Nachdem 70 Menschen erkrankten: Imbiss kämpft mit Verlusten - Mitarbeiter entlassen
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Nachdem 70 Menschen erkrankten: Imbiss kämpft mit Verlusten – Mitarbeiter entlassen
Von: Annika Ketzler
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Nachdem 70 Menschen nach dem Besuch eines Imbisses an Norovirus erkrankten, kämpft der Betrieb mit Verlusten. Einige Mitarbeiter mussten bereits entlassen werden.
Oelde – 70 Menschen erlitten nach einem Imbiss-Besuch in Oelde Anfang Oktober Magen-Darm-Beschwerden. Zunächst war völlig unklar, ob die Symptome mit dem Essen des Imbisses in Zusammenhang stehen. Das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf führte Kontrollen durch, die schließlich nachwiesen: Der Imbiss selbst trägt keine Schuld an der Ausbreitung – zumindest nicht durch seine Speisen.
„In mehreren Stuhlproben, die der Kreis Warendorf angeordnet hat, sind Noroviren nachgewiesen worden. Die einzelnen Lebensmittel scheiden als Infektionsquelle aus, nachdem ihre Untersuchungsergebnisse allesamt unauffällig ausgefallen sind“, erklärte eine Sprecherin des Kreises Warendorf auf Nachfrage von wa.de.
Nach Norovirus-Ausbruch in Imbiss: Inhaber muss Mitarbeiter entlassen
Auch auf Social-Media meldete sich das Team des Imbisses zu den Vorfällen. „Nach den uns mitgeteilten Informationen handelt es sich um das Norovirus, das in erster Linie von Mensch zu Mensch übertragen wird. Ein Zusammenhang mit unseren Speisen wurde uns gegenüber nicht festgestellt“, schreibt das Team in einem Instagram-Posting. Von den 20 Mitarbeitern sei niemand erkrankt, heißt es weiter. Doch der Vorfall scheint nun negative Auswirkungen auf den gastronomischen Betrieb zu haben.
Wie der Inhaber Feyzullah Üzel dem WDR erklärte, soll der Imbiss seither rund 60 Prozent weniger Umsatz machen. Vier Mitarbeiter habe der Chef bereits entlassen müssen. Wenn es so weitergehe, werden es mehr werden. Trotz allem möchte der Inhaber die Hoffnung nicht aufgeben und hofft darauf, dass die Kundschaft zurückkommen wird, heißt es. Sobald das Geschäft wieder besser läuft, beabsichtigt Üzel zudem, die ehemaligen Mitarbeiter wieder einzustellen, wie er dem WDR erklärt.