DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,12 % 65.606,71 Pkt 08:45:02 Gold +3,72 % 4.399,70 USD 22:59:55 Silber +3,35 % 63,50 USD 22:59:56 Brent +1,29 % 83,55 USD 22:59:58 WTI +1,15 % 78,18 USD 22:59:59 Bitcoin +0,15 % 64.974,80 USD 15:27:15 EUR/USD +0,04 % 1,15620 USD 23:29:57 EUR/GBP -0,15 % 0,85670 GBP 23:29:57 EUR/CHF +0,13 % 0,93350 CHF 23:29:57 EUR/JPY +0,13 % 182,378 JPY 23:29:57

+++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: US-Senat stimmt für neue Sanktionen gegen Russland

Welt

Aus Rumänien kommende Drohne explodiert nahe Gaspipeline in Bulgarien Eine Drohne, die am Samstagmorgen aus dem Nachbarland Rumänien nach Bulgarien eingedrungen ist, ist nahe der Grenze zwischen den beiden Ländern explodiert. „Die Drohne ist in unmittelbarer Nähe des Grenzübergangs Kardam zu Rumänien“ nahe dem Schwarzen Meer im Nordosten des Landes „in 1000 Metern Entfernung zur Verdichterstation der Transbalkan-Gaspipeline explodiert“, teilte der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew mit. Es gebe „keine Opfer“, sagte Radew in einem in Onlinediensten verbreiteten Video. Die Transbalkan-Pipeline verbindet die Türkei mit der Ukraine. (afp) Berichte: Vier Tote bei russischem Beschuss der Region Kiew Bei russischem Beschuss der ukrainischen Hauptstadt Kiew und Umgebung sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden, darunter ein drei Jahre altes Kind. Im Bezirk Browary der Region Kiew hätten russische Drohnen ein Haus zerstört, dabei seien ein Großelternpaar und sein kleiner Enkelsohn ums Leben gekommen, hieß es am Samstag. Drei weitere Mitglieder der Familie sowie eine nebenan wohnende Person seien ins Krankenhaus gebracht worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, dass bei einem Angriff mit sechs ballistischen Raketen in der Stadt Kiew mindestens ein weiterer Mensch getötet worden sei. Die Raketen hätten auf zivile Infrastruktur gezielt. Die ukrainische Luftwaffe meldete, sie habe 135 von 151 Drohnen abgefangen oder abgeschossen, die Russland in der Nacht zum Samstag in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine abgefeuert habe. (ap) Drohne dringt im Luftraum von Nato-Staat Bulgarien ein Im Luftraum des Nato- und EU-Mitgliedstaates Bulgarien ist eine Drohne eingedrungen. Das Flugobjekt sei auf bulgarischem Staatsgebiet in einer Entfernung von 100 Metern von der rumänischen Grenze explodiert, sagte Ministerpräsident Rumen Radew nach einer Sitzung des Sicherheitsrates bei der Regierung in Sofia. Die Drohne hatte demnach eine Großmenge Sprengstoff. Teams der bulgarischen Grenzpolizei und des Verteidigungsministeriums des Landes seien dabei, die Herkunft der Drohne festzustellen, sagte Radew weiter. Es gebe keine Verletzten und auch keine Sachschäden. (dpa) Russland meldet Einnahme von Ortschaft in Region Charkiw Russland meldet die Einnahme der Ortschaft Iwaniwka in der ukrainischen Region Charkiw. Die Streitkräfte hätten die Siedlung unter ihre Kontrolle gebracht, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Angaben lassen sich von der Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht unabhängig überprüfen. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor. (rtr) Ukraine meldet Angriffe auf zwei russische Ölraffinerien Die Ukraine hat nach Angaben ihres Generalstabs bei nächtlichen Angriffen die russischen Ölraffinerien in Ilski und Sysran attackiert. An beiden Standorten seien Brände ausgebrochen, hieß es am Samstag. Die Ukraine greift seit Monaten russische Ölanlagen an, um ‌die Fähigkeit Moskaus zur Finanzierung des Krieges zu schwächen. (rtr) Russland meldet Angriff auf Waffentransporter im Schwarzen Meer Russland hat nach eigenen Angaben ein Frachtschiff im Schwarzen Meer mit einer Militärdrohne angegriffen. Das Schiff habe Waffen für die ukrainischen Streitkräfte transportiert, meldet die Nachrichtenagentur Interfax am ‌Samstag unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Der Angriff habe sich bereits am Freitag östlich von Odessa ereignet. Angaben zu möglichen Schäden wurden nicht gemacht. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor. (rtr) Moskau spricht von Treffer auf Rüstungsfabrik Fire Point Das russische Militär spricht nach dem nächtlichen Luftangriff auf Kiew von einem Schlag gegen den ukrainischen Rüstungshersteller Fire Point. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es sei eine Produktionsstätte getroffen worden, die Teile und Sprengköpfe für den ukrainischen Marschflugkörper FP-5 Flamingo herstelle. Außerdem sei ein Treibstofflager vernichtet worden, das die ukrainische Armee beliefere. Belege für diese Darstellung lieferte die russische Seite nicht. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf Telegram von Berichten über brennende Öltanks im Stadtteil Obolon. Schwerpunkt des Luftangriffs mit Raketen und Kampfdrohnen war nach ukrainischen Angaben wie schon am Donnerstag der Vorort Browary mit seinen Logistikzentren. Drei Menschen wurden nach Behördenangaben getötet, aber nicht in Browary, sondern weit außerhalb im Dorf Puchiwka, wo eine Drohne das Wohnhaus einer Familie traf. Die russische Armee listet seit einiger Zeit die angeblichen militärischen oder militärindustriellen Ziele ihrer Luftangriffe auf. Überprüfen lässt sich dies in den vielen Fällen nicht. Wenn es solche Treffer gibt, ist es Informationspolitik der Ukraine, darüber hinwegzugehen. Aufgezählt werden Einschläge in zivile Objekte wie Wohnhäuser, Betriebe, Geschäfte oder Sozialeinrichtungen. Umgekehrt sprechen auch russische Behörden nur vage von abgestürzten Drohnenteilen in nicht näher bezeichneten Industriebetrieben, wenn es wahrnehmbare Großbrände beispielsweise in Raffinerien gibt. Fire Point ist mit dem Marschflugkörper Flamingo, der Langstreckendrohne FP-1 und der Mittelstreckendrohnen FP-2 einer der wichtigsten einheimischen Lieferanten der ukrainischen Armee. Russland meldet Verletzte nach Drohnenangriff auf Ölraffinerie Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Ölraffinerie Ilski in der südrussischen Region Krasnodar ‌sind örtlichen Behörden zufolge fünf Menschen verletzt worden. Auf dem Gelände sei ein Feuer ausgebrochen, teilen die Behörden mit. Zudem werden Drohnenangriffe auf eine Industrieanlage in der russischen Region Samara gemeldet, wie der dortige Gouverneur mitteilt. Das Unternehmen wird nicht namentlich genannt. Das russische Verteidigungsministerium erklärt, die Luftabwehr habe in der Nacht 397 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen zerstört. Die ‌Angaben der beiden Kriegsparteien können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. (rtr) US-Senat billigt Gesetz zu neuen Russland-Sanktionen Während Russland mit immer weiteren Angriffswellen die Schutzlosigkeit der ukrainischen Luftabwehr offenlegt, schürt ein Gesetzesvorstoß des US-Parlaments neue Hoffnungen in Kiew. Der US-Senat stimmte nach langem Tauziehen für ein Sanktionsgesetz, das Moskau wegen seines zerstörerischen Angriffskriegs stärker unter Druck setzen soll. Ob das Repräsentantenhaus als zweite Parlamentskammer zustimmen wird, ist allerdings ungewiss. In Washington votierten die Senatorinnen und Senatoren mit einer deutlichen Mehrheit von 86 zu 11 Stimmen für das maßgeblich vom unlängst gestorbenen US-Senator Lindsey Graham vorangetriebene Gesetz. Neben direkten Sanktionen gegen russische Politiker und Firmen soll es die russischen Öl- und Gas-Exporte als wichtigste Finanzierungsquelle des Angriffskriegs gegen die Ukraine noch stärker eindämmen. Da das Repräsentantenhaus bereits in den Ferien ist, wird es voraussichtlich nicht vor September darüber abstimmen. Die US-Regierung hatte in den vergangenen Monaten Sanktionen gegen russische Öllieferungen zeitweise ausgesetzt, um Preissteigerungen auf dem Weltmarkt entgegenzuwirken. Auslöser war die Verknappung der Ölreserven, nachdem die für den Export aus den Golfstaaten wichtige Straße von Hormus infolge des Iran-Kriegs faktisch für den Schiffsverkehr geschlossen worden war. Doch mit Blick auf militärische Achtungserfolge der Ukraine und die zuletzt immer zerstörerischen Gegenangriffe der Russen setzen sich einflussreiche US-Politiker für eine härtere Gangart gegen Moskau ein. US-Präsident Donald Trump, dem vorgeworfen wird, Russlands Machtapparat um Kremlchef Wladimir Putin nicht genug unter Druck zu setzen, hat bereits Unterstützung für das Gesetz angedeutet. Es würde ihn berechtigen, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen – ebenso wie jene fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die große Mengen russischen Erdöls beziehen. In den zwölf Monaten vor dem eigentlichen Inkrafttreten des Gesetzes sollen zunächst die fünf größten Abnehmer russischer Energieexporte ins Visier genommen und mit Zöllen bis zu 100 Prozent belegt werden. Die Höhe kann mit der Zeit angepasst werden – je nachdem, ob ein Land sich bemüht, von russischem Öl und Gas loszukommen. Wer die fünf größten Importeure sind, soll alle 180 Tage neu ermittelt werden. Bisher schreckte Trump davor zurück, China wegen der Energieimporte aus Russland unter Druck zu setzen. Auf Waren aus Indien hatte er zeitweise einen Zoll von 25 Prozent wegen der Käufe russischen Öls verhängt. Zugleich soll es Ausnahmen für Länder geben, deren Einfuhren weniger als 15 Prozent der russischen Erdgas-Exporte in einem Zwölfmonats-Zeitraum ausmachten – und die Maßnahmen ergreifen, um diese Käufe zu reduzieren. „Unsere europäischen Verbündeten sind hier also nicht betroffen“, betonte der demokratische Senator Richard Blumenthal bereits Mitte Juli. (dpa) Selenskyj dankt Senat – Abgeordnete kritisieren Gesetz Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankte sich beim US-Senat. Jedes Signal zur Unterstützung einer schnellstmöglichen Beendigung des Kriegs sei wichtig, schrieb er auf der Plattform X. „Echter, starker Druck seitens der USA und Sanktionen gegen Russland sind das, was am meisten helfen wird.“ Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha nannte das Gesetz einen „eindrucksvollen Beweis für die globale Führungsrolle der Vereinigten Staaten“. Aus Russland gab es zunächst keine offizielle Reaktion. Einige Demokraten wie die im Repräsentantenhaus sitzenden Abgeordneten Gregory Meeks und Don Beyer kritisierten unterdessen, das Gesetz in seiner jetzigen Form würde Trump zu weitreichende Zoll-Befugnisse geben. Auch deshalb ist unklar, wie die Abstimmung in der zweiten Parlamentskammer ausgehen wird. Die Mehrheitsverhältnisse dort sind äußerst knapp, und die wichtigen Zwischenwahlen im November erschweren politische Kompromisse. Die Einigung auf den endgültigen Text fiel vergangene Woche mit dem Besuch von Selenskyj in Washington und den Trauerfeierlichkeiten für Graham zusammen. In der Debatte vor der Abstimmung sagte die republikanische Senatorin Katie Britt nun: „Heute stehen wir zusammen, um zu zeigen, dass wir Putin den Geldhahn abdrehen werden.“ Ihr demokratischer Kollege Blumenthal beschrieb das Signal an Russland wie folgt: „Heute sagen wir zu Wladimir Putin: Du wirst die Ukraine nicht erobern.“ (dpa) Wieder Tote bei Luftangriffen auf Ukraine Allerdings scheint Russland nach wie vor weit davon entfernt, den Angriffskrieg zurückzufahren. Bei neuen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und deren Umgebung wurden nach Behördenangaben in der Nacht mindestens drei Menschen getötet und mehrere verletzt. Ukrainische Medien berichteten über eine Serie von Explosionen, besonders den östlichen Vorort Browary habe es schwer getroffen. Erst in der Nacht zu Mittwoch waren an einer Bahnstation in Browary acht Menschen durch russischen Raketenbeschuss getötet worden. Schon dabei zeigte sich, wie überfordert die Verteidiger mit den reihenweise einfliegenden Geschossen sind: Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte die russische Armee Dutzende ballistische Raketen verschiedener Typen ein, von denen keine einzige abgefangen werden konnte. Weil es den Ukrainern nach viereinhalb Jahren Krieg an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland seine Angriffe mit ballistischen Raketen verstärkt. Sie sind aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzufangen. Als effektivste Abwehr gelten die Patriot-Systeme, doch der ukrainischen Armee gehen die Abfangraketen aus. Ein Grund dafür: Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat die weltweiten Munitionsbestände zusätzlich verknappt. Und so wächst in Kiew die Furcht, dass ungehinderte Raketenangriffe die Infrastruktur des Landes schwer schädigen und den notleidenden Ukrainern einen noch härteren Winter bescheren könnten. (dpa) Bericht: EU importiert wieder mehr Flüssiggas aus Russland Trotz der europäischen Bemühungen um ein Ende der Abhängigkeit von Moskaus Energielieferungen ist die Menge von aus Russland in die EU importiertem Flüssiggas (LNG) einem Bericht zufolge wieder gestiegen. Die EU-Staaten hätten im Juni 14 Prozent mehr LNG aus Russland importiert als ein Jahr zuvor, berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Daten des Forschungszentrums Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA). Die Einnahmen Moskaus aus dem Verkauf des Rohstoffs stiegen den Angaben zufolge auf 60 Millionen Euro pro Tag. Das meiste russische LNG habe Frankreich gekauft: Allein im Hafen von Montoir in der Bretagne sei im Juni viermal so viel Flüssiggas angekommen wie im Mai. Insgesamt habe russisches Erdgas im zweiten Quartal nach Angaben der Denkfabrik Bruegel einen Anteil von 13,4 Prozent an den gesamten Gas-Einfuhren der EU ausgemacht. Westliche Staaten hatten nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine Sanktionen gegen Russland im Energiebereich verhängt. Dennoch wird weiter russisches Öl und Gas in die EU geliefert. LNG ist verflüssigtes Erdgas, das per Schiff transportiert wird und an Europas Küsten erneut in Gasform umgewandelt in die Netze eingespeist wird. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2027 kein Flüssiggas mehr aus Russland zu beziehen. Durch den Iran-Krieg hat sich die Lage am internationalen Gasmarkt aber verschärft, weil Teheran die Straße von Hormus gesperrt hat. Dadurch kommt unter anderem auch kaum noch Flüssiggas durch die für die Weltwirtschaft wichtige Meerenge. (afp) Selenskyj erstmals seit Beginn von Ukraine-Krieg in Serbien Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei seinem ersten Besuch seit Beginn des Ukraine-Kriegs in Serbien seinen Amtskollegen Aleksandar Vucic getroffen. Nach seiner Ankunft in Belgrad am Freitagabend traf Selenskyj den serbischen Staatschef zu einem Abendessen. Vucic erklärte anschließend, er sei überzeugt, der Besuch werde zur Entwicklung der Beziehungen und zur stärkeren Zusammenarbeit beider Länder beitragen. Serbien ist traditionell eng mit Russland verbunden. Offizielle Gespräche der beiden Präsidenten sind für Samstag im Präsidentenpalast geplant. Anschließend wollten sie nach Angaben des serbischen Präsidialamts vor die Presse treten. Selenskyj kündigte zudem Gespräche mit Regierungschef Djuro Macut an. Themen seien eine Ausweitung der wirtschaftlichen Beziehungen, die Beziehungen zur EU und „Sicherheitsfragen“, erklärte Selenskyj im Onlinedienst X. Vucic hatte bereits zuvor gesagt, es solle auch um die Zusammenarbeit im Energiebereich gehen. Der Besuch ist politisch heikel: Serbien gilt als eines der Moskau am nächsten stehenden Länder Europas und ist stark von russischen Gaslieferungen abhängig. Den wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängten westlichen Sanktionen gegen Russland hat sich Belgrad nicht angeschlossen. Vucic stellte vor Selenskyjs Besuch klar, dass sich daran vorerst nichts ändern werde. Serbien habe seine Haltung „vor viereinhalb, fast fünf Jahren“ festgelegt und seitdem nicht geändert. „Das wird bis auf Weiteres so bleiben“, sagte der Präsident. Ein wichtiger Verbindungspunkt zwischen Belgrad und Kiew ist allerdings die Kosovo-Frage. Die Ukraine erkennt die 2008 erklärte Unabhängigkeit der früheren serbischen Provinz Kosovo nicht an. Vucic hat diese Haltung Kiews in der Vergangenheit wiederholt gelobt. Ein hochrangiger ukrainischer Regierungsvertreter hatte AFP vor der Reise gesagt, Kiew wolle „die Serben von der Seite Russlands wegziehen“. Selenskyjs Besuch sei für Moskau „ein Schlag ins Gesicht“. Als besonders heikel gelten mögliche Waffenlieferungen. Der russische Auslandsgeheimdienst SVR hatte serbischen Rüstungsunternehmen im Mai 2025 vorgeworfen, trotz der offiziellen Neutralität Belgrads über Drittstaaten Munition an die Ukraine zu verkaufen. Vucic kündigte daraufhin an, verdächtige Lieferverträge zu stoppen. Später erklärte er, Serbien habe sämtliche Ausfuhren von Waffen, Munition und militärischer Ausrüstung eingestellt. Zugleich unterhält Belgrad weiterhin Kontakte zu Kiew. Vucic nahm im Juni 2025 an einem regionalen Gipfel in Odessa teil und reiste im Juli erneut nach Kiew. Serbien unterstützte die Ukraine zudem mit ziviler Hilfe, ohne sich einer gemeinsamen politischen Unterstützungserklärung anzuschließen. Offiziell strebt Serbien einen Beitritt zur EU an. Die engen Beziehungen zu Moskau und die Weigerung, sich den Sanktionen gegen Russland anzuschließen, belasten jedoch das Verhältnis zu Brüssel. (afp) Krim: Tote bei ukrainischem Drohnenangriff Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei der Attacke auf einen Wohnblock in der Stadt Kertsch habe es auch einen Verletzten gegeben, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter, Sergej Aksjonow, bei Telegram mit. Die Krim, die auch als Aufmarschgebiet für die russischen Truppen in Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine gilt, sieht sich seit Monaten verstärkten Drohnenattacken Kiews ausgesetzt. Dabei sterben immer wieder auch Zivilisten oder werden verletzt.

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