Nahost-Krieg aktuell: Iranischer Präsident reagiert auf interne Kritik
Newsblog zum Krieg in Nahost Iranischer Präsident äußert sich zu interner Kritik Aktualisiert am 08.08.2026 - 04:06 UhrLesedauer: 10 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Der iranische Präsident will weiter mit den USA reden. Die Huthis greifen im Jemen an. Alle Entwicklungen im Newsblog. Samstag, 8. August Iranischer Präsident äußert sich zu interner Kritik Der iranische Präsident Massud Peseschkian verteidigt trotz des Widerstands von Hardlinern Verhandlungen mit den USA. "Wenn wir unsere Rechte im Dialog durchsetzen können, warum sollten wir das dann nicht tun?", sagt er in einem am Freitag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die meisten ranghohen Kommandeure befürworteten Gespräche über ein Abkommen, das die Kämpfe beenden solle, sagt Peseschkian weiter. Dabei verweist er auf das Verhältnis zwischen Washington und Peking: "Der größte Feind Amerikas ist China. Warum bekämpfen die beiden einander nicht?" China gehe seinen eigenen Weg und werde immer stärker. Analysten zufolge könnten Anzeichen für Spannungen zwischen Peseschkian und anderen Akteuren im Machtapparat – etwa dem obersten geistlichen Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei und den Revolutionsgarden – die diplomatischen Bemühungen erschweren. Freitag, 7. August Huthis starten weitere Angriffe im Jemen Die Huthi-Miliz hat nach Angaben regierungsnaher Medien erneut Ziele in der jemenitischen Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten am Morgen mehrere Explosionen am Stadtrand von Marib gehört. Über einem Militärlager der international anerkannten jemenitischen Regierung seien Rauchwolken aufgestiegen. Der regierungsnahe Fernsehsender Saba TV berichtete, dass die Luftabwehr mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen über Marib abgefangen habe. Zugleich habe die Huthi-Miliz die Stadt mit Raketen und Drohnen beschossen. Opfer hat es nach bisherigen Erkenntnissen nicht gegeben. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht zu den Angriffen. Bereits am Donnerstag hatte die Miliz nach eigenen Angaben Militärlager der Regierung in den Provinzen Marib und Hadramaut angegriffen. Militärsprecher Jahja Sari kündigte weitere Angriffe an. Schiffsverkehr durch Straße von Hormus deutlich zurückgegangen Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist in dieser Woche deutlich zurückgegangen. Von Montag bis Donnerstag passierten Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge lediglich 33 Schiffe die Meerenge im Persischen Golf. Im selben Zeitraum der Vorwoche waren es noch 50. Am Donnerstag fuhren vier Schiffe durch die Straße von Hormus. Darunter befand sich der Großtanker "Nissos Kea", der rund zwei Millionen Barrel im Irak geladenes Basrah-Rohöl transportierte. Bei den übrigen Schiffen handelt es sich um zwei Flüssiggas-Tanker und einen kleineren Massengutfrachter. Insgesamt verließen in dieser Woche Kpler zufolge nur sechs Rohöltanker die Straße von Hormus. 21 Schiffe fuhren ein, die meisten davon über die iranische Route. Vor dem Iran-Krieg passierten üblicherweise 130 bis 140 Schiffe in dem Zeitraum die Meerenge. Im Zuge des Iran-Kriegs, der mit den Angriffen der USA und Israels am 28. Februar begann, hat der Iran die Durchfahrt blockiert. Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan wollen offenbar Sicherheitsabkommen schließen Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan wollen Insidern zufolge ein Verteidigungsabkommen unterzeichnen. Die Vereinbarung solle in Saudi-Arabien besiegelt werden, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Details sind zunächst nicht bekannt. Riad strebt eine engere Sicherheitszusammenarbeit mit Verbündeten an und warnt vor einer zunehmenden Bedrohung durch vom Iran unterstützte Gruppen. Einem saudischen Regierungsvertreter zufolge könnten geplante Angriffe dieser Gruppen darauf abzielen, die diplomatischen Bemühungen um eine Entspannung im Verhältnis zum Iran zu stören. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif ist bereits in Saudi-Arabien eingetroffen, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wird noch erwartet. Elf Zivilisten bei Angriffen in Saudi-Arabien verletzt Nach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses im Jemen sind bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz mindestens elf Zivilisten in Saudi-Arabien verletzt worden. Sieben seien saudische Staatsbürger gewesen, die bei dem Beschuss in der Region Nadschran unter anderem Verbrennungen erlitten hätten, teilte Koalitionssprecher Turki al-Maliki in der Nacht auf der Plattform X mit. Zudem seien zwei Staatsbürger Ägyptens sowie einer Pakistans und einer des Jemens aufgrund der "terroristischen Huthi-Angriffe" am Donnerstag verletzt worden. Trump sieht baldiges Ende des Kriegs US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigener Aussage mit einem baldigen Ende des Kriegs gegen den Iran. "Ich glaube, er wird ziemlich bald vorbei sein", sagt Trump. Er gehe nicht davon aus, dass der Iran noch viel länger durchhalten könne. Zugleich räumt er ein, dass die US-Streitkräfte bei einigen Waffen mit Engpässen zu kämpfen haben. "Wir haben bestimmte Arten von Munition, die sehr schlagkräftig sind und von denen wir unbegrenzte, praktisch unbegrenzte Vorräte haben", sagt Trump. "Bei anderen ist es ein wenig knapper." Saudi-Arabien befürchtet Huthi-Angriff Saudi-Arabien stellt sich nach Angaben eines Regierungsbeamten auf "mehrere koordinierte Angriffe" irakischer Milizen in Zusammenarbeit mit den iranisch unterstützten Huthi-Rebellen ein. Im US-Sender CNN verwies der saudische Vertreter auf "mehrere Geheimdienstberichte" aus dem eigenen Land und der Region, wonach die Milizen "in Koordination mit den Huthis" in "sehr naher Zukunft" Ziele in dem Golfstaat angreifen wollten – angeleitet von den iranischen Revolutionsgarden (IRGC). Donnerstag, 6. August Mehrere Tote bei Huthi-Angriffen im Jemen Bei Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen sind Regierungskreisen zufolge mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Aus Quellen der international anerkannten Regierung hieß es heute, mindestens zehn Menschen seien dabei getötet und fünf weitere verletzt worden. Andere Quellen sprachen von insgesamt 45 Menschen, die getötet oder verletzt worden seien.