Entwicklung in den USA sorgt bei vielen Menschen für Verunsicherung. Was genau passiert da gerade und was heißt das für uns in Europa? Das beleuchten wir in dieser Folge unseres Podcasts "Xplained – Was heißt das für mich?": Trump nannte Spanien "furchtbaren Partner in der Nato" Beim Nato-Gipfel in Ankara hatte Trump die Regierung um Ministerpräsident Pedro Sánchez hart attackiert und einen Abbruch der Handelsbeziehungen angekündigt. "Spanien ist ein furchtbarer Partner in der Nato. Sie nehmen nicht teil, sie zahlen nicht", hatte der US-Präsident gesagt. "Beende allen Handel mit ihnen." Er begründete das damit, dass Spanien das Nato-Ziel von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben ablehne und den USA Stützpunkte im Iran-Krieg verweigert habe. Empfehlungen der Redaktion "Ein furchtbarer Partner": Trumps Streit mit Spanien eskaliert Erdogan, Trump und die gefährliche Nato-Illusion Wadephul nennt Trumps Aussagen "irritierend" – und lobt die Nato Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zum Abschluss des Gipfels bereits gesagt, Sánchez habe versichert, dass seine Regierung "jetzt wirklich größte Kraftanstrengungen unternimmt". Das sei "auch auf große Zustimmung von Trump in der Sitzung gestoßen". (dpa/bearbeitet von mbo)