Nach Unwetter-Knall in Bayern: Abkühlung bleibt trotzdem aus
Startseite Bayern Nach Unwetter-Knall in Bayern: Abkühlung bleibt trotzdem aus Von: Leoni Billina, Felix Herz Uns auf Google folgen Am Mittwochabend zogen teils kräftige Gewitter über Bayern hinweg. Ein paar Regionen waren besonders betroffen. Auch am Morgen gelten Warnungen. München – Update, 6. August, 5:10 Uhr: Auch für den Morgen gelten teilweise noch Gewitterwarnungen: Im Landkreis Freyung-Grafenau und Kreis und Stadt Passau kann es bis 5:30 Uhr zu Gewittern kommen. Abkühlung bringt der Wetter-Knall aber nicht, denn laut dem DWD werden auch am Donnerstag vielerorts Temperaturen von bis zu 30 Grad erwartet. Update, 21.30 Uhr: Die Gewitter wüten weiter im Süden Bayerns. Bis 23 Uhr gelten in vielen Landkreisen, darunter auch Miesbach und Dachau, Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor starkem Gewitter. In den Kreisen Weilheim-Schongau, Starnberg, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen gilt zudem eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel. Alle Warnungen zeigt unsere Live-Karte in der Übersicht: Update, 20.10 Uhr: Teils starke Gewitter ziehen am Mittwochabend über Bayern. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturmböen, Starkregen und Hagel – einige Regionen könnte es dabei besonders heftig erwischen. So gelten im Kreis Ostallgäu, im Kreis Weilheim-Schongau, im Kreis Garmisch-Partenkirchen, in Kreis und Stadt Rosenheim sowie im Kreis Traunstein amtliche Unwetterwarnungen vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen und Hagel mit Korngrößen um drei Zentimeter. Die Warnungen gelten bis vorerst 21 Uhr. Weiterhin gelten zudem Warnungen vor starken Gewittern im Kreis Unterallgäu, im Kreis Oberallgäu, im Kreis Starnberg, in Kreis und Stadt München, im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen, im Kreis Miesbach und im Kreis Berchtesgadener Land. Die betroffenen Regionen im Überblick: Kreis Ostallgäu Kreis Weilheim-Schongau Garmisch-Partenkirchen Kreis und Stadt Rosenheim Kreis Traunstein Kreis Unterallgäu Kreis Oberallgäu Kreis Starnberg Kreis und Stadt München Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen Kreis Miesbach Kreis Berchtesgadener Land Update, 19.05 Uhr: So langsam sinken die Temperaturen im Freistaat – der DWD hat seine Hitze-Warnungen mittlerweile auslaufen lassen. An anderer Front gibt es jedoch noch keine gänzliche Entwarnung: Noch immer und bis vorerst 20 Uhr gelten für diverse Landkreise und Städte Warnungen vor starken Gewittern. Betroffen sind aktuell: Kreis Oberallgäu Kreis Garmisch-Partenkirchen Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen Kreis Miesbach Kreis und Stadt Rosenheim Kreis und Stadt München Kreis Ebersberg Kreis Traunstein Kreis Berchtesgadener Land Update, 18.10 Uhr: In einigen Regionen Bayerns hat es am Mittwochnachmittag gekracht. Und auch weiterhin warnt der Deutsche Wetterdienst für Teile des Freistaats vor starken Gewittern mit Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 80 km/h sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen um 20 l/m² pro Stunde und Hagel. Folgende Städte und Landkreise sind bis voraussichtlich 19 Uhr betroffen: Kreis Donau-Ries Kreis Dillingen a.d. Donau Kreis Günzburg Kreis und Stadt Augsburg Kreis Garmisch-Partenkirchen Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen Kreis Miesbach Update, 16.35 Uhr: Mittlerweile hat der Deutsche Wetterdienst für weitere Landkreise und Städte Warnungen vor Gewittern herausgegeben. Schwere Gewitter sind nun – neben den bereits genannten (siehe vorherige Meldung) – im Anmarsch auf folgende Regionen: Kreis Oberallgäu Kreis Eichstätt Kreis Neuburg-Schrobenhausen In allen anderen Regionen Bayerns gilt derweil noch immer eine Hitzewarnung bis heute Abend, 19 Uhr. Update, 15.20 Uhr: Wie bereits angekündigt, hat der Deutsche Wetterdienst mittlerweile die ersten konkreten Warnungen vor starken Gewittern am Nachmittag herausgegeben. „Von Südwesten ziehen Gewitter auf“, informiert der Dienst auf seiner Webseite. Dabei könnten Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 80 km/h sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen um 20 l/m² pro Stunde und Hagel auftreten. Die Warnungen gelten bis vorerst 17 Uhr. Betroffen sind aktuell folgende Städte und Kreise: Kreis und Stadt Ansbach Kreis Donau-Ries Kreis Dillingen a.d. Donau Kreis Günzburg Kreis Neu-Ulm Kreis Berchtesgadener Land Erstmeldung vom 5. August, 8.20 Uhr: Der Zeitplan diese Woche war eindeutig: Jeweils am Montag und am Dienstag gab es in Bayern teils extreme Hitze tagsüber, die sich dann in den späteren Nachmittags- und frühen Abendstunden in Gewittern entlud. So auch am Dienstag und in der Nacht auf Mittwoch, als eine breite Gewitterfront über den Freistaat hinwegdonnerte. In Harburg hat ein Blitzeinschlag gar die Stadt in zwei Hälften geteilt. Vom Wetter her ähnlich verläuft es auch am Mittwoch. Wettervorhersage für Bayern: Zeitpunkt steht fest – Gewitter und Unwetter nehmen Kurs auf den Freistaat Tagsüber gibt es zur Mitte der Woche wieder heiße Temperaturen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) fließt zunächst noch feuchte mediterrane Luft nach Süddeutschland. Dann aber kommt kalte Atlantikluft dazu, die sich nach und nach ersetzt. Aufgrund dieser Gemengelage „kommt es im Übergangsbereich zu einer labilen Schichtung und hochreichender Konvektion“, erklären die Meteorologen. Kurz zusammengefasst: Ab Nachmittag knallt es heute ordentlich in Bayern. So warnt der DWD eindeutig im Warnlagebericht zu Südbayern: „Heute Nachmittag, abends und in der Nacht zum Donnerstag einzelne Gewitter mit Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, kleinkörnigem Hagel und Böen um 70 km/h, lokal UNWETTER mit ca. 30 l/qm in einer Stunde, Hagel bis 3 cm sowie schwere Sturmböen um 100 km/h nicht ausgeschlossen.“ Warum ist es tagsüber immer heiß und abends gibt es die Gewitter? Die Sonne heizt im Sommer die bodennahe Luft tagsüber stark auf, sodass feuchte Warmluft aufsteigt – ein Prozess, den Meteorologen thermische Konvektion nennen. Am späten Nachmittag ist die Temperaturdifferenz zwischen Boden und den höheren Luftschichten am größten, was die Atmosphäre besonders instabil macht. Diese sogenannte atmosphärische Labilität ist der entscheidende Auslöser dafür, dass Gewitter typischerweise nicht morgens, sondern erst ab dem Nachmittag oder frühen Abend entstehen. Wenn die aufsteigende Warmluft in der Höhe abkühlt, kondensiert der enthaltene Wasserdampf und gibt dabei Energie frei – die sogenannte Kondensationsenthalpie –, die den Aufwind weiter antreibt und mächtige Kumulonimbus-Wolken (Gewitterwolken) aufbaut. Wenn die Sonne am Abend schwächer wird und die bodennahe Luft langsam abkühlt, können die aufgetürmten Wolken die gespeicherte Energie und Feuchtigkeit nicht mehr halten und entladen sich in Form von Blitz, Donner und Starkregen. (Quelle: DWD) Aber auch in Nordbayern wird es den Meteorologen zufolge Gewitter geben: „Heute Nachmittag, abends und in der Nacht zum Donnerstag vor allem in der südlichen Oberpfalz wahrscheinlich einzelne Gewitter mit Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, kleinkörnigem Hagel und Böen um 70 km/h, lokal UNWETTER mit ca. 30 l/qm in einer Stunde, Hagel bis 3 cm sowie schwere Sturmböen um 100 km/h nicht ausgeschlossen.“ Schwülwarme Temperaturen am Donnerstag – die Aussichten fürs Wochenende Ähnlich verhält es sich dann auch am Donnerstag: „Am Donnerstag ab dem Nachmittag und bis in die Nacht zum Freitag (dann aber begrenzt auf die Region von den Alpen über das Vorland bis zum Bayerischen Wald) gebietsweise Gewitter mit STARKREGEN um 20 l/qm in kurzer Zeit, Hagel und stürmischen Böen um 70 km/h. Örtlich UNWETTER mit Starkregen um 30 l/qm in kurzer Zeit und Hagel um 3 cm Korngröße, daneben schwere Sturmböen um 100 km/h.“ Live-Karte: Wo wird aktuell vor Unwetter gewarnt? Das Wetter schlägt um – bleiben Sie ab jetzt einen Schritt voraus. Verfolgen Sie auf der Live-Karte, wie sich die Wetterlage entwickelt. Karte aktivieren Am Donnerstag kühlt es auch leicht ab: Schreiben die DWD-Meteorologen noch für Mittwoch, dass in der Spitze 36 Grad erreicht werden, sind es am Donnerstag „nur“ noch schwülwarme 31 Grad. Am Freitag und Samstag fallen die Durchschnittstemperaturen in Bayern womöglich sogar auf unter 30 Grad, ehe sie zum Ende des Wochenendes und zum Start in die neue Woche wieder steigen. (Quelle: DWD), (fhz)