Nächste Enthüllung im Geschäfts-Skandal - Hat ManCity seine Neuzugänge getäuscht?
Die Enthüllungen rund um die skandalösen Geschäfte von Manchester City reißen nicht ab. City soll bereits im vergangenen Sommer von den Ergebnissen des Verfahrens wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Finanzregeln der Premier League erfahren haben. Trotzdem investierte der englische Meister anschließend über 400 Millionen Euro in neue Spieler.
Wie "ESPN" unter Berufung auf mit dem Verfahren vertraute Quellen berichtet, wurden Verantwortliche von Manchester City bereits im Juli über die Erkenntnisse des unabhängigen Gremiums informiert. Öffentlich wurde die Nachricht über den Ausgang des Verfahrens allerdings erst am Freitag.
Besonders brisant: In der anschließenden Transferperiode verpflichtete City etliche Spieler, offenbar ohne sie von der Entscheidung und einem möglichen Urteil in Kenntnis zu setzen.
Für die Neuzugänge gab der Klub insgesamt mehr als 400 Millionen Euro aus und sprengte gleich zweimal den vereinsinternen Transferrekord. Für Elliot Anderson von Nottingham Forest sollen die Citizens 135 Millionen Euro bezahlt haben, Enzo Fernández wechselte für 145 Millionen Euro vom FC Chelsea nach Manchester.
Nach Angaben von "ESPN" war der Anderson-Deal allerdings bereits abgeschlossen, bevor Manchester City Kenntnis vom Urteil des unabhängigen Gremiums hatte. Die Einigung über den Transfer soll am 2. Juli erzielt worden sein, die offizielle Vertragsunterzeichnung erfolgte am 23. Juli.
ManCity äußert sich nicht
Manchester City wollte sich auf Anfrage von "ESPN" nicht zu den Vorgängen äußern. Die Premier League verwies auf die Vertraulichkeit des Verfahrens und erklärte, man werde sich zu einem "privaten und vertraulichen Prozess" nicht äußern.
Der Fall beschäftigt die Premier League bereits seit Jahren. Im Februar 2023 hatte die Liga Manchester City mit mehr als 100 Verstößen gegen ihre Finanzregeln konfrontiert.
Der Klub weist die Vorwürfe weiterhin zurück. In einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme betonte Manchester City, dass das Verfahren noch nicht abgeschlossen sei. "Der Prozess der Premier League läuft weiter. Wesentliche Teile müssen noch abgeschlossen werden und unterliegen strenger Vertraulichkeit", erklärte der Klub.