DAX -0,56 % 25.983,04 Pkt 18:00:00 MDAX -0,39 % 31.715,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,35 % 6.422,06 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,08 % 52.769,52 Pkt 21:58:16 S&P 500 -0,66 % 7.641,07 Pkt 21:58:13 Nasdaq -0,88 % 26.059,49 Pkt 21:58:16 Nikkei +1,36 % 66.216,79 Pkt 08:45:03 Gold +2,06 % 4.582,10 USD 21:48:04 Silber +3,71 % 68,18 USD 21:47:50 Brent +2,11 % 93,55 USD 21:48:05 WTI +0,93 % 86,63 USD 21:48:11 Bitcoin +4,86 % 72.629,61 USD 21:58:08 EUR/USD +0,88 % 1,16810 USD 21:57:53 EUR/GBP +0,19 % 0,85680 GBP 21:58:17 EUR/CHF -0,57 % 0,93480 CHF 21:58:16 EUR/JPY +0,61 % 185,818 JPY 21:58:17

Nach Zinsanstieg: Ifo-Chef Fuest fordert Regierung zum Handeln auf

Wirtschaft

Berlin. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert die Bundesregierung angesichts stark gestiegener Anleiherenditen zum Handeln auf. „Der Anstieg der Zinsen auf Staatsanleihen ist Ausdruck wachsender Sorge über steigende Staatsverschuldung und drohende höhere Inflation“, sagte der Chef des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Deutschland sollte eine überzeugende, mehrjährig angelegte Strategie zur Senkung der Staatsausgaben und zur Stärkung des Wirtschaftswachstums vorlegen.“ Dabei sollten investive Ausgaben allerdings geschont werden. „Das würde das Vertrauen in die deutschen Staatsfinanzen stärken und die Zinskosten senken“, betonte Fuest. Die Renditen für Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit sind in dieser Woche auf rund 3,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren gestiegen. Am Donnerstag gaben sie etwas nach. Höhere Renditen sind für Finanzminister Lars Klingbeil eine schlechte Nachricht, da sie die Aufnahme neuer Schulden verteuern und den Spielraum für andere Ausgaben wie Investitionen oder Sozialleistungen einschränken. Zuletzt sind die Steuereinnahmen von Bund und Ländern nur leicht gestiegen. Sie erhöhten sich im Juli um 0,8 Prozent zum Vorjahresmonat auf 66,28 Milliarden Euro, wie aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. In den ersten sieben Monaten zogen die Einnahmen ebenfalls um 0,8 Prozent an auf 517,46 Milliarden Euro. Experten gehen für das Gesamtjahr 2026 von einem Zuwachs von 1,2 Prozent aus.

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