DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:05:21 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,60 % 3.886,30 USD 21:55:23 Silber -5,85 % 49,14 USD 21:55:11 Brent -2,30 % 112,24 USD 21:54:41 WTI +0,87 % 102,89 USD 21:55:23 Bitcoin -1,31 % 76.754,40 USD 22:05:18 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:04:43 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:04:43 EUR/CHF -0,37 % 0,92020 CHF 22:04:43 EUR/JPY -0,14 % 175,816 JPY 22:04:43

Nach schweren Vorfällen: Mehr Zeit für Sicherheitskontrollen - Anthropic warnt vor den Risiken immer mächtigerer KI

Wirtschaft

Audioplayer wird geladen

Google

Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.

Anzeige

Angesichts wachsender Sorgen vor einem Missbrauch Künstlicher Intelligenz (KI) hat der Entwickler Anthropic ⁠ein langsameres Tempo bei der Verbesserung der Modelle gefordert. Die Geschwindigkeit müsse gedrosselt werden, schrieb Anthropic-Chef Dario Amodei auf der Plattform X. Der Fortschritt werde dennoch weiterhin schnell ⁠erscheinen. Die gewonnene Zeit müsse aber klug genutzt werden.

Die Sorge vor möglichen Schäden ‌durch KI war in dieser ​Woche weiter gewachsen, nachdem der ‌Anthropic-Forscher Jacob Coxon zurückgetreten war. Zur Begründung hatte er gesagt, er ​sehe eine immer größere Bedrohung durch KI und die Möglichkeit, dass diese bereits bis zum ​Ende des Jahrzehnts massenhaft töten könne. Auch die Vereinten Nationen (UN) hatten gewarnt, KI könne die Existenz der Menschheit gefährden.

Anzeige

In der Branche hatten sich zuletzt ​Vorfälle gehäuft, bei denen KI-Agenten von Entwicklern wie dem Anthropic-Rivalen OpenAI externe Systeme gehackt oder versucht haben, ‌darauf zuzugreifen. Dies hat die Bedenken hinsichtlich der zunehmenden Leistungsfähigkeit der Modelle und eines möglichen Kontrollverlusts verstärkt.

Lesen Sie auch

Weltplus ArtikelWarnung von KI-Entwicklern

Die Probleme haben auch die Politik alarmiert. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Freitag unter Berufung auf Insider berichtet, führende US-Senatoren verhandelten über ein Gesetz, das große Tech-Konzerne wie Google und OpenAI zu mehr Sicherheit bei der Entwicklung von KI-Anwendungen verpflichten soll. Der ⁠Entwurf sehe eine sogenannte Sorgfaltspflicht für KI-Entwickler vor. Zudem solle es der Regierung möglich sein, die Veröffentlichung unsicherer KI-Modelle zu blockieren.

Anzeige

Anthropic-Chef Amodei ‌forderte auf X aber keinen Stopp des Trainings oder des technischen Fortschritts. Vielmehr müssten Firmen ausreichend Zeit haben, ‌um ihre Modelle abzusichern, was von externen Prüfern bestätigt werden müsse. Er ‌schlug unter anderem den Einsatz permanenter, ⁠unabhängiger Kontrolleure ⁠in führenden KI-Firmen vor, die Zugang zu relevanten Werkzeugen und internen Risikobewertungen ‌erhalten. Zudem sollten die Firmen freiwillig zusammenarbeiten, um ​Standards festzulegen.

Lesen Sie auch

Der Vorstoß folgt auf einen am Donnerstag veröffentlichten Bericht von Anthropic zur Bedrohungslage. Darin legte das Unternehmen ​dar, wie ​verschiedene Akteure seine KI-Modelle der Claude-Familie für Aktivitäten nutzten, die von der Waffenentwicklung über Cyber-Operationen bis hin zu ⁠Überwachung und Betrug reichten.

Zuletzt hatte Reuters berichtet, außer Kontrolle geratene OpenAI-Agenten hätten eine deutsche Website gekapert. OpenAI-Führungskräfte hätten das unter Verschluss gehalten, während sie mit den Folgen eines Hackerangriffs auf ​die Open-Source-Plattform Hugging Face im Juli zu kämpfen gehabt hätten.

Reuters/ceb

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren