Nach Ukraine-Treffern steht „Ozon”-Lagerhalle in Flammen
Während Schaulustige das Geschehen beobachten, explodiert die Waffe in einem Feuerball. Weitere Aufnahmen zeigen, wie die Lagerhalle lichterloh in Brand steht.
Ozon ist der zweitgrößte Online-Versandhändler Russlands. In dem Logistikzentrum werden Waren gelagert und dann weitertransportiert. Russische und ukrainische Telegram-Kanäle berichten, dass das Gebäude in der Nacht zum 22. August angegriffen wurde. Es ist der erste erfolgreiche Angriff auf eine Ozon-Anlage.
Ob bei dem Angriff auch Menschen verletzt oder getötet wurden, ist bislang nicht bekannt. Bisher hatte die Ukraine ihre Angriffe auf die Infrastruktur der Konkurrenz von Ozon, den Onlinehändler Wildberries, fokussiert.
Auch Ölraffinerie von Nowokuibyschewsk in Flammen
Gleichzeitig zum Angriff auf das Ozon-Lager wurde in der nahe gelegenen Stadt Nowokuibyschewsk ein Feuer in einer großen Ölraffinerie gemeldet. Laut Kyiv Independent soll es sich dabei um eine der 10 größten Raffinerien Russlands handeln. Die Anlage verarbeitet jährlich rund 8,8 Millionen Tonnen Rohöl.
Die betroffenen Orte liegen rund 900 Kilometer von der ukrainisch-russischen Front entfernt.
Ex-Öloligarch: Russland schiebt nötige Reparaturen auf
Nach Einschätzung des ehemaligen Yukos-Chefs Michail Chodorkowski könnten die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien langfristig eine starke Wirkung entfalten. Auf der Plattform X schrieb er, die Schäden würden häufig nicht vollständig repariert. Stattdessen würden die Anlagen lediglich notdürftig „geflickt“, um eine komplette Stilllegung zu verhindern.