Nach Tod von Laura Dahlmeier: Bergsteiger
Startseite Sport Wintersport Ein Jahr nach Laura Dahlmeier: Von Netflix bekannter Bergsteiger-Star auf Nachbar-Gipfel vermisst Von: Luca Hartmann Uns auf Google folgen In Pakistan hat eine Lawine eine Expedition mitgerissen – darunter einer der bekanntesten Bergsteiger der Welt. Vier Leichen wurden bereits geborgen. München – Der Karakorum im Norden Pakistans zieht jedes Jahr mutige Alpinisten aus aller Welt an. Die Region beherbergt gleich mehrere der höchsten Berge der Erde – und ist zugleich immer wieder Schauplatz schwerer Unglücke. Erst jüngst, am 28. Juli, jährte sich der Todestag von Biathlon-Ikone Laura Dahlmeier, die am Laila Peak tödlich verunglückt war. Nun wird am Nachbargipfel einer der besten Bergsteiger der Welt vermisst. Am Broad Peak (8047 Meter), dem zwölfthöchsten Berg der Erde und nur rund 25 Kilometer vom Laila Peak entfernt, ist nach einem Lawinenabgang der Kontakt zu einer zehnköpfigen internationalen Expedition abgebrochen. Das bestätigte der Alpine Club Pakistan. Unter den Vermissten: Extrembergsteiger und Star der Szene Nirmal Purja, bekannt als „Nimsdai“. Böse Erinnerung an Laura Dahlmeier: Bergsteiger-Star in Pakistan vermisst – Behörden bergen vier Leichen Purja ist in Nepal geboren, besitzt die britische Staatsbürgerschaft und gilt als lebende Legende seines Sports. 2019 bestieg er als erster Mensch alle 14 Achttausender in nur 189 Tagen – dokumentiert in der Netflix-Produktion „14 Peaks: Nothing Is Impossible“. Er hatte die Broad-Peak-Besteigung kurzfristig in seine Pakistan-Reise aufgenommen. Laut mehreren Medienberichten auch aus Pakistan, traf die Lawine die Gruppe vermutlich zwischen Camp II und III in rund 6660 Metern Höhe. Bergungsteams konnten mittlerweile vier Leichen aus den Schneemassen bergen. Das erklärte Irfan Arshad Khan, Präsident des Alpinen Clubs Pakistan. Ihre Identitäten sind noch nicht alle geklärt. Unter den Vermissten sind auch eine US-Amerikanerin sowie Bergsteiger aus Nepal, Pakistan, China und dem Oman. Für vorsichtige Hoffnung sorgen Daten von Purjas GPS-Tracker: Sein Geschäftspartner Mingma Gyabu Sherpa erklärte, die angezeigte Position habe sich nach dem Lawinenabgang noch verändert. Ob Purja das Gerät selbst bewegt hat oder dieser möglicherweise im Anschluss von weiteren Schneemassen mitgerissen wurde, ist unklar. Die pakistanische Armee schickte am Freitag zwei Hubschrauber mit Rettungskräften und Spezialausrüstung zum Broad Peak. Bodenteams hatten bereits zuvor mit der Suche begonnen. Die Rettungsaktion wird nach Angaben des Alpine Club Pakistan in Abstimmung mit staatlichen Stellen fortgesetzt. (LuHa)