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Nach Sechsfachtötung in Stade: Mutmaßlicher Verkäufer der Tatwaffe in U-Haft

Nation

Nach sechs Toten in Stade: Mutmaßlicher Waffenverkäufer festgenommen

Stand: 02.09.2026 09:36 Uhr

Nach der Gewalttat in Stade, bei der im Juni sechs Menschen getötet wurden, hat die Polizei einen 49-Jährigen aus Berlin festgenommen. Er soll dem mutmaßlichen Täter die Tatwaffe verkauft haben.

Der Polizeiinspektion Stade und der Staatsanwaltschaft Stade ist es nach eigenen Angaben gelungen, den Verkäufer der Waffe zu ermitteln, mit der am 29. Juni sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Region Hannover und einer Jugendfürsorgeeinrichtung getötet wurden. Der mutmaßliche Waffenverkäufer, ein 49-jähriger Mann aus Berlin, sei widerstandslos von Spezialeinsatzkräften festgenommen worden und anschließend in Stade in Polizeigewahrsam gekommen.

Mutmaßlicher Waffenbesitzer sitzt in U-Haft

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stade wurde der Mann am Dienstagmittag der Haftrichterin beim Amtsgericht Stade vorgeführt. Diese habe anschließend den beantragten Untersuchungshaftbefehl verkündet. Der im Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Waffenverkäufer erhobene Vorwurf lautet: Beihilfe zum Totschlag und unerlaubtes Handeltreiben mit einer halbautomatischen Schusswaffe und Munition. Der Mann wurde in eine niedersächsische Justizvollzuganstalt eingeliefert.

Überregional Betroffenheit nach Gewalttat

Die Gewalttat in Stade hatte bundesweit für Betroffenheit gesorgt. Bei dem Verdächtigen handelte es sich um einen 45-Jährigen aus Garbsen in der Region Hannover. Er hatte einen Termin in der Jugendhilfeeinrichtung in Stade, um über das Umgangsrecht für seine drei Monate alte Tochter zu sprechen. Bei dem sogenannten Hilfeplangespräch soll der Mann auf die sechs Personen geschossen haben. Wenige Wochen nach der Tat - während seiner Untersuchungshaft in der JVA Bremervörde - tötete er sich selbst. Die Ermittlungen gegen ihn wurden routinemäßig eingestellt. Gegen Tote wird nicht weiter ermittelt.

Waffe offenbar eine Woche vor Tat gekauft

Nach NDR Recherchen soll der 45-Jährige die Tatwaffe und Munition für 4.000 Euro auf dem Berliner Kurfürstendamm gekauft haben - eine Woche vor dem Gesprächstermin. Bei der Waffe soll es sich den Recherchen zufolge um eine Beretta Modell 70 handeln.

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