Nächstes Wildberries-Lager in Flammen
Startseite Politik Ukraine-Krieg aktuell: Neue Angriffe auf Russland – Nächstes Wildberries-Lager in Flammen Von: Simon Schröder, Felix Busjaeger, Christian Stör Uns auf Google folgen Aktuelle News-Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: Kiew nimmt erneut Logistikzentrum von Online-Händler ins Visier. Auch Russland startet Attacken. Update, 8:00 Uhr: In Russland steht erneut ein Wildberries-Lager in Flammen. Nach ukrainischen Drohnenangriffen im Dorf Nowaja Usman in der Oblast Woronesch wurde ein Logistikzentrum nach einer Reihe von Explosionen von Flammen erfasst. Gouverneur Alexander Gusew hatte zuvor Luftalarm wegen drohender Drohnenangriffe ausgerufen. Der Online-Riese Wildberries, dessen Bankensparte im Juli von der EU wegen finanzieller Beiträge zum russischen Staatshaushalt mit Sanktionen belegt wurde, bietet auf seiner Plattform unter anderem Drohnenkomponenten und Schutzwesten an. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Neue Angriffe aus Russland Update, 11. August, 5:30 Uhr: Russland hat Kiew und andere Großstädte der Ukraine in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Dabei wurden allein in der im Süden des Landes gelegenen Stadt Saporischschja mindestens fünf Menschen getötet und weitere 20 verletzt, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram schrieb. Es seien Industrieanlagen und Infrastruktur angegriffen worden. Aus der Hauptstadt Kiew wurde zunächst ein Verletzter gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf der Plattform Telegram von „Explosionen in der Hauptstadt“. Ukraine-Krieg aktuell: Kanada verhängt Sanktionen Update, 22:20 Uhr: Kanada hat Sanktionen gegen die Rüstungsfirma „Streit Group“ verhängt, die gepanzerte Fahrzeuge an die russische Nationalgarde geliefert haben soll. Außenministerin Anita Anand kündigte die Maßnahmen auf X an und begründete sie mit glaubwürdigen Berichten, wonach von der „Streit Group“ produzierte Panzerfahrzeuge von der russischen Nationalgarde im Ukraine-Krieg eingesetzt werden. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha begrüßte die Entscheidung und betonte: „Jedes Unternehmen, das Technologien, Ausrüstung oder Komponenten an Russlands militärisch-industriellen Komplex liefert, hilft dabei, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine aufrechtzuerhalten, und muss Konsequenzen spüren.“ Ukraine-Krieg aktuell: Russland erhält laut Selenskyj ballistische Raketen aus Nordkorea Update, 21:32 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass Russland im Ukraine-Krieg zusätzliche ballistische Raketen aus Nordkorea erhalten hat und die Entsendung eines weiteren nordkoreanischen Truppenkontingents auf russisches Territorium vorbereitet. „Das erste Mal in der Geschichte Russlands haben sie keinen sicheren strategischen Rückhalt mehr. Zum ersten Mal können sie keinen Krieg führen ohne Verstärkung aus Nordkorea“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Der Staatschef warnte zudem, dass die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea langfristig auch für Japan, Südkorea und die Philippinen zur Gefahr werde, da beide Seiten ihre Waffen und Taktiken gemeinsam weiterentwickelten. Russlands liberale Partei Jabloko wird von der Duma-Wahl ausgeschlossen – Nawalnaja äußert sich Update, 20:48 Uhr: Die russische Oppositionspolitikerin Julia Nawalnaja hat den Ausschluss der liberalen Partei Jabloko von der Parlamentswahl im September als ein Zeichen von Angst im Kreml vor den Kriegsgegnern bezeichnet. Der Kreml habe erkannt, dass die Menschen in Russland angefangen hätten, sich zusammenzuschließen, sagte die Witwe des im Straflager zu Tode gequälten russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny, der zu den schärfsten Kritikern von Kremlchef Wladimir Putin gehörte. Es gehe nicht so sehr nur um die Partei Jabloko, die einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg fordert, sagte Nawalnaja in ihrem Exil im Ausland. „Es geht darum, dass Millionen von Russen die Möglichkeit bekommen, das zu sagen, was sie wirklich über Putin und den Krieg denken“, sagte sie bei X mit Blick auf die Duma-Wahl im September. Russische Spionageoperation in Schweden: Wohl Russlands Auslandsgeheimdienst SVR involviert Update, 20:07 Uhr: Schweden hat eine russische Spionageoperation gestoppt. Der schwedische Inlandsgeheimdienst Sapo hat nach eigenen Angaben eine vom russischen Auslandsgeheimdienst SVR gesteuerte Geheimdienstoperation aufgedeckt und unterbunden, die darauf abzielte, politische Entscheidungen in Schweden zu beeinflussen und das Land sowie seine EU- und NATO-Verbündeten zu diskreditieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Drei Verdächtige, die im Schutz der diplomatischen Immunität gehandelt hätten, befänden sich nicht mehr in Schweden, sagte ein Sapo-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Die russische Botschaft in Stockholm äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Russland schließt Oppositionspartei von Duma-Wahlen aus Update, 19:00 Uhr: Russlands Oberstes Gericht hat die gegen den Ukraine-Krieg auftretende liberale Oppositionspartei Jabloko von der Parlamentswahl im September ausgeschlossen. Richter Wjatscheslaw Kirillow gab in Moskau einer Klage der kremltreuen nationalistischen Partei Rodina statt, die eine Vielzahl von Verstößen gegen russische Gesetze bei der Zulassung der Oppositionspartei beklagt hatte. Der als Erfüllungsgehilfe des Kreml kritisierte Kirillow folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die Rodinas Beschwerde gegen die Wahlleitung als gerechtfertigt ansah. Vor dem Gericht versammelten sich Hunderte Unterstützer der Partei, die „Jabloko“, „Jabloko“ riefen, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Die Partei will das Urteil anfechten. Kirillow ließ eine Berufung ausdrücklich zu. Jabloko fordert eine Beendigung des russischen Kriegs gegen die Ukraine. Die landesweite Parlamentswahl und die Kommunalwahlen sind vom 18. bis 20. September angesetzt. Update, 17:51 Uhr: Russland plant, seine Fähigkeit zum gleichzeitigen Abfeuern ballistischer Raketen von derzeit 77 auf 200 Geschosse zu erhöhen. Das sagte der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, Major Robert Brovdi, der Nachrichtenagentur AP. Brovdi bezeichnete den möglichen Ausbau als eine der größten Schwachstellen Kiews im Ukraine-Krieg: Das Land verfüge nicht mehr über ausreichend Abfangraketen für die US-amerikanischen Patriot-Systeme – die einzigen Flugabwehrwaffen im ukrainischen Arsenal, die ballistische Raketen abfangen können. „Selbst wenn sie nur die Hälfte davon schaffen, wird alles auf uns zufliegen“, sagte Brovdi. Als einzigen Ausweg nannte er gezielte Angriffe auf russische Produktionsanlagen. Update, 17:10 Uhr: Ukrainische Spezialkräfte haben die petrochemische Anlage SapSibNeftechim im russischen Gebiet Tjumen mit Drohnen angegriffen und damit einen Brand ausgelöst. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Anlage liegt rund 2000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Auch der Gouverneur des Gebiets Tjumen bestätigte ein Feuer in einer Industrieanlage infolge einer Drohnenattacke. Nach Drohnenexplosion: Moldau ruft Botschafter in Russland zurück Update, 16:31 Uhr: Vor dem Hintergrund einer explodierten Drohne im Süden des Landes hat die Republik Moldau ihren Botschafter zu Beratungen aus Russland zurückgerufen. Der Vorfall nahe der Ortschaft Crocmaz werde aufs „Schärfste verurteilt“, teilte das Außenministerium in Chișinău in sozialen Netzwerken mit. Der Zwischenfall stelle eine Verletzung der Souveränität von Moldau dar und gefährde die Sicherheit der moldauischen Bürger. Am Sonntag war eine mutmaßlich russische Drohne nahe Crocmaz an der moldauisch-ukrainischen Grenze abgestürzt und explodiert. Schäden oder Opfer gab es keine. Moldaus Präsidentin Maia Sandu verurteilte die Verletzung des moldauischen Luftraums bei X und rief zu einem Ende des russisch-ukrainischen Krieges auf. Update, 15:50 Uhr: Russland hat mit dem Aufbau seines Satellitenkommunikationssystems „Rassvet“ begonnen. Das hat Generalmajor Wadym Skibitskyi, stellvertretender Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, am Montag mitgeteilt, wie der Kyiv Independent berichtet. „Moskau implementiert Rassvet, im Wesentlichen ein russisches Äquivalent des Starlink-Systems. Und sie haben begonnen, es deutlich schneller zu starten, als in ihren Plänen vorgesehen war“, sagte Skibitskyi in einem Interview mit RBC-Ukraine. Laut dem Geheimdienstoffizier schoss Russland im März 2026 erstmals 16 Rassvet-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. Im Ukraine-Krieg könnte das System künftig eine ähnliche Rolle spielen wie Starlink auf ukrainischer Seite – sobald eine vollständige Konstellation aus 292 Satelliten bis 2027 aufgebaut ist. Ukraine mit Angriff auf russische Region Tatarstan Update, 15:00 Uhr: In der Region Tatarstan sind nach russischen Angaben 13 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern des „massiven“ Angriffs am Montag sei auch ein Kind, teilten die regionalen Behörden mit. 75 weitere Menschen wurden demnach verletzt. In der Ukraine wiederum wurden laut Behörden sechs Menschen bei russischen Angriffen getötet. Unter den Toten im russischen Nischnekamsk waren laut der Regionalregierung von Tatarstan tadschikische und usbekische Staatsbürger. 21 der 75 Verletzten wurden den Behördenangaben zufolge zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Das russische Ermittlungskomitee, das für die Verfolgung besonders schwerwiegender Straftaten zuständig ist, kündigte eine Untersuchung wegen eines „Anschlags“ an. „Nach Angaben der Ermittler haben die ukrainischen Streitkräfte mit Drohnen ein Wohngebiet sowie Industrieanlagen in Nischnekamsk ins Visier genommen“, erklärte das Komitee. Ukraine trifft russische Ölraffinerie – Brand bricht aus Update, 13:16 Uhr: In der Nacht vom 9. auf den 10. August haben die ukrainischen Verteidigungskräfte die Ölraffinerie Taneko in der russischen Republik Tatarstan getroffen, wodurch dort ein Brand ausbrach. Das teilte der Generalstab der Ukraine mit. Demnach schlugen die Streitkräfte in der Stadt Nischnekamsk zu; Informationen zu den genauen Auswirkungen des Angriffs würden noch gesammelt. Darüber hinaus griffen ukrainische Einheiten eine russische Reparatureinheit in der Ortschaft Chrustalnyj in der Oblast Luhansk an, ein Logistik- und Materiallager in Nowoselyd wka sowie ein Feldartilleriedepot in Bojowe in der Oblast Donezk. Der Generalstab bestätigte zudem die Ergebnisse vorangegangener Angriffe: Bei dem Angriff auf die Ölraffinerie Ilski in der russischen Region Krasnodar am 8. August wurde die primäre Destillationsanlage AVT-6 beschädigt. Der Angriff auf den Flugplatz Hwardijske auf der von Russland besetzten Krim am 3. August zerstörte neun liegende Tanks mit Flugbenzin und beschädigte zwei Flugzeughangars. Ukraine-Krieg aktuell: Mehrheit in der Ukraine davon überzeugt, dass Kiew den Krieg gewinnt Update, 11:52 Uhr: Mehr als 80 Prozent der Ukrainer sind überzeugt, dass ihr Land den Krieg gegen Russland letztlich für sich entscheiden wird. Das geht aus einer Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS) hervor, die zwischen dem 16. und 31. Juli 2026 durchgeführt wurde. Darin heißt es: „Die überwältigende Mehrheit der Ukrainer – 82 Prozent – glaubt, dass die Ukraine den Krieg letztendlich gewinnen wird, davon sind 59 Prozent völlig davon überzeugt (die übrigen 23 Prozent glauben eher, dass die Ukraine gewinnen wird).“ Update, 10:46 Uhr: Polen will künftig seine Bürger per SMS darüber informieren, wenn seine Luftwaffe während Angriffen gegen die Ukraine Kampfjets aufsteigen lässt. Damit ziehe man eine Konsequenz aus dem Raketenabsturz Ende Juli, sagte Vize-Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka dem Portal Wirtualna Polska. Am 30. Juli war während schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine ein Flugobjekt in den Luftraum des NATO-Staats Polen eingedrungen und in der Nähe der Stadt Lublin abgestürzt. Nach Angaben der Regierung in Warschau handelte es sich um einen russischen Marschflugkörper vom Typ Ch-101. Verletzt wurde niemand. Bürger in der betroffenen Region beklagten anschließend, über die Gefahrensituation unzureichend informiert worden zu sein. Zwar hätten in der Großstadt Lublin und benachbarten Landkreisen die Sirenen geheult. Jedoch hat zunächst niemand gewusst, worin die Gefahr besteht. Ukraine-Krieg aktuell: Neue Details zu Russlands Rüstungsindustrie Update, 9:40 Uhr: Russland hat die Produktion der Kinschal-Aeroballistik-Raketen im April eingestellt, um stattdessen die Fertigung anderer, präziserer Raketentypen hochzufahren. Das erklärte Generalmajor Wadym Skibizkyj, stellvertretender Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes (DIU), in einem Interview mit RBC-Ukraine. Mit Blick auf die gesteigerte Produktion ballistischer Raketen in Russland sagte Skibizkyj, die Russen verfügten inzwischen über ein „vereinfachtes System der technischen Qualitätskontrolle bei der Raketenproduktion“ und sähen sich „echten Konsequenzen beim Verfehlen der Produktionsziele“ ausgesetzt. „Die Russen konnten die Produktion ballistischer Raketen auch deshalb steigern, weil sie die Produktion der Kinzhal-Raketen eingestellt haben. Daher wird der Raketentreibstoff nicht mehr für Kinzhal-Raketen, sondern für andere ballistische Raketen verwendet.“ Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die Angriffe im Ukraine-Krieg gehen mit unverminderter Härte weiter. So haben die ukrainischen Streitkräfte in der Nacht zum 10. August den Industriestandort Nischnekamsk attackiert. Wie die Telegram-Kanäle Dozhd und Astra berichten, filmten Anwohner zahlreiche unbemannte Flugkörper über der Stadt sowie aufsteigende Rauchsäulen. Laut russischen Nachrichtenagenturen handelte es sich um einen großen Drohnenangriff. Den dortigen Behörden zufolge wurden mehrere Menschen getötet. In Nischnekamsk befindet sich eine der größten Ölraffinerien in Russland. Der Industriekomplex in der Stadt gilt als zentrales Element der russischen Energieinfrastruktur: Neben der hochmodernen TANECO-Raffinerie des Ölkonzerns Tatneft sind dort auch die Anlage TAIF-NK sowie das Petrolchemiewerk Nischnekamskneftekhim des Sibur-Konzerns angesiedelt – einer der größten Petrochemie-Standorte Europas. Nischnekamsk liegt in der Region Tatarstan rund 1000 Kilometer östlich von Moskau. Angriff von Russland Auch Russland startete in der Nacht neue Angriffe auf die Ukraine. Dabei sind in der ukrainischen Stadt Sumy den örtlichen Behörden zufolge mindestens fünf Menschen verletzt worden. Wie die Militärverwaltung der Stadt Sumy mitteilte, wurden in den beiden Stadtbezirken Saritschnyi und Kowpakiwskyi Wohnhäuser und zivile Infrastruktur beschädigt. Russland setzte dabei erneut gelenkte Luftbomben ein – ein Angriffsmuster, das es in Sumy zuletzt regelmäßig gegeben hat. Unterdessen ist die Zahl der am Vortag beim russischen Angriff auf den ukrainischen Hafen von Odessa verletzten Personen auf 14 gestiegen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte daraufhin seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin angeklagt: „Damit führen die Russen Krieg gegen die weltweite Ernährungssicherheit.“ Die Häfen von Odessa sind die Hauptroute für die umfangreichen Agrarexporte der Ukraine.