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Nahost-Krieg aktuell: US-Helikopter beschießt Tanker in Golf von Oman

Allgemein

Newsblog zum Krieg in Nahost US-Helikopter beschießt Tanker im Golf von Oman Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die US-Armee setzt ihre Seeblockade gegen Iran fort. Zwischen Israel und Libanon soll es neue Gespräche geben. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 11. August US-Helikopter beschießt Tanker in Golf von Oman Das US-Militär hat einen Tanker bei dem Versuch beschossen, die amerikanische Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen. Ein Helikopter des Typs MH-60 habe zwei Hellfire-Raketen auf das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff "M/V Vela Nova" gefeuert, als es auf einen iranischen Hafen zusteuern wollte, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Zuvor habe die Besatzung "wiederholte Warnungen" ignoriert. Zunächst war unklar, ob bei dem Vorfall Menschen verletzt oder getötet wurden. Zuvor hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) von einem Zwischenfall im Golf von Oman berichtet. Dabei seien ein Containerschiff und Streitkräfte ohne Nennung eines Landes involviert, hieß es. Die USA blockieren seit Mitte Juli wieder iranische Häfen und Küstengebiete. Ziel der Blockade ist es unter anderem, Teheran Einnahmen aus dem Ölexport zu verwehren. Schiffen wird nicht erlaubt, iranische Häfen anzusteuern oder von dort abzulegen. In der Folge war es immer wieder zu Beschuss von Schiffen gekommen, auch wurden Tanker zu einer Kursänderung gedrängt. US-Vertreter verkündet neue Libanongespräche In der italienischen Hauptstadt Rom wird es im September eine neue Gesprächsrunde in den Verhandlungen über ein Friedensabkommen zwischen Israel und dem Libanon geben. "Die politischen Vertreter werden Anfang September im Rom zusammenkommen – bis dahin werden die Gespräche in Beirut, Jerusalem und Washington fortgesetzt", erklärte ein Vertreter des US-Außenministeriums am Dienstag. Die US-Regierung sei "zuversichtlich, was den weiteren Verlauf angeht". Israel und der Libanon hatten sich im Juni unter US-Vermittlung auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, einen schrittweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanon und zugleich die Entsendung der libanesischen Armee in die Region vorsieht. Dies sollte zunächst in zwei "Pilotzonen" erfolgen, später sollten weitere Gebiete hinzukommen. Vergangene Woche wurde in Rom die siebte Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon abgehalten. Der US-Diplomat verwies nun darauf, dass erste Schritte bereits ergriffen worden seien. Demnach sei die libanesische Armee bereits in den ersten Pilotzonen aktiv, "und die Arbeitsgruppen haben ihre Formulierungen, Karten und Verfahren aufeinander abgestimmt". Als nächstes werde die libanesische Regierung "detaillierte Fahrpläne für die Sicherung neuer Gebiete vorlegen". Während die libanesische Regierung mit Israel verhandelt, lehnt die pro-iranische Hisbollah alle Gespräche ab und weigert sich, ihre Waffen abzugeben. USA attackieren Ölfrachter nahe der Straße von Hormus Das US-Militär hat am Dienstag im Golf von Oman einen Tanker attackiert, der trotz der amerikanischen Blockade einen iranischen Hafen anlaufen wollte. Das berichtete das "Wall Street Journal". Demnach habe das Schiff, das unter der Flagge Panamas fährt, Warnungen der US-Marine ignoriert. Von einem Helikopter aus sei dann das Ruder des Frachters mit einer Rakete beschossen worden. Verletzt worden sei niemand. Der Iran blockiert die Meerenge von Hormus seit Beginn der US-Angriffe im Februar. Die USA hindern im Gegenzug Schiffe daran, iranische Häfen anzulaufen. Bemühungen um eine dauerhafte Öffnung der Schifffahrtsstraße schlugen bislang fehl. Am Dienstag zog der Ölpreis wieder kräftig an. "Da es keine positiven Meldungen zu den Verhandlungen über die Wiederöffnung der Meerenge gibt, ist der Druck auf die Ölpreise gestiegen", erläuterte Analyst Jason Wong von der neuseeländischen Bank BNZ. Huthi-Rakete trifft Tanker am Tor der Tränen Bei einem Raketenangriff auf ein jemenitisches Handelsschiff in der Meerenge Bab al-Mandab sind nach jemenitischen Angaben sechs Menschen getötet worden. Zehn weitere Menschen wurden verletzt, wie die Küstenwache mitteilte. Bei den Getöteten handelt es sich demnach um vier Besatzungsmitglieder: drei Pakistaner und einen Indonesier. Hinzu kommen zwei Soldaten, die Teil eines Rettungsteams waren. Das Schiff "Tahama", das Lebensmittel geladen habe, wurde nach Regierungsangaben am Morgen während der Fahrt durch die strategisch wichtige Meerenge von drei ballistischen Raketen getroffen. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen. Als Rettungskräfte versuchten Verletzte zu evakuieren, sei eine weitere Rakete auf das Schiff abgefeuert worden, hieß es. Das Verkehrsministerium machte die Huthi-Miliz für den Angriff verantwortlich. Das Ministerium forderte die internationale Gemeinschaft und zuständige Organisationen auf, dringend Maßnahmen zum Schutz der Schifffahrt und der Besatzungen im Roten Meer, in der Meerenge Bab al-Mandab und im Golf von Aden zu ergreifen. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht zu dem Angriff. Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen hatte sich zuletzt wieder zugespitzt. Die Huthi greifen in dem Rahmen auch immer wieder Schiffe im Roten Meer und der für den internationalen Handel wichtigen Meerenge Bab al-Mandab an. Saudi-Arabien unterstützt die jemenitische Regierung. Wegen der Blockade der Straße von Hormus weicht Saudi-Arabien bei der Ausfuhr seiner Exporte auf das Rote Meer aus. Doch erfolgen dort regelmäßig Raketenangriffe durch die Huthis. Nach Angaben der Energieplattform Windward gingen die saudischen Ölexporte seit Ausbruch des Kriegs am Golf um rund zwei Drittel zurück. Loading... Loading... Loading... Trump: Haben in gesamter Straße von Hormus Minen geräumt Donald Trump zufolge sind in der gesamten Straße von Hormus Minen geräumt worden. Das sagte der Republikaner im Weißen Haus vor Journalisten und betonte, dass die Meerenge für die Schifffahrt offen sei. Die USA kontrollierten die für den Öltransport wichtige Seestraße "zu 100 Prozent". Gelegentlich würde der Iran eine Mine ablegen, man finde diese Minen aber. Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der Straße. Der Nationale Sicherheitsrat des Iran knüpfte dies iranischen Medienberichten zufolge an Zugeständnisse der USA und ihrer Verbündeten. Der Iran beabsichtigt nach Angaben des Außenministeriums in Teheran zudem, von Handelsschiffen Gebühren für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben. Am Wochenende hatte Trumps Vize JD Vance gesagt, dass die Iraner zu Beginn des Kriegs eine große Anzahl an Minen verlegt hätten. Aktuell arbeite man daran, wie man einen Mechanismus für eine sichere Schifffahrt dort einrichten könne. Vance zufolge schließt das sowohl eine Minenräumung als auch Zusagen des Iran ein, keine Handelsschiffe anzugreifen USA verlängern Ausnahme für Schiffstransport von Rohstoffen Die US-Regierung hat eine Ausnahmeregelung für die Schifffahrt in Teilen um 90 Tage verlängert, um damit die Versorgung mit wichtigen Ressourcen wie Benzin, Diesel und Sojaöl sicherzustellen. Wichtigen Industriezweigen und dem Militär solle damit geholfen werden, teilte das Weiße Haus mit. Ein hochrangiger Regierungsbeamter fügte hinzu, dass die Aussetzung des sogenannten Jones Acts am 17. August in Kraft treten werde.

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