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Nahost-Krieg aktuell: Iran räumt Probleme bei Kontakt mit Führer ein

Welt

Newsblog zum Krieg in Nahost Iran: Kommunikation mit obersten Führer "sehr schwierig" Aktualisiert am 06.08.2026 - 03:18 UhrLesedauer: 4 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Laut Berichten stehen die USA und der Iran vor einem Übergangsdeal. Der Iran räumt Kommunikationsprobleme mit seinem obersten Führer ein. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 6. August Iran: Kommunikation mit oberstem Führer "sehr schwierig" Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die Kommunikation mit dem neuen obersten Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, als "momentan sehr schwierig" bezeichnet. "Es ist momentan sehr schwierig, mit ihm zu kommunizieren, aber auf jeden Fall ist seine Anwesenheit eine sehr große Quelle der Kraft für uns, um weiterzumachen", sagte Peseschkian am Mittwoch. Warum es schwierig sei, mit ihm zu sprechen, sagte Peseschkian nicht. Ayatollah Ali Chamenei, der seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik gestanden hatte, war am ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran am 28. Februar getötet worden. Sein Sohn Modschtaba Chamenei wurde iranischen Angaben zufolge bei dem Angriff verletzt. Er wurde zum Nachfolger seines Vaters ausgerufen, trat bislang aber nicht öffentlich auf. Auch an den sechstägigen Trauerfeiern für seinen getöteten Vater nahm er offenbar nicht teil. Mittwoch, 5. August Teheran: Neue Einigung in der Straße von Hormus Der Iran und der Oman haben sich nach Angaben aus Teheran auf eine neue Route durch die Straße von Hormus verständigt. Beide Seiten hätten sich auf die "geografischen Koordinaten" für die Route durch die Meerenge geeinigt, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, am Mittwoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Eine gemeinsame Erklärung zu den zentralen Punkten der Vereinbarung werde derzeit fertiggestellt, sagte der Sprecher weiter – "wenn bestimmte dritte Parteien den Prozess nicht behindern". Der Iran und der Oman hatten über eine neue Route durch die seit Beginn des Iran-Kriegs weitestgehend durch Teheran blockierte Straße von Hormus beraten. Die Meerenge ist für den weltweiten Erdöl- und Erdgashandel von enormer Bedeutung. Netanjahu widerspricht Trump zu Einigung mit Hamas Israel hat laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem kürzlich verkündeten Plan des Friedensrats zur Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen nicht zugestimmt. Israel sei ein "Entwurf" zugeschickt worden, sagte Netanjahu in einer in sozialen Medien verbreiteten Videobotschaft. "Wir haben nicht zugestimmt." Israel habe stattdessen Anmerkungen geschickt. Details dazu nannte Netanjahu zunächst nicht. Der israelische Regierungschef äußerte sich damit erstmals öffentlich zu dem Plan des von US-Präsident Donald Trump gegründeten Friedensrats. Er sieht vor, dass die islamistische Terrororganisation Hamas ihre Waffen abgibt und Israels Armee aus dem Gazastreifen abzieht. Trump hatte am Freitag mitgeteilt, der Friedensrat habe eine Einigung auf eine "vollständige Entwaffnung" der Hamas erzielt. Nun widerspricht Netanjahu öffentlich. Netanjahu macht die vollständige Entwaffnung der Terrorgruppe Hamas zu Bedingung für einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen. Im Libanon praktiziert Israels Armee laut einem Bericht der Zeitung "Le Monde" ein ähnliches Modell. Demnach entwaffnet die libanesische Armee Kämpfer der Terrorgruppe Hisbollah, im Gegenzug zieht das israelische Militär aus den entsprechenden Regionen ab. Bericht: USA und Iran vor Übergangsdeal in Straße von Hormus Im Iran-Krieg stehen die USA, der Iran und der Oman dem US-Portal "Axios" zufolge kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der für die Handelsschifffahrt wichtigen Straße von Hormus. Demnach streben die USA bereits für heute eine Einigung an, berichtet "Axios" unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion. US-Präsident Donald Trump sagte vor Reportern auf den Medienbericht hin angesprochen, es könnte passieren, dass die Meerenge am Mittwoch geöffnet wird – oder am darauffolgenden Tag. Er sprach von Fortschritten. Dem Sender Fox News sagte der Republikaner in einem Interview außerdem, man führe "sehr gute" Gespräche. "Axios" schrieb weiter, die Übergangslösung erfülle einige der Forderungen des Iran und gebe ihm mehr Kontrolle über diese strategisch wichtige Meerenge, als er vor dem Krieg hatte. Vom Weißen Haus oder anderen US-Behörden gab es zunächst keine Stellungnahme. Dienstag, 4. August Schiff sinkt nach Beschuss im Roten Meer Im Roten Meer ist vor der Küste des Jemen am Dienstag ein unter indischer Flagge fahrendes Handelsschiff angegriffen worden und gesunken. Die Küstenwache habe alle Besatzungsmitglieder der "Faize Noore Oliya" – darunter 13 indische Staatsangehörige und ein Staatsbürger des Jemen – gerettet, teilte ein Beamter aus der jemenitischen Stadt Mokka mit. Seinen Angaben zufolge war das Schiff südlich der von der pro-iranischen Huthi-Miliz kontrollierten Hafenstadt Hodeida angegriffen worden. Die international anerkannte Regierung des Jemen machte die Huthis für den Angriff verantwortlich, wie die amtliche Nachrichtenagentur Saba berichtete. Die von Teheran unterstützte Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither nach eigenen Angaben saudi-arabische Öltanker und Ölanlagen angegriffen. Saudi-Arabien griff seinerseits Ziele in von den Huthis kontrollierten Gebieten an.

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