Nächste Insolvenz einer großen Bäckereikette
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Deutschland
Bekannte Bäckereikette meldet Insolvenz an – Hunderte Jobs und 59 Filialen betroffen
Von: Martina Hunger
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Seit 40 Jahren versorgt eine bekannte Bäckereikette ihre Kunden mit Brot und Brötchen. Doch nun steckt das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten und hat ein Insolvenzverfahren beantragt. Hunderte Arbeitsplätze sind betroffen. Für Kunden gibt es zunächst allerdings eine gute Nachricht.
Aßlar – Die nächste traditionsreiche Bäckereikette in Deutschland kämpft ums wirtschaftliche Überleben. Die Bäckerei Moos aus dem hessischen Aßlar hat beim Amtsgericht Wetzlar ein Insolvenz-Verfahren in Eigenverwaltung unter einem sogenannten Schutzschirm beantragt. Das Gericht hat dem Antrag bereits zugestimmt. Betroffen sind rund 480 Beschäftigte und 59 Filialen.
Das Unternehmen wurde 1986 gegründet und blickt damit auf eine 40-jährige Geschichte zurück. Erst im April 2026 hatte sich Firmengründer Hartmut Moos aus der Geschäftsführung verabschiedet. Wenige Monate später steckt der Betrieb nun in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Darüber berichten unter anderem Bild und t-online.
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Hohe Kosten treiben Bäckerei Moos in die Insolvenz
Als Hauptursache für die wirtschaftlichen Probleme nennt das Unternehmen die gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energie. „Rohstoffe wie Mehl und Energie, die für die Backöfen gebraucht werden, sind deutlich teurer geworden“, erklärte Unternehmenssprecher Holger Voskuhl gegenüber Bild. Die höheren Ausgaben hätten sich nicht mehr vollständig über die Verkaufspreise ausgleichen lassen.
Besonders bemerkenswert: Nach Angaben des Unternehmens ist die Bäckerei derzeit noch nicht zahlungsunfähig. Das Schutzschirmverfahren soll ermöglichen, den Betrieb frühzeitig zu sanieren und eine drohende Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Dabei bleibt die Geschäftsführung weiterhin im Amt. Unterstützt wird sie durch den Sanierungsgeschäftsführer Stefan Hofherr. Als Sachwalter überwacht Rechtsanwalt Prof. Dr. Jan Roth das Verfahren.
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Bleiben die 59 Filialen nach der Insolvenz geöffnet?
Für Kunden gibt es vorerst Entwarnung. Die Produktion und der Verkauf laufen zunächst unverändert weiter. Brot, Brötchen und andere Backwaren werden weiterhin hergestellt und in den Filialen angeboten. Auch die Beschäftigten sollen zunächst finanziell abgesichert sein. Nach Angaben des Unternehmens werden die Löhne und Gehälter für Oktober, November und Dezember über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.
Wie die Sanierung konkret aussehen wird, steht derzeit noch nicht fest. Derzeit würden verschiedene Möglichkeiten geprüft und Gespräche geführt, erklärte Unternehmenssprecher Voskuhl. Das reguläre Insolvenzverfahren soll voraussichtlich im Januar 2027 eröffnet werden. Ob dafür Filialen geschlossen oder Arbeitsplätze abgebaut werden müssen, ist noch offen.
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Traditionsbäckerei kämpft um ihre Zukunft
Die Bäckerei Moos ist nicht das einzige Unternehmen der Branche, das unter dem Kostendruck leidet. Gestiegene Energie- und Rohstoffpreise sowie veränderte Einkaufsgewohnheiten setzen zahlreiche Bäckereien unter Druck.