DAX +0,50 % 26.432,12 Pkt 11:45:01 MDAX +0,68 % 32.483,95 Pkt 11:45:05 Euro Stoxx 50 +0,23 % 6.554,83 Pkt 11:45:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,74 % 69.220,25 Pkt 08:45:03 Gold +0,33 % 4.451,90 USD 11:50:04 Silber +0,91 % 65,70 USD 11:50:00 Brent +1,01 % 89,41 USD 11:50:03 WTI +0,55 % 82,85 USD 11:50:03 Bitcoin +0,68 % 63.246,20 USD 11:59:54 EUR/USD +0,56 % 1,16000 USD 11:59:54 EUR/GBP +0,05 % 0,85530 GBP 12:00:05 EUR/CHF -0,01 % 0,93890 CHF 12:00:05 EUR/JPY +0,38 % 184,580 JPY 12:00:04

Nach WM-Aus: Oliver Kahn von Bundestrainer-Debatte genervt

Sport

Fans und Experten diskutieren über die Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Torwart-Titan Oliver Kahn sieht jedoch andere Gründe für das deutsche Scheitern bei der Fußball-WM. "Die Debatte über den nächsten Bundestrainer führt am Kern vorbei", meldete sich der 86-fache Nationalspieler am Mittwoch bei "LinkedIn" zu Wort. "Drei Bundestrainer sind am selben Punkt gescheitert: Joachim Löw, Hansi Flick und Julian Nagelsmann. Drei unterschiedliche Spielideen. Drei unterschiedliche Führungsstile. Derselbe Ausgang: Bei der WM 2018 und 2022 in der Gruppenphase, jetzt im Sechzehntelfinale gegen Paraguay", führte Kahn aus. Der 57-Jährige argumentierte: "Wenn drei Trainer mit unterschiedlichen Ansätzen immer am selben Punkt scheitern, liegt die Ursache tiefer." Kahn: Deutschland hat "kein Talentproblem" Kahn stützte sich in seiner Analyse vor allem auf eine Szene beim Sechzehntelfinal-Aus gegen Paraguay (3:4 i.E.). "Als das Elfmeterschießen in die Verlängerung ging, sah man, wie Joshua Kimmich nach Schützen suchte. Für mich war das der aufschlussreichste Moment dieses Ausscheidens. Eine Spitzenmannschaft sucht in diesem Augenblick keine Freiwilligen. Sie hat Spieler, die den Ball verlangen", kritisierte die Legende des FC Bayern. Kahn meinte: "Die Fähigkeit, unter größtem Druck handlungsfähig zu bleiben, ist kein Zufall. Sie wird über Jahre entwickelt. Wer als junger Spieler immer wieder lernt, schwierige Entscheidungen zu treffen, Fehler auszuhalten und trotzdem den nächsten Ball zu fordern, entwickelt genau das, was große Turniere entscheidet. Wer das nie gelernt hat, wird es im Nationaltrikot nicht plötzlich beherrschen." Deutschland habe "kein Talentproblem", es fehle "die Selbstverständlichkeit, im größten Moment Verantwortung zu übernehmen", schrieb der Vize-Weltmeister von 2002. Kahn regt Umdenken an Kahn sieht nicht nur die Spieler am Zug. Der Torwart-Titian sieht ebenfalls den Deutschen Fußball-Bund in der Verantwortung. "Eine starke Organisation erkennt man nicht daran, dass sie einmal erfolgreich ist, sondern daran, dass sie außergewöhnliche Leistung immer wieder hervorbringt. Dort wird Verantwortung nicht dem Zufall überlassen. Dort wird sie eingeübt, vorgelebt und zur Gewohnheit gemacht. Dort ist Leistung wichtiger als Status, der Anspruch größer als die Bequemlichkeit und die Mannschaft wichtiger als das Ego des Einzelnen", erklärte er. "Vielleicht liegt genau hier unser größtes Missverständnis. Wir bewundern Spitzenleistung, wollen aber immer seltener den Preis akzeptieren, den sie verlangt. Wir wollen Weltklasse möglichst ohne maximalen Druck. Außergewöhnliche Ergebnisse möglichst ohne Verzicht. So entsteht aber keine Spitzenleistung", so Kahn.

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