Nahost-Krieg: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth rastet bei X aus
Newsblog zum Krieg in Nahost Trumps "Kriegsminister" rastet bei X aus Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Der US-Armee gehen laut eines Berichts wohl nicht nur die Abfangraketen aus. Pete Hegseth rastet daraufhin bei X aus. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 5. August Hegseth: "Wir hassen die Fake News Medien nicht genug" US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach fast 80 Prozent der Abwehrraketen für ein wichtiges Raketenabwehrsystem des US-Militärs im Iran-Krieg aufgebraucht seien. Hegseth, der von der US-Regierung "Kriegsminister" genannt wird, bekam auf der Plattform X einen veritablen Wutanfall. Zu einem entsprechenden Banner des TV-Senders CNN schrieb er: "Dieses Banner ist NICHT WAHR, @CNN. Schämt euch." Doch Hegseth beließ es nicht dabei. Zugleich schimpfte er erneut über den TV-Sender, der ihm offenbar unliebsame Fakten präsentierte. "Wir hassen die Fake News Medien nicht genug", schrieb Hegseth. CNN hatte unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichtet, US-Militärkommandeure warnten davor, dass die Munitionsbestände des Pentagons "gefährlich niedrig" seien. In dem CNN-Bericht heißt es weiter unter Berufung auf Angaben von zwei mit dem jüngsten Bestandsbericht vertrauten Quellen, dass das US-Militär seit Kriegsbeginn fast vier Fünftel seines THAAD-Raketenbestands im Vergleich zum Vorkriegsbestand aufgebraucht und etwa die Hälfte seiner Patriot-Abfangraketen eingesetzt habe. Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) steht für ein System, das Kurz- und Mittelstreckenraketen abwehren kann. Dienstag, 4. August Schiff sinkt nach Beschuss im Roten Meer Im Roten Meer ist vor der Küste des Jemen am Dienstag ein unter indischer Flagge fahrendes Handelsschiff angegriffen worden und gesunken. Die Küstenwache habe alle Besatzungsmitglieder der "Faize Noore Oliya" – darunter 13 indische Staatsangehörige und ein Staatsbürger des Jemen – gerettet, teilte ein Beamter aus der jemenitischen Stadt Mokka mit. Seinen Angaben zufolge war das Schiff südlich der von der pro-iranischen Huthi-Miliz kontrollierten Hafenstadt Hodeida angegriffen worden. Die international anerkannte Regierung des Jemen machte die Huthis für den Angriff verantwortlich, wie die amtliche Nachrichtenagentur Saba berichtete. Die von Teheran unterstützte Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither nach eigenen Angaben saudiarabische Öltanker und Ölanlagen angegriffen. Saudi-Arabien griff seinerseits Ziele in von den Huthis kontrollierten Gebieten an. Indiens Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal teilte im Onlinedienst X mit, das Schiff sei "in der Nähe jemenitischer Gewässer von einem Geschoss getroffen worden". Indien verurteile "diesen unprovozierten Angriff aufs Schärfste", fügte er hinzu. Bessent: Chance für Iran-Deal zu Hormus heute oder morgen US-Finanzminister Scott Bessent hat eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für heute oder morgen in Aussicht gestellt. "Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen", sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC. Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung durch den Iran in der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus machte Bessent klar, er gehe davon aus, dass eine freie Durchfahrt möglich sein werde. Katar: Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg dauern an Die Vermittlungsbemühungen zur Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran dauern nach Angaben Katars weiter an. Eine Einigung gebe es zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht, sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, in der Hauptstadt Doha. Er sprach aber von laufenden diplomatischen Bemühungen, die "bereits weit fortgeschritten" seien. Die Vermittler arbeiteten daran, die unterschiedlichen Standpunkte zusammenzuführen. "Es werden ständig Entwürfe ausgetauscht", so al-Ansari. Mit Blick auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei bisher keine Einigung erzielt worden. "Das könnte sich in den nächsten Stunden oder Tagen ändern", so der Außenamtssprecher. Der Schwerpunkt liege nun darauf, eine Eskalation zu verhindern und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu erreichen, sagte er weiter. Katar vermittelt unter anderem neben Pakistan im Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Meerengen im Nahen Osten weiter unter Druck Aufgrund der Spannungen im Nahen Osten ist der Schiffsverkehr in den Meerengen der Region weiterhin unter Druck. Die Straße von Hormus haben am Montag lediglich neun Schiffe passiert, wie aus Informationen des Datenanbieters Kpler hervorgeht. In der vergangenen Woche durchfuhren demnach täglich im Schnitt etwa 16 Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran könnte die Schifffahrt schnell beleben, wenn auch eine nachhaltige Besserung dauern könnte, sagte Dimitris Ampatzidis, Risiko-Analyst von Kpler. Durch Drohungen und Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen gegenüber Saudi-Arabien ist auch die Schifffahrt durch den Seeweg Bab al-Mandab am Ausgang des Roten Meers beeinträchtigt. Lediglich 25 Passagen konnte Kpler am Montag bestätigen. Die Durchfahrten dort nahmen in den vergangenen Tagen ab: Noch am Freitag hatte Kpler 42 Passagen gemeldet. Vor Beginn der jüngsten Kampfhandlungen im Februar waren es im Schnitt 40 bis 50 Schiffe pro Tag. Loading... Loading... Loading... Erst in der Nacht zum Dienstag war erneut ein Schiff vor der Küste des Omans unter Feuer geraten. Nach US-Angaben laufen derzeit Verhandlungen mit dem Iran. Aus Teheran hieß es zuletzt, man sei mit dem Oman über eine Regelung der Schifffahrt in der Straße von Hormus im Gespräch. Huthis greifen erneut Saudi-Arabien an Die Huthis im Jemen haben einen Angriff auf Saudi-Arabien für sich reklamiert. Die vom Iran unterstützte Miliz habe ein militärisches Ziel am saudi-arabischen Flughafen Nadschran unweit der jemenitischen Grenze mit einer Drohne angegriffen, teilte Militärsprecher Jahja Sari mit. Aus Saudi-Arabien gab es zunächst keine Bestätigung dafür.