Nahost-Krieg aktuell: Trump droht Iran mit Enthauptung
Newsblog zum Krieg in Nahost Trump droht Iran mit Enthauptung – "letzte Chance" Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Der Friedensplan für Gaza droht zu scheitern. Trump kündigt für Montag neue Gespräche mit dem Iran an. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 4. August Trump: Iran droht die "Enthauptung" Donald Trump sagt, dem Iran drohe eine "Enthauptung", sollte er keinem Abkommen zur Beendigung des Konflikts zwischen den beiden Ländern zustimmen. Der US-Präsident hat neue Gespräche mit Teheran zudem als "letzte Chance" für das islamistische Regime bezeichnet. Man befinde sich in Gesprächen – und zwar auf Wunsch des Irans, sagte Trump im Weißen Haus. Der 80-Jährige bekräftigte, dass verschiedene Staaten die USA darum gebeten hätten, der Diplomatie eine letzte Chance zu geben. "Das ist eine letzte Chance für sie, ein gutes Dokument zu unterzeichnen", sagte er mit Blick auf den Iran. Einmal mehr untermauerte er seine Worte dabei mit einer martialischen Drohung: "Ich möchte ihnen jede letzte Chance vor der Enthauptung geben". Trumps Darstellung zufolge drehen sich die Gespräche um die Öffnung der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus. Demnach geht es darum, die Meerenge bis diesen Dienstag vollständig zu öffnen. In einer zweiten Phase soll es seiner Darstellung nach dann um die "Denuklearisierung" des Irans gehen - das werde länger dauern, räumte Trump ein. Frachtschiff in Straße von Hormus angegriffen In der Straße von Hormus ist vor der Küste des Omans erneut ein Schiff angegriffen worden. Der Frachter sei von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Der Vorfall ereignete sich demnach rund 37 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Al Khasab. Die Behörde machte zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten auf dem Frachter. In der Straße von Hormus haben Teherans Streitkräfte seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar immer wieder Tanker und andere Schiffe angegriffen. Damit brachten sie den Verkehr in der strategisch wichtigen Meerenge fast zum Erliegen. Der Iran verhandelt derzeit mit dem anderen Anrainer der Meerenge, dem Oman, um die Festlegung vorläufiger Schifffahrtskorridore. Montag, 3. August Trump: Gespräche mit dem Iran finden derzeit statt Die Verhandlungen der Vereinigten Staaten mit dem Iran haben nach den Worten von US-Präsident Donald Trump begonnen. Die Gespräche "laufen gerade", sagte Trump am Montag vor Journalisten im Weißen Haus. Die Gespräche fänden auf Wunsch des Iran und mit "Unterstützung" Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und Katars statt. Dies sei "die letzte Chance" für den Iran, ein gutes Abkommen zu erreichen, fuhr der US-Präsident fort. Die Gespräche sollten sich insbesondere um die Wiederöffnung der für den weltweiten Erdöl- und Erdgastransport höchst wichtigen Straße von Hormus drehen, sagte Trump. Trump hatte zuvor für Montag neue Gespräche mit dem Iran über eine Beendigung des Kriegs angekündigt. Der Iran bestritt Trumps Angaben. "Wir verhandeln derzeit nicht mit den Vereinigten Staaten", sagte der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei. Gespräche führe sein Land mit dem Oman, um die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu sichern. Trumps Friedensplan gerät zwischen die Fronten Israel lehnt einen Rückzug seiner Truppen aus dem Gazastreifen und einen Stopp von Angriffen in dem Gebiet gegenwärtig ab. "Israel wird sich nicht von der derzeitigen Linie im Gazastreifen zurückziehen und weiterhin jede Bedrohung für unsere Bürger und Soldaten vereiteln", teilte ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter mit. Beide Schritte sind Teil eines Fahrplans des Gaza-Friedensrats, der auch eine Übergabe der Waffen durch die islamistische Terrororganisation Hamas und andere bewaffnete Gruppierungen vorsieht. Nach dem Fahrplan des Friedensrats sollen Israel und die Hamas sowie andere bewaffnete palästinensische Gruppierungen im Gazastreifen die Kampfhandlungen einstellen. Anschließend soll eine palästinensische Übergangsverwaltung, unterstützt von einer internationalen Stabilisierungstruppe, als alleinige Autorität die Kontrolle über Verwaltung und Sicherheit im Gazastreifen übernehmen. Schwere Waffen sollen eingelagert sowie Waffenlager und Produktionsstätten stillgelegt, Tunnel unbrauchbar gemacht werden. Der Prozess soll international überwacht und schrittweise umgesetzt werden. Es herrscht jedoch Skepsis über die Umsetzung des Plans. Die Hamas machte die Abgabe schwerer Waffen von mehreren Bedingungen abhängig, darunter dem Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen und der Gründung eines palästinensischen Staates. Israel betonte dagegen, dass es ohne eine tatsächliche Entwaffnung der Hamas keinen Abzug seiner Truppen aus dem Gazastreifen geben werde. Explosion in Nähe von Tanker in Straße von Hormus gemeldet In der Straße von Hormus hat sich nahe eines Tankers offenbar eine Explosion ereignet. Der Kapitän des Tankers habe gemeldet, dass er eine "Explosion in unmittelbarer Nähe des Schiffes" gehört habe, erklärte die britische Seefahrtbehörde UKMTO in der Nacht auf Montag im Kurzbotschaftendienst X. Der Tanker und die Besatzung seien in Sicherheit. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge 20 Seemeilen (37 Kilometer) nordöstlich der omanischen Stadt Chasab. Die Straße von Hormus verläuft zwischen dem Iran und dem Oman. UKMTO erklärte, Schiffe sollten die Meerenge mit Vorsicht durchfahren und "verdächtige Aktivitäten" melden. Der Iran hatte am Sonntag erklärt, vor einer Einigung mit dem Oman über eine neue Route durch die Meerenge zu stehen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, betonte im Staatsfernsehen aber, dies bedeute nicht, dass die Meerenge wiedereröffnet werde.