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Nach Wimbledon-Pleite: Tennis-Ikone warnt Alexander Zverev vor "Fehler"

Sport

Sein Rasentrauma hat Alexander Zverev in Wimbleson mit dem Einzug ins Finale zwar ablegen können, für den ganz großen Wurf hat es gegen den Weltranglistenersten Jannik Sinner aber dennoch nicht gereicht. In einem packenden Viersatz-Spiel zog der Deutsche am Ende den Kürzeren. TV-Experte und Ex-Profi Michael Stich gab dem gebürtigen Hamburger anschließend einen Ratschlag mit auf den Weg. Die Hoffnungen auf den zweiten Grand-Slam-Titel nur fünf Wochen nach dem Premieren-Triumph in Paris und auf den ersten deutschen Wimbledon-Gewinner seit Michael Stich vor 35 Jahren erfüllten sich für Alexander Zverev nicht. 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6 musste sich die neue Nummer zwei gegen Angstgegner Jannik Sinner, der nun die letzten zehn Partien allesamt für sich entschied, geschlagen geben. "Es war ein gutes Match, sehr intensives Tennis. Am Ende haben wir einen Sieger gesehen, der drei, vier Prozent durchhaltender war, intensiver war und die wichtigen Punkte gewonnen hat", sagte Stich bei "Prime Video" im Anschluss an die Finalniederlage. Anschließend riet der Wimbledon-Champion von 1991 und bisher letzte deutsche Titelträger im Männereinzel in London dem 29-Jährigen auch zu einer Verschnaufpause. Zverev vor "Fehler" nach Wimbledon-Niederlage gewarnt Er glaube, dass die "letzten sechs Wochen, zwei Monate" seinen Landsmann "mental sehr viel Energie gekostet haben", so Stich weiter, der den gebürtigen Hamburger warnte: "Ich wünsche ihm, dass er nicht den Fehler macht, dass er zu viel spielt. Dass er sich einfach mal diese Zeit gönnt, zu reflektieren." Dafür sei nach der Wimbledon-Enttäuschung nun ein guter Zeitpunkt. "Hart gesagt: Er wird dieses Jahr eh nicht mehr Nummer eins. Das ist sehr unwahrscheinlich", führte der 57-Jährige aus und verwies darauf, dass Zverev in der ATP-Weltrangliste nun bereits fast 5000 Punkte Rückstand auf den Südtiroler hat, der am Sonntag nicht ein einziges Break abgab: "Er muss jetzt vielleicht akzeptieren, dass die Grand Slams das Hauptziel sind. Er ist einen Ticken älter als die anderen und muss ein bisschen haushalten." Nach zahlreichen Rückschlägen in Wimbledon in den vergangenen Jahren hatte der Hamburger den Schwung von Paris mit nach London genommen. Mit herausragenden Aufschlägen, Entschlossenheit und aggressivem Spiel setzte Zverev als erster deutscher männlicher Finalist seit Becker 1995 den Topfavoriten Sinner zunächst unter Druck. Der Italiener behielt schlussendlich aber die Oberhand.

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