Nächster Rossmann-Rückruf: Tee auf keinen Fall trinken
ruhr24 Service Rückrufe & Warnungen Nächster Rossmann-Rückruf: Tee auf keinen Fall trinken Von: Lisa Bender Uns auf Google folgen Zweiter Rossmann-Rückruf innerhalb weniger Wochen – dieses Mal steckt ein gefährlicher Stoff in einem Getränk, das inzwischen fast jeder trinkt. Dortmund – Noch keine vier Wochen ist es her, dass Rossmann ein Produkt wegen Salmonellen aus dem Verkehr ziehen musste. Jetzt folgt der nächste Rückruf. Tee enthält Rückstände eines Pflanzenschutzmittels – und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) spricht von einem unmittelbaren Risiko für die Gesundheit. Nächster Rossmann-Rückruf: „Unmittelbares Risiko für die Gesundheit“ Immer mehr Menschen ersetzen ihren Kaffee – unter anderem mit Grüntee. Das bringt Probleme mit sich, wie das ZDF in einer aktuellen Reportage über Matcha zeigt. Beispielsweise landen zunehmend minderwertige Produkte auf dem Markt. Oder Tee, in dem laut BVL riskante Wirkstoffe zu finden sind. Die Herstellerfirma TryMoin GmbH aus Berlin hat am Freitag (7. August) über den Lebensmittelrückruf für das Produkt „Try Moin Bio Matcha Pure“ informiert. Der Grund: In der betroffenen Charge wurde Tebuconazol nachgewiesen. Ein Fungizid – also ein Mittel, das Pilzbefall an Pflanzen bekämpft, in Lebensmitteln selbst aber nichts zu suchen hat. Matcha-Rückruf: Rossmann und Globus müssen Tee aus dem Verkauf nehmen Das Grünteepulver wurde bei Rossmann und der Supermarktkette Globus verkauft. Laut BVL sind nach aktuellem Stand Filialen in den Bundesländern Bayern, Berlin, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt betroffen. Die Details zum Rückruf im Überblick: Produkt: Try Moin Bio Matcha Pure Füllmenge: 30 Gramm Chargennummer: M-P-002 EAN: 4262397271654 Mindesthaltbarkeitsdatum: 23.02.2028 Hersteller: TryMoin GmbH, Berlin Alle Lebensmittelrückrufe und Produktwarnungen direkt aufs Smartphone – jetzt RUHR24 bei WhatsApp folgen! Matcha von Rossmann bloß nicht trinken – riskanter Wirkstoff entdeckt Was ist das Problem mit Tebuconazol? Der Stoff gehört laut einem Bericht der Deutschen Forschungsgemeinschaft von 2026 zu den verbreiteten Fungizidwirkstoffen in der Landwirtschaft und wird im Obst-, Gemüse- und Weinbau eingesetzt. Allerdings steht er im Verdacht, die Fortpflanzung zu beeinträchtigen und das ungeborene Kind zu schädigen. Das Bundesamt spricht in der aktuellen Rückruf-Meldung von einem „unmittelbaren Risiko für die menschliche Gesundheit“. Tierversuche haben entsprechende Hinweise geliefert – beim Menschen ist die Gefahr noch nicht abschließend belegt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte bereits 2008 vorgeschlagen, Tebuconazol mit dem Hinweis zu kennzeichnen, dass es das Kind im Mutterleib möglicherweise schädigen kann. Besonders vorsichtig sein sollten also Schwangere – aber auch alle anderen sollten das betroffene Produkt nicht verwenden. Wegen Rückruf bei Rossmann und Globus: Tee nicht trinken – unbedingt umtauschen Wie der Wirkstoff in das Produkt gelangt ist, geht aus der Rückrufmeldung nicht hervor. Grundsätzlich können Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf behandelten Pflanzen verbleiben und so in verarbeitete Lebensmittel gelangen. Matcha-Fans, die zuletzt Pulver bei Rossmann oder Globus gekauft haben, sollten jetzt unbedingt ihre Vorräte prüfen. Haben sie den verunreinigten Tee zuhause, gilt: Auf keinen Fall trinken und in einer entsprechenden Filiale zurückgeben (mehr Rückrufe auf der RUHR24-Liste). Auch wenn das Berliner Unternehmen sparsam mit Informationen zu dem Rückruf ist, ist davon auszugehen, dass der Kaufpreis erstattet wird – auch ohne einen Kassenbon.