DAX +0,68 % 25.633,42 Pkt 15:13:53 MDAX -0,38 % 32.119,93 Pkt 15:13:59 Euro Stoxx 50 +0,41 % 6.370,59 Pkt 15:14:00 Dow Jones -1,02 % 52.208,06 Pkt 22:56:30 S&P 500 +0,12 % 7.437,63 Pkt 22:44:35 Nasdaq +0,99 % 25.122,18 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold -0,17 % 4.093,20 USD 15:18:56 Silber -2,07 % 57,60 USD 15:18:26 Brent +1,48 % 90,35 USD 15:08:23 WTI +2,49 % 85,67 USD 15:18:59 Bitcoin -1,54 % 63.730,73 USD 15:28:56 EUR/USD +0,34 % 1,15060 USD 15:28:22 EUR/GBP -0,16 % 0,85640 GBP 15:28:59 EUR/CHF -0,19 % 0,93090 CHF 15:28:59 EUR/JPY -1,97 % 183,570 JPY 15:28:59

Nach OpenAI-Hackerangriff: Auch KI von Rivale Anthropic griff echte Firmen an

Wirtschaft

Weder die Betroffenen noch Anthropic hätten das damals bemerkt. Man habe die Aktivität erst bei einer nachträglichen Überprüfung von gut 141 000 Testläufen nach dem Open-AI-Vorfall festgestellt. Namen der Unternehmen wurden bisher nicht genannt. Anthropic-Modelle hatten es einfacher Während die Open-AI-KI erst einen Weg finden musste, aus der Testumgebung ins offene Internet auszubrechen, hatten es die Modelle von Anthropic viel einfacher. Im Test-Szenario, das sie bekamen, hieß es zwar, sie hätten keinen Netzzugang. Doch in Wirklichkeit war der Weg ins Internet wegen eines Missverständnisses mit dem Testpartner die ganze Zeit frei. Drei Modelle machten davon dann auch Gebrauch, wie Anthropic in einem Blogeintrag erläuterte. In allen Tests ging es darum, die Hacker-Fähigkeiten der KI zu testen. Das ist eine übliche Vorgehensweise, um besser Leitplanken für sie aufstellen zu können. Konkret bekamen die KI-Modelle die Aufgabe, eine bestimmte Information zu finden, die in einem anderen Computer versteckt ist – und dafür auch in das System einzubrechen. Teil der Geschichte: eine Namensverwechslung Bei einem der Zwischenfälle wählte der Testpartner laut Anthropic im Szenario für die zu hackende fiktive Firma einen Namen, der sich auch in einer tatsächlichen Web-Adresse findet. Die KI – Anthropics Modell Claude Opus 4.7 - habe sich erst schwer damit getan, die Aufgabe in der vorgesehenen Testumgebung zu erfüllen. Dann habe die Software aber festgestellt, dass sich im Internet ein Unternehmen mit demselben Namen fand – und sich darauf konzentriert. Das sei gleich bei vier Durchläufen passiert. Dabei verschaffte sich das Modell Zugriff auf eine Datenbank. Auch als die KI erkannt habe, dass es sich um ein echtes Unternehmen handelte, sei die Attacke nicht gestoppt worden. Schadsoftware zum Herunterladen In einem anderen Test schrieb das Anthropic-Programm dem Blogeintrag zufolge für den Einbruch in den Zielcomputer eine präparierte Software. Dank Netzzugang habe sie diese jedoch öffentlich zugänglich auf einer spezialisierten Download-Plattform platzieren können. Dort sei die Schadsoftware rund eine Stunde lang verfügbar gewesen – und 15 Systeme hätten sie heruntergeladen. Darunter war demnach eine IT-Sicherheitsfirma, die routinemäßig solche Scripts lädt und ausführt, um sie zu testen. Durch die Installation habe das Anthropic-Modell Mythos 5 Zugang zur Computer-Infrastruktur der Firma bekommen. Das Verhalten der KI sei nicht ideal gewesen, hieß es dazu im Blogeintrag. Beim dritten Zwischenfall habe ein Testmodell rund 9000 Angriffsziele gescannt, bevor es sich für eines davon entschieden habe. Diesmal stoppte die KI die Attacke, als sie erkannte, dass es sich um ein echtes Unternehmen handelte, wie Anthropic schrieb. Open-AI-Vorfall als Weckruf Bei dem jüngst bekannt gewordenen Vorfall mit einem Modell von Open AI verschaffte sich die Software in einem Test eigenständig Zugang zum offenen Internet und drang danach auf eigene Faust in Computersysteme der KI-Firma Hugging Face ein. Dabei agierte die Open-AI-KI wie ein Hacker und nutzte unentdeckt gebliebene Sicherheitslücken aus. Der Chat-GPT-Entwickler sprach von einem „beispiellosen Cyber-Zwischenfall“.

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