Nach Messer-Attacken und Lehrer-Protest: Direktor von Deutschlands gefährlichster Schule rausgeschmissen
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Ludwigshafen – Messerangriffe, Morddrohungen, Polizeischutz! Dramatische erste Woche an Deutschlands gefährlichster Schule in Ludwigshafen am Rhein (Rheinland-Pfalz). Aus Protest gegen die unveränderten Gewalt-Zustände an der Karolina-Burger-Realschule hat sich direkt nach den Ferien ein Drittel der Lehrkräfte krankgemeldet. Jetzt der Paukenschlag der neuen Landesregierung in Mainz: Die komplette Schulleitung wird sofort ausgetauscht, der Direktor muss gehen. An der Problemschule gibt es seit Jahren massive Gewaltvorfälle und Vandalismus. In den vergangenen zwei Schuljahren spitzte sich die Lage gefährlich zu. Zeitweise musste die Polizei täglich auf das Gelände und ins Gebäude anrücken, um den laufenden Schulbetrieb zu sichern. Lehrkräfte berichten von Beleidigungen, Prügeleien, Vandalismus und erneuten Fehlalarmen. Die Jugendlichen, die zu 90 Prozent einen Migrationshintergrund haben, sollen durch ihre dauernden Attacken ein Klima der Angst verursachen, viele Lehrer und Mitschüler wie Freiwild betrachten. Eine Lehrerin zum SWR: „Schüler begehen täglich Straftaten.“ 17 von 54 Lehrern gleich nach Ferien krank Bei vielen Lehrern liegen die Nerven blank. Gleich in der ersten Woche des neuen Schuljahrs fehlten 15 Lehrer, am Montag der zweiten Woche 17 der 54 Lehrkräfte. Ein Drittel! Die Botschaft der verzweifelten Lehrer: Solange der bisherige Schulleiter im Amt bleibt und sie sich von ihm und den Behörden im Stich gelassen fühlen, wollen einige nicht zurück in den Unterricht. Am Montag rückten Bildungsministerium und Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) an. In einer Mitteilung schreiben beide Behörden: „Auch wenn die Situation nach dem Polizeieinsatz im Frühjahr 2026 deutlich beruhigt werden konnte, hat diese intensive Begleitung leider nicht zu der notwendigen nachhaltigen inneren personellen Stabilisierung der Schule geführt.“ Ab jetzt ist die Gewalt-Schule Chefsache in Mainz. Allein bis Frühjahr 2026 gab es an der Schule 118 Straftaten, die angezeigt wurden. Die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen, weil sich viele aus Angst nicht an die Polizei gewandt haben. Trauriger Höhepunkt war eine Reizgasattacke mit 40 Verletzten. Täter waren drei Schüler zwischen 13 und 15.