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Nach Krisenrunde: Fifa stellt sich hinter „einzigen Amtsträger“ Infantino und verurteilt „Angriffe auf Integrität“

Sport

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Die Führungsspitze des Fußball-Weltverbandes um den schwer in die Kritik geratenen Fifa-Chef Gianni Infantino hat nach einer Notfallsitzung in der marokkanischen Hauptstadt Rabat Einigkeit demonstriert. Fifa-Generalsekretär Mattias Grafström und die anwesenden Mitglieder des Management-Boards hätten Infantino „ihre uneingeschränkte Unterstützung“ bekräftigt, „als den einzigen Amtsträger, der von den 211 Fifa-Mitgliedsverbänden gewählt wurde“, hieß es in einer Mitteilung.

Umgekehrt habe Infantino seine volle Unterstützung für Generalsekretär Grafström bekräftigt. Passenderweise saßen beide am Abend nebeneinander auf der Tribüne beim Spiel des Africa Cup of Nations der Frauen zwischen Malawi und Sambia.

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Der Schwede Grafström hatte zuletzt angesichts des gescheiterten Plans zum Verkauf von WM-Rechten an Investoren in einer internen Mail an Fifa-Mitarbeiter noch eine „traurige und tadelnswerte Reihe von Ereignissen“ sowie einen „Aufruhr“ beklagt.

Fifa räumt Fehler ein

Zudem räumte die Fifa Fehler bei den Investorenplänen ein. Es herrsche Einigkeit darüber, dass es nicht beabsichtigt gewesen sei, dem Fifa-Rat und den Fifa-Mitgliedsverbänden „das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass der Prozess anders hätte gehandhabt werden sollen“, hieß es in der Mitteilung weiter.

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Infantino hatte zuletzt für eine Welle der Empörung in der Fußball-Welt gesorgt, als die Pläne bekannt wurden. Der Fifa-Chef lenkte zwar ein und verwarf die Idee – dennoch formiert sich vor allem in Europa heftiger Widerstand gegen ihn. Die aktuelle Krise könnte das Ende von Infantinos inzwischen zehnjähriger Amtszeit als Fifa-Präsident bedeuten.

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Mit Blick auf die harsche Kritik teilte der Weltverband mit: „Die Fifa wird keinerlei Angriffe auf ihre Integrität dulden und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihren Ruf zu verteidigen.“

Bericht der „Times“ sorgt für Wirbel

Zuvor hatte ein Bericht der „Times“ noch für weiteren Wirbel gesorgt. Die Zeitung schrieb, dass Infantino Marokko die Austragung des WM-Endspiels 2030 versprochen habe, was Fußball-Weltverband umgehend dementiert wurde. Laut „Times“ solle nach dem Willen des stark in der Kritik stehenden Fifa-Bosses das Finale im neuen Hassan II Stadium mit 115.000 Plätzen in Casablanca stattfinden solle.

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Dies wäre ein großer Affront gegen Spanien und damit auch Europa, das in den letzten Tagen Infantino nach dem umstrittenen und inzwischen verworfenen Investorendeal harsch attackiert hatte. Spanien trägt zusammen mit Portugal und Marokko die WM 2030 aus. Dazu finden die ersten drei Spiele in Südamerika (Uruguay, Argentinien und Paraguay) statt.

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„Es ist falsch und irreführend zu behaupten, der Fifa-Präsident habe irgendein Versprechen bezüglich der Austragung des Finales der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2030 abgegeben. Eine Entscheidung wird von der Fifa zu gegebener Zeit getroffen“, teilte der Weltverband auf dpa-Anfrage mit.

dpa/saha

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