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Nach langem Schweigen Auch Infantinos Vertraute Wenger und Grafström äußern Kritik

Allgemein

FIFA-Präsident Gianni Infantino erhält nach seinem gescheiterten Investorendeal auch aus dem eigenen Lager weiter Gegenwind. "Ich war an diesem Plan nicht beteiligt und habe erst aus der Presse von diesem Vorhaben erfahren", sagte Trainer-Ikone Arsène Wenger, der seit 2019 als Direktor der Abteilung für globale Fußballentwicklung für den Weltverband arbeitet. Er sehe sich deshalb zu einer "Klarstellung" gezwungen. Infantinos Rückzug "war absolut notwendig" "Die Entscheidung, das Projekt zurückzuziehen, war absolut notwendig und unumstritten", schrieb der 76-Jährige in seinem Statement. "Ich bin fest davon überzeugt, dass die FIFA unabhängig sein und unserem Sport mit Engagement, Transparenz und Integrität dienen muss". Das Statement von Wenger ist deutlich zurückhaltender als die bisher erfolgte Kritik von Infantinos Vertrauten. Es folgt dem Rücktritt von Infantinos leitendem Berater Carlos Cordeiro sowie der Äußerung von FIFA-Generaldirektor Kevin Lamour, der die Mitarbeiter des Weltverbandes vom Präsidenten "getäuscht" sah. Das umstrittene Investorenvorhaben gilt als Alleingang und Hinterzimmerdeal von Infantino. Auch Grafström distanziert sich Generalsekretär Mattias Grafström hat sich in einem internen Schreiben offenbar ebenfalls von Infantino distanziert. "Einzelpersonen, instabile Momente und unglückliche Vorfälle kommen und gehen", schrieb Grafström in einer unter anderem vom Athletic und Sky Sports zitierten Mail an Mitarbeiter des Weltverbandes: "Die Institution, ihre Mission und ihre Verantwortung gegenüber dem Weltfußball bestehen fort, und deshalb sollten wir stets unsere Professionalität, unseren Sinn für die richtigen Perspektiven und unsere Gelassenheit bewahren." Infantino wurde in dem Schreiben zwar nicht namentlich erwähnt, jedoch wird direkt auf seine Idee der Gründung der Tochtergesellschaft FIFA Forward Enterprise (FFE) verwiesen - und die Kritik klingt deutlich durch. Grafström schrieb unter anderem von einer "traurigen und verwerflichen Abfolge von Ereignissen - die glücklicherweise damit endete, dass das FFE-Projekt endgültig aufgegeben wurde". Der Schwede galt bislang als enger Vertrauter Infantinos, wechselte mit ihm 2016 von der UEFA zum Weltverband und stieg dort 2024 zum Generalsekretär auf. In den Investorenplan seines Chefs soll er aber ebenfalls nicht eingeweiht gewesen sein. "Die letzte Woche war für alle FIFA-Mitarbeiter in unseren Büros weltweit sowohl außergewöhnlich als auch herausfordernd", so der 45-Jährige weiter: "Deshalb wollte ich, dass ihr die Ersten seid, die von mir hören. Wir alle wurden mitten in einen Wirbelsturm hineingezogen, der schwer zu begreifen und zu akzeptieren ist."

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