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Nahost: Iran beschießt Jordanien und Bahrain - und wird selbst massiv angegriffen

Welt

Erstmals seit Wochen ist Jordanien wieder Ziel iranischer Raketenangriffe geworden. Die jordanischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten acht Raketen abgefangen. Durch die Abwehr seien Trümmerteile herabgestürzt. Verletzt worden sei niemand, auch Sachschäden habe es nicht gegeben. Nach Angaben eines Regierungssprechers wurden landesweit Sirenen ausgelöst, als die Geschosse in den jordanischen Luftraum eindrangen. Die US-Botschaft in Amman rief US-Staatsbürger wegen Berichten über Raketen, Drohnen oder andere Flugkörper dazu auf, umgehend geschützte Bereiche aufzusuchen, in Gebäuden zu bleiben und Warnmeldungen sowie behördliche Anweisungen zu befolgen. In sozialen Medien wurde zuvor über Raketenstarts aus mehreren iranischen Provinzen berichtet. Parallel meldete Iran Angriffe auf US-Ziele in der Region. In Bahrain seien demnach unter anderem US-Zerstörer und weitere Schiffe vor der Küste mit Marschflugkörpern attackiert worden. Teheran bezeichnete dies als Reaktion auf Bombardierungen durch das US-Militär in den vergangenen beiden Tagen. Zuvor hatte Iran Angriffe auf Kuwait und Bahrain gemeldet. Zudem sei ein Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen vom Typ »Cheibarschekan« beschossen worden. Über 90 Ziele bombardiert In Iran wächst derweil nach US-Luftangriffen die Sorge vor einer Rückkehr zum offenen Krieg. Die USA erklärten, rund 90 militärische Ziele bombardiert zu haben – es ist die zweite Nacht mit Angriffen in Folge. Dabei wurden Angriffe aus fünf Provinzen gemeldet, auf der wichtigen Bahnstrecke Teheran–Maschhad kam der Personenverkehr zum Erliegen. Die militärische Eskalation fällt in eine Phase der Trauerfeiern für den getöteten Obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei. Am Donnerstag sollte er im Imam-Reza-Schrein in Maschhad beerdigt werden. Im Irak kamen nach offiziellen Angaben Millionen Menschen zu Gedenkfeiern zusammen. Khamenei war am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Danach führten die USA und Israel wochenlang Krieg gegen Iran. Anfang April wurde eine Waffenruhe vereinbart, dennoch kam es wiederholt zu gegenseitigen Angriffen.

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