DAX +1,76 % 25.624,97 Pkt 17:03:21 MDAX +2,11 % 30.506,60 Pkt 17:03:22 Euro Stoxx 50 +0,88 % 6.170,22 Pkt 17:03:15 Dow Jones +0,35 % 52.398,50 Pkt 17:18:21 S&P 500 +1,36 % 7.727,15 Pkt 17:18:21 Nasdaq +2,13 % 26.507,13 Pkt 17:18:18 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,89 % 4.074,20 USD 17:08:11 Silber +0,72 % 54,50 USD 17:08:21 Brent -5,47 % 109,48 USD 17:08:13 WTI -1,71 % 100,02 USD 17:08:21 Bitcoin +0,58 % 80.472,75 USD 17:18:20 EUR/USD -0,69 % 1,11410 USD 17:17:46 EUR/GBP -0,18 % 0,83700 GBP 17:18:20 EUR/CHF -0,10 % 0,92320 CHF 17:18:20 EUR/JPY -0,04 % 175,846 JPY 17:18:21

Nahost-Ticker: Trump bleibt bei Iran-Sanktionen - Ölpreis steigt

Allgemein

06.26 Uhr: Welthungerhilfe – Teuerung in Gaza macht Leben unbezahlbar

Ein Großteil der Menschen im Gazastreifen kann nach Angaben der Welthungerhilfe selbst Grundnahrungsmittel nicht mehr bezahlen und ist auf schnelle Hilfslieferungen angewiesen. "Die Preise liegen in der Regel beim Acht- bis Zehnfachen dessen, was die Waren vor dem Krieg gekostet haben", sagte Welthungerhilfe-Generalsekretär Mathias Mogge dem Redaktionsnetzwerk Deutschland nach einem Besuch im Gazastreifen.

So kosteten Gurken mittlerweile vier US-Dollar statt zuvor 30 Cent, Tomaten fünf Dollar statt zuvor 50 Cent. Der Preis für Brot habe sich verdoppelt. Gleichzeitig hätten die meisten Menschen praktisch kein Einkommen mehr. "Viele sind deshalb komplett abhängig von Nahrungsmittelhilfe von außen", sagte Mogge.

05.21 Uhr: Taliban – Neun Tote bei pakistanischen Luftangriffen in Afghanistan

Bei pakistanischen Luftangriffen in Afghanistan sind nach Angaben der dort herrschenden Taliban neun Menschen ums Leben gekommen. Elf weitere seien verletzt worden, teilte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahed auf der Plattform X mit. Die Taliban-Regierung verurteile den Angriff als Aggression. Eine Stellungnahme des pakistanischen Militärs liegt noch nicht vor.

04.55 Uhr: Rubio ließ iranische UN-Delegation vorzeitig ausreisen

US-Außenminister Marco Rubio hat den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und dessen Delegation angewiesen, New York vorzeitig zu verlassen. Das bestätigten zwei US-Regierungsvertreter am Mittwoch. Hintergrund war demnach das Ausbleiben von Fortschritten bei indirekten Gesprächen über die Straße von Hormus, eine Beendigung des Konflikts und die Wiederaufnahme der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm.

Die US-Regierung hatte dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, Araghtschi und ihren Delegationen trotz der Feindseligkeiten Visa für die Teilnahme an der UN-Generaldebatte erteilt, allerdings mit strengen Auflagen. Peseschkian reiste nach seiner Rede vor der UN bereits wieder ab, während Araghtschi zunächst in New York blieb.

04.15 Uhr: Netanjahu würdigt angegriffenen Piloten: "Ein wahrer Held"

Nach der Gewalttat auf einem Flug nach Tel Aviv hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Furchtlosigkeit des mutmaßlich von seinem Kollegen angegriffenen Piloten gewürdigt. «Er ist ein wahrer Held», teilte Netanjahu am Abend auf der Plattform X mit. Trotz schwerer Stichverletzungen habe der indische Flugkapitän Widerstand geleistet, die Cockpittür geöffnet und es Passagieren ermöglicht, den Angreifer zu überwältigen.

Offenbar hatte einer der beiden Piloten auf seinen Kollegen eingestochen, als die Maschine sich am Morgen Israel näherte. Er habe anscheinend vorgehabt, das Flugzeug mit den Passagieren zum Absturz zu bringen. Nach übereinstimmenden Berichten war die Maschine in einen Sturzflug geraten. Nachdem der mutmaßliche Angreifer überwältigt war, konnte das Flugzeug in Saudi-Arabien notlanden – eine zweite Besatzung, die in der Kabine mitreiste, übernahm das Steuer.

02.52 Uhr: Iran in Vorfall an einer US-Militärbasis in Großbritannien verwickelt? Außenminister widerspricht

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die Einschätzung der britischen Regierung zurückgewiesen, dass Teheran in den Vorfall nahe einer US-Luftwaffenbasis in Großbritannien involviert sein könnte. Der britische Premierminister Andy Burnham sei mit seiner Einschätzung "auf dem Holzweg" Araghtschi auf der Plattform X. Nach der Festnahme von fünf Männern unter Terrorverdacht hatte Burnham Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum Iran bestätigt. "Es gibt starke Hinweise darauf, dass der Iran an den Ereignissen vom Wochenende auf dem RAF-Stützpunkt Fairford beteiligt war", sagte der britische Regierungschef der BBC.

Die fünf Männer waren in der Nacht zum Sonntag nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden und wurden inzwischen unter strengen Auflagen freigelassen.

20.32 Uhr: Behörden - Mindestens sieben Tote bei israelischen Luftangriffen in Gaza

Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind heute palästinensischen Gesundheitsbehörden zufolge mindestens sieben Menschen getötet worden.

In Gaza-Stadt sei bei einem Angriff auf eine Wohnung eine Frau ums Leben gekommen, teilten Sanitäter mit. Ihr Ehemann und mehrere weitere Personen seien verletzt worden.

19.52 Uhr: Zum Tode verurteilte Iranerin ruft internationale Gemeinschaft zum Handeln auf

Eine wegen der regierungskritischen Proteste zum Jahresbeginn im Iran zum Tode verurteilte Frau hat die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. "Ich appelliere an alle - die Öffentlichkeit, die UNO, Menschenrechtsorganisationen. Nicht nur für mich, sondern für alle anderen, deren Urteile bestätigt wurden und die seit Monaten nachts in Angst und Stress schlafen müssen", sagte Mahbubeh Schahbani in einer am Mittwoch verbreiteten Audioaufnahme. "Ich fordere sie auf, etwas zu unternehmen."

"Ich mache mir keine Sorgen um mich selbst. Ich mache mir Sorgen um die anderen, deren Urteile bestätigt wurden", sagte die 33-Jährige nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen. Nach Angaben von IHR hatte die Verurteilte lediglich mit ihrem Motorrad verletzte Demonstranten transportiert.

Laut der NGO IHR wurden seit dem 19. März mindestens 33 Demonstranten im Zusammenhang mit den Protesten im Januar oder den Massenprotesten im Jahr 2022 hingerichtet.

19.06 Uhr: Kliniken melden fünf Tote bei israelischem Beschuss im Gazastreifen

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben von Krankenhäusern mindestens fünf Palästinenserinnen und Palästinenser getötet und 19 weitere verletzt worden. Vertreter des Schifa-Krankenhauses teilten mit, bei israelischem Beschuss sei in der Stadt Gaza eine Frau ums Leben gekommen. Ihr Mann sei schwer verletzt worden. Bei einem anderen Angriff sei ein Bus erfasst worden. Dabei seien vier Menschen getötet und mindestens 14 verletzt worden.

In einer anderen Gegend des Gazastreifens wurden bei einem Angriff in Chan Junis laut dem Nasser-Krankenhaus vier Palästinenser verletzt. Das israelische Militär teilte auf eine Anfrage zu dem Angriff auf den Bus in Chan Junis mit, es prüfe die vorliegenden Informationen.

16.00 Uhr: Netanjahu – Pilot von Flydubai-Maschine stach auf anderen Piloten ein

Ein Pilot der notgelandeten Flydubai-Maschine auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Israel hat nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf einen anderen Piloten eingestochen. Er habe offenbar versucht, die Maschine voller Israelis zum Absturz zu bringen, sagte Netanjahu am Mittwoch. Die Person sei in Saudi-Arabien, wo die Maschine notlandete, verhaftet worden.

Zum Artikel: Absturz versucht? Terrorverdacht nach Gewalt in Flydubai-Cockpit

12.50 Uhr: Tankschiffe nahe Iran unter Beschuss

Zwei Tankschiffe sind Berichten zufolge in der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) in zwei separaten Meldungen mitteilte, wurden beide Schiffe von unbekannten Projektilen getroffen. Die Vorfälle ereigneten sich demnach bereits am Dienstag.

Der Iran reklamierte die Angriffe zunächst nicht für sich. Ein Sprecher der Revolutionsgarden sagte jedoch am Mittwoch: "In der Straße von Hormus kommt es innerhalb jedes Zeitraums von 24 Stunden zu militärischen Auseinandersetzungen, aber seit einiger Zeit reagiert Amerika nicht mehr."

08.42 Uhr: Medikamente im Iran werden knapp und deutlich teurer

Im Iran sind die Preise für Medikamente stark gestiegen, einige Arzneimittel sind nur noch schwer erhältlich. Die US-Seeblockade und verschärfte Sanktionen setzen die iranische Pharmaindustrie sieben Monate nach Beginn des Krieges mit den USA und Israel zunehmend unter Druck. Manche Medikamente kosten inzwischen mehr als dreimal so viel wie zuvor.

Der Iran stellt offiziellen Angaben zufolge mehr als 80 Prozent seiner Medikamente selbst her, ist dafür jedoch vielfach auf importierte Rohstoffe angewiesen. Vor dem Krieg wurden die meisten Medikamente und pharmazeutischen Bestandteile auf dem Seeweg eingeführt, wie Bahman Sabur vom Teheraner Apothekerverband örtlichen Medien sagte. Wegen der US-Blockade iranischer Häfen wichen Importeure auf teurere Lufttransporte aus. Neue Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften erschweren aber auch diesen Weg.

07.52 Uhr: Ölpreise steigen – Trump erteilt Iran-Sanktionslockerung Absage

Die Ölpreise legen erneut zu, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Lockerung der Sanktionen gegen den Iran abgelehnt hat. Die Nordseesorte Brent verteuert sich gut ein Prozent auf bis zu 103,73 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI steigt um ein halbes Prozent auf 89,89 Dollar je Barrel. Trump wies einen Bericht des Nachrichtenportals Axios zurück, demzufolge er bereit sei, im Gegenzug für konkrete Schritte des Iran bei seinem Atomprogramm Sanktionen zu lockern und eingefrorene Gelder freizugeben. Am Vortag hatten die Preise wegen einer Erholung des Rohölangebots aus dem Nahen Osten nachgegeben.

"Die anhaltende Unsicherheit über eine Lockerung der Sanktionen und die Verhandlungen halten eine geopolitische Risikoprämie in den Preisen aufrecht", sagte Sugandha Sachdeva vom Forschungsinstitut SS WealthStreet.

05.52 Uhr: US-Senat blockiert Resolution zu Gewalt im Westjordanland

Die Republikaner im US-Senat haben einen Vorstoß der Demokraten blockiert, der die Regierung von Präsident Donald Trump zu einem Bericht über die zunehmende Gewalt im besetzten Westjordanland verpflichtet hätte. Dabei geht es auch um den Tod von US-Bürgern. Die Senatoren stimmten am Dienstag mit 51 zu 47 Stimmen gegen die Resolution. Die Abstimmung verlief weitgehend entlang der Parteilinien und gilt als jüngstes Zeichen der Spannungen zwischen den US-Demokraten und der Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wegen des Umgangs mit den Palästinensern.

04.00 Uhr: September wird teuerster Tankmonat

Der September wird der mit Abstand teuerste Tankmonat bisher. Das steht schon vor Ende des Monats fest, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Selbst wenn Benzin und Diesel am letzten Tag des Monats verschenkt würden, bliebe der Monatsdurchschnitt über den bisherigen Rekorden aus dem August beziehungsweise April. Bleibt der Preis im Monatsendspurt innerhalb normaler Muster, ist für Superbenzin der Sorte E10 ein Preis im Bereich um 2,27 Euro zu erwarten, für Diesel ein Preis im Bereich um 2,38 bis 2,39 Euro. Die bisherigen Rekordwerte liegen laut ADAC für E10 bei 2,145 Euro, für Diesel bei 2,263 – also jeweils um mehr als 10 Cent niedriger.

21.49 Uhr: Mehr als 100 israelische Siedler attackieren Dorf im Westjordanland

Mehr als 100 israelische Siedler haben am Dienstag ein Dorf im besetzten Westjordanland attackiert. Bei dem Angriff auf das Dorf Dschalud im Norden des Palästinensergebiets wurden nach Angaben der israelischen Armee zwei Häuser in Brand gesetzt und drei israelische Polizisten verletzt. Die Polizei teilte mit, sie habe einen Verdächtigen festgenommen und zwei Minderjährige zum Verhör mitgenommen.

Die Siedler attackierten das Dorf, als die israelische Armee versuchte, eine palästinensische Familie zurück zu ihrem Haus in Dschalud zu bringen, aus dem sie vor zwei Monaten von Siedlern vertrieben worden war. Mehr als 100 Siedler hätten versucht, die Rückkehr der Familie zu verhindern, erklärte die Armee. Die Angreifer hätten Straßen blockiert, Reifen angezündet, Steine geworfen sowie Häuser und Fahrzeuge von Palästinensern in Brand gesetzt. Drei israelische Polizisten wurden dabei leicht verletzt.

21.16 Uhr: USA verhängen Sanktionen gegen Waffenbeschaffer für Iran

Die USA verstärken ihren wirtschaftlichen Druck auf den Iran und verhängen weitere Sanktionen gegen Unterstützer Teherans. Durch die Maßnahmen werden sämtliche Vermögenswerte von zehn Einzelpersonen und Organisationen in den Vereinigten Staaten gesperrt und Geschäfte mit den sanktionierten Unternehmen untersagt, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die betroffenen Personen und Unternehmen sind demnach in China, Hongkong, Pakistan, Saudi-Arabien und in der Türkei ansässig.

19.51 Uhr: Insider – Weißes Haus drängt EU zur Freigabe von Diesel-Vorräten

Das Weiße Haus drängt die Europäische Union Insidern zufolge dazu, ihre Diesel-Notvorräte abzubauen. Dahinter stehe der Wunsch, die weltweiten Preise zu senken, sagen zwei mit den Vorgängen vertraute Personen. Präsident Donald Trump und seine Regierung prüfen derzeit eine Reihe von Optionen, um die Kraftstoffkosten noch vor den Zwischenwahlen im November zu senken. Die auch in den USA stark steigenden Dieselpreise sind für Trump und die Republikaner zu einem politischen Problem geworden, insbesondere in den Agrarstaaten, in denen der Kraftstoff für die Landwirtschaft, den Lkw-Verkehr und das verarbeitende Gewerbe von großer Bedeutung ist.

16.39 Uhr: Massenbegräbnis für Tote des Gaza-Kriegs

Im Lager Nuseirat im Gazastreifen hat es ein Massenbegräbnis für knapp 50 im Krieg getötete Menschen gegeben. Die Überreste der Toten befanden sich in weißen Säcken und wurden mit palästinensischen Flaggen versehen. Sie waren vergangene Woche aus den Trümmern von vor fast drei Jahren zerstörten Gebäuden geborgen worden.

16.10 Uhr: Mehr als 100 Milliarden Euro Extrakosten für EU-Energie

Die Einfuhr fossiler Brennstoffe hat die EU seit Beginn des Iran-Kriegs zusätzlich mehr als 100 Milliarden Euro gekostet. "Wir haben nun die Marke von 100 Milliarden Euro überschritten, die wir in diesem Jahr zusätzlich für unsere Energie bezahlt haben, ohne auch nur ein einziges zusätzliches Molekül Gas oder Öl zu erhalten", sagte der EU-Kommissar für Energie, Dan Jørgensen, bei einem Treffen der Energieminister der Mitgliedstaaten in Irland. Die Summe mache deutlich, wie schädlich die generelle Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen für die Europäische Union sei.

Rekordhohe Preise für Diesel und Benzin dürften auch die deutsche Inflationsrate im September auf den höchsten Stand seit knapp drei Jahren katapultieren. Von Reuters befragte Experten erwarten eine Jahresteuerungsrate von 3,1 Prozent, nach 2,9 Prozent im August.

15.00 Uhr: Revolutionsgarde ruft Amerikaner zum Protest gegen Iran-Krieg auf

Ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarde hat Amerikanerinnen und Amerikaner zum Protest gegen den Iran-Krieg aufgerufen. Auf einer Pressekonferenz in Teheran las Sprecher Hossein Mohebbi am Dienstag einen Brief vor, in dem sie aufgefordert wurden, ihre Regierung unter Druck zu setzen. Der Krieg könne nur beendet werden, wenn die USA die Niederlage einräumten und den Nahen Osten verließen, hieß es.

Die Aufforderung kommt wenige Wochen vor den Kongresswahlen in den USA am 3. November, bei denen Kriegsskepsis und hohe Benzinpreise die Erfolgsaussichten der Republikanische Partei von Präsident Donald Trump schmälern. Trump hatte kurz nach dem Start des von ihm und Israel begonnenen Kriegs Ende Februar vorausgesagt, dass der Konflikt nur einige Wochen dauern werde. Vor kurzem erklärte er dann, dass der Iran-Krieg wahrscheinlich nach den Kongresswahlen im November enden werde.

13.40 Uhr: Bericht: Schiff in der Straße von Hormus unter Beschuss

Trotz wieder zunehmender Öllieferungen durch Straße von Hormus: Sicher ist die Meerenge keineswegs. Eben wird gemeldet, dass erneut ein Schiff dort unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, wurde es von einem unbekannten Projektil getroffen. Ein Feuer sei ausgebrochen - inzwischen aber gelöscht worden. "Das Feuer ist inzwischen unter Kontrolle, und das Schiff hat seine Fahrt fortgesetzt. Die Besatzung ist wohlauf", teilte die Behörde mit. Umweltschäden habe es nicht gegeben.

Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Montagabend. Der Iran blockiert im Konflikt mit den USA mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge weitestgehend. Auch das US-Militär hat zivile iranische Schiffe attackiert.

13.05 Uhr: Öllieferungen durch Straße von Hormus nehmen zu

Öllieferungen durch die umkämpfte Straße von Hormus nehmen zu. Derzeit flössen etwa 65 bis 70 Prozent der Ölmenge verglichen mit Vorkriegsniveaus durch die Meerenge, schrieb die der Energie-Datenanbieter Vortexa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Angabe fasst sämtliche Ölprodukte wie etwa Flüssiggas oder raffinierte Produkte - etwa Benzin - zusammen. Im Vergleich zum Zeitraum vor dem Krieg flössen nun etwa 80 Prozent des unverarbeiteten Rohöls sowie Kondensate durch die Straße von Hormus, hieß es weiter.

12.44 Uhr: Iranischer Rial erreicht neues Rekordtief

Die iranische Währung hat ein neues Rekordtief erreicht. Ein US-Dollar kostete am Dienstag in Teheran mehr als 2,5 Millionen Rial. Vor knapp einem Monat war der Rial auf sein vorheriges Rekordtief gesunken - am 2. September kostete ein Dollar 2,2 Millionen Rial. Seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Krieges gegen den Iran Ende Februar ist die iranische Währung immer wieder auf neue Rekordtiefs abgestürzt.

11.40 Uhr: Sorge vor Macht-Vakuum durch geplanten US-Abzug aus Irak

Mitten im Krieg mit dem Iran beenden die USA zum Monatsende ihre jahrelange Militärpräsenz in dessen tief zerrissenem Nachbarland Irak. US-Präsident Donald Trump will den von seinem Vorgänger Joe Biden 2024 beschlossenen Truppenabzug bis Mittwoch abschließen. Während der Iran und die von ihm unterstützten irakischen Schiiten-Milizen den Schritt als historischen Sieg feiern, warnen Sicherheitsexperten vor einem gefährlichen Machtvakuum. Sie befürchten auch ein Wiederaufleben der sunnitischen Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS).

11.33 Uhr: Hamas-Kommandeur in Gaza bei israelischem Luftangriff getötet

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen ist ein Hamas-Kommandeur getötet worden. Es handle sich um den Chef des bewaffneten Arms der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation im Norden des Küstengebiets, Iss al-Din al-Beik, teilten Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit. Das Militär habe Al-Beik gezielt attackiert. Er sei an der Planung von Angriffen und der Rekrutierung von Hamas-Kämpfern beteiligt gewesen. Die Hamas bestätigte seinen Tod. Nach Angaben von Sanitätern wurde bei dem Angriff am frühen Morgen ein Wohngebäude im Stadtteil Nasr in Gaza-Stadt getroffen. Dabei sei eine zweite Person später ihren Verletzungen erlegen.

10.09 Uhr: Saudi-Arabien nimmt wichtige Öl-Exporte wieder auf

Saudi-Arabien hat nach der Wiederaufnahme des Betriebs der Ost-West-Pipeline die Ölverladungen von seinem Hafen Yanbu am Roten Meer wieder aufgenommen. Dies geht aus Angaben von Händlern und aus Schifffahrtsdaten hervor. Die Entwicklung verbessert die Aussichten für Ölexporte aus dem Nahen Osten. Drohnenangriffe hatten das Königreich am 11. September gezwungen, die Pipeline abzuschalten und die Rohölexporte von Yanbu aus zu stoppen. Saudi-Arabien machte irakische Milizen für die Angriffe verantwortlich.

10.08 Uhr: Iran bezeichnet Vorwürfe zu Atomwaffenplänen als Lüge

Der Iran hat abermals Vorwürfe gegen das umstrittene Atomprogramm des Landes zurückgewiesen. "Die Behauptung, der Iran sei nur noch wenige Wochen vom Erwerb einer Atomwaffe entfernt, ist dieselbe Lüge, die bereits vor 25 Jahren aufgestellt wurde", sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, General Hussein Mohebi, laut der Nachrichtenagentur Tasnim.

09.39 Uhr: Iran: Verhandlungen mit USA gehen weiter

Die Verhandlungen mit den USA über die Straße von Hormus gehen nach Worten des iranischen Außenministers weiter. In dem festgefahrenen Konflikt versuche aktuell der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte Abbas Araghtschi laut seinem Ministerium in New York. "Es ist vorgesehen, dass sie (Katar) dieses Thema erneut der amerikanischen Seite vorbringen und anschließend die endgültige Antwort der amerikanischen Seite über den katarischen Vermittler an uns übermittelt wird", sagte Araghtschi weiter. Eine offizielle Antwort werde am heutigen Dienstag erwartet.

09.38 Uhr: Iran droht erneut mit Angriffen auf Energieinfrastruktur

Der Iran hat erneut mit Angriffen auf Energieinfrastruktur gedroht. "In einer Region, in der wir kein Öl verkaufen können, wird niemand Öl verkaufen", sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna in einer Rede. "Und wenn unsere Sicherheit nicht gewährleistet wird, wird keine Infrastruktur sicher sein", sagte er demnach weiter. Ghalibaf nahm Bezug auf eine Rede von US-Präsident Donald Trump bei der UN-Generalversammlung vergangener Woche. Darin hatte Trump erneut mit schweren Angriffen gedroht.

09.05 Uhr: Neuer Angriff von mehr als 100 Siedlern im Westjordanland

Im Westjordanland ist es erneut zu massiver Gewalt radikaler israelischer Siedler gekommen. Mehr als 100 Extremisten waren nach Medienberichten an Ausschreitungen im Bereich der Ortschaft Dschalud südlich von Nablus beteiligt. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, Soldaten und Polizisten seien an einem Einsatz gegen die Randalierer beteiligt gewesen. Diese versuchten demnach, die Rückkehr einer palästinensischen Familie in ihr Haus zu verhindern. Laut der Mitteilung des Militärs war die Rückkehr der Familie vorab koordiniert gewesen.

08.22 Uhr: Teheran erwartet heute US-Antwort auf Vorschlag für Hormus-Öffnung

Die iranische Regierung erwartet nach eigenen Angaben noch heute eine Antwort aus Washington auf den iranischen Vorschlag für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus. Katarische Vermittler wollten "die Angelegenheit noch einmal mit der amerikanischen Seite erörtern, woraufhin uns die endgültige US-Antwort übermittelt wird", erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Montag (Ortszeit). "Die Katarer hoffen, dass dies bis morgen geschehen wird", fügte er hinzu.

06.51 Uhr: Trump weist Bericht über angebliches Angebot an Iran zu Sanktionslockerung zurück

US-Präsident Donald Trump hat Berichte zurückgewiesen, wonach er dem Iran eine Lockerung von Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte angeboten habe. Das Nachrichtenportal "Axios" habe "gerade einen Bericht veröffentlicht, wonach 'Trump' dem Iran eine Lockerung der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Gelder angeboten hat", schrieb der US-Präsident auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Das ist unwahr. Ich habe ihnen nichts angeboten."

03.01 Uhr: Emiratischer Vizepräsident reist zu Besuch nach Saudi-Arabien

Inmitten der sich verschärfenden Lage in der Golfregion reist der emiratische Vizepräsident heute zu einem Besuch in das Königreich. Scheich Mansur bin Sajed al Nahjan sei einer Einladung des saudi-arabischen Verteidigungsministers, Prinz Chalid bin Salman bin Abdulasis, gefolgt, teilte dessen Ressort im Onlinedienst X mit. Die emiratische Nachrichtenagentur WAM berichtete, der Vizepräsident habe die Einladung angenommen und werde zu einem "brüderlichen Besuch" nach Saudi-Arabien reisen.

01.41 Uhr: Emirate bestätigen geheimes Treffen mit Netanjahu

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ein bislang geheim gehaltenes Treffen von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan bestätigt. Die beiden hätten am Sonntag über die bilateralen Beziehungen der beiden Länder sowie Möglichkeiten zu deren Stärkung und Ausbau gesprochen, wie die Vereinigten Arabischen Emirate nun mitteilten. Zuvor hatte der israelische Fernsehsender Channel 12 über den geheimen Besuch Netanjahus in den Vereinigten Arabischen Emiraten berichtet. Nach Angaben von zwei mit der Reise vertrauten Personen dauerte das Gespräch rund eine Stunde.

20.42 Uhr: UN-Gesandter - Siedlergewalt erreicht beispielloses Ausmaß

Die Gewalt israelischer Siedler im Westjordanland hat nach Einschätzung des amtierenden UN-Nahost-Gesandten Ramiz Alakbarov ein "beispielloses Ausmaß" erreicht. Angriffe ereigneten sich häufig in Anwesenheit israelischer Sicherheitskräfte, sagte Alakbarov vor dem UN-Sicherheitsrat.

18.28 Uhr: Großbritannien - Terrorverdächtige wieder freigelassen

In Großbritannien sind fünf Briten vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt worden, die am Sonntag wegen eines möglicherweise geplanten Anschlags auf einen Luftwaffenstützpunkt festgenommen worden waren. Die fünf Männer seien "nach umfangreichen Befragungen und Ermittlungen" unter Auflagen freigelassen worden, erklärte Laurence Taylor von der Anti-Terror-Polizei am Montag. Das bedeute nicht, dass die Ermittlungen beendet seien, fügte Taylor hinzu. Britische Medien hatte berichtet, die Anti-Terror-Polizei prüfe eine mögliche Verbindung zum Iran.

18.24 Uhr: Insider - Neue Gespräche mit USA und Iran möglich

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran soll es einem Insider zufolge schon bald neue Verhandlungen geben. Vermittler wollten demnach noch am Montag oder am Dienstag separate Gespräche mit Vertretern der USA und des Iran führen. Die mit den Planungen vertraute Person wies darauf hin, dass der iranische Außenminister Abbas Araghtschi und Gesandte des Vermittlers Katar sich wegen der UN-Vollversammlung in den USA aufhielten. Im Mittelpunkt der Gespräche solle eine überarbeitete Fassung eines Vorschlags zur Beendigung des Krieges stehen, den der Iran am Rande der UN-Vollversammlung in der vergangenen Woche vorgelegt und über Katar an die USA übermittelt hatte. Demnach soll die für die globalen Öl- und Gaslieferungen wichtige Straße von Hormus wieder geöffnet werden, und die Kämpfe in der Region sollen innerhalb von sieben Tagen beendet werden.

18.21 Uhr: Israel rügt Spanien wegen umstrittener Palästina-Aussage

Die Geschäftsträgerin der spanischen Botschaft in Israel, Francisca Pedrós, ist ins Außenministerium in Jerusalem einbestellt worden. Dort wurde ihr eine Rüge erteilt. Grund der Einbestellung seien Äußerungen der spanischen Jugendministerin Sira Rego, hieß es in einer Mitteilung des israelischen Außenministeriums. Rego habe erklärt, die spanische Bevölkerung unterstütze einen palästinensischen Staat "vom Fluss bis zum Meer" - eine Parole, die nach israelischer Auslegung und auch deutscher Gerichte die Auslöschung des Staates Israel bedeute.

15.57 Uhr: Chamenei – Iranische Soldaten haben Straße von Hormus verteidigt

Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei hat die Truppen seines Landes öffentlich gelobt. Die Soldaten hätten feindliche Streitkräfte daran gehindert, sich in der Straße von Hormus frei zu bewegen, sagte Chamenei in einer am Montag vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Botschaft.

Die Feinde des Irans kämen der Meerenge inzwischen nicht näher als bis zum Arabischen Meer, hieß es in der Mitteilung. Bald werde "auch das Arabische Meer von ihnen befreit sein". Die Botschaft wurde zum zweiten Jahrestag der Tötung des langjährigen Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah verbreitet.

Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar ist Chamenei weder öffentlich aufgetreten noch zu hören gewesen. Bei den Angriffen wurde sein Vater und Vorgänger Ayatollah Ali Chamenei getötet.

15.35 Uhr: Nach Festnahmen in Großbritannien: Iran weist Verbindung zurück

Die iranische Botschaft in London hat Spekulationen über eine Verbindung Teherans zu den am Wochenende festgenommenen Männern nahe dem britischen Militärflugplatz RAF Fairford zurückgewiesen. Die Vertretung schrieb am Montag auf der Plattform X, sie verurteile die Versuche, den Iran mit den Festnahmen zu verknüpfen. Dies diene lediglich der Propaganda. Die britische Polizei hatte fünf Verdächtige im Alter zwischen 23 und 25 Jahren wegen des Verdachts auf Terrorismus und Sprengstoffdelikte festgenommen. Bei den Verdächtigen handelt es sich nach Angaben der Polizei um britische Staatsbürger aus London. Auf dem Stützpunkt RAF Fairford sind zudem US-Bomber stationiert, die für Einsätze gegen den Iran genutzt werden. Die britische Regierung hatte den USA die Erlaubnis erteilt, von dort aus Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu fliegen.

13.40 Uhr: Iranische Anwältin Nasrin Sotudeh erhält Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte

Die iranische Anwältin Nasrin Sotudeh wird mit dem diesjährigen Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet. Sotudeh, die sich gegen die Todesstrafe und gegen den Kopftuchzwang für Frauen im Iran einsetzt, erhalte den Preis für ihr Engagement "trotz wiederholter Verhaftungen, langer Haftstrafen und erheblicher persönlicher Risiken", begründete der Europarat in Straßburg seine Entscheidung. Die 63-jährige Anwältin habe Aktivisten, Journalisten, Angehörige von Minderheiten sowie Kinder vertreten, denen im Iran die Hinrichtung drohte.

Der Europarat zeichnet mit dem Preise alljährlich Vertreter der Zivilgesellschaft aus, die sich für Menschenrechte in Europa oder darüber hinaus einsetzen. Im vergangenen Jahr hatte der ukrainische Journalist Maksym Butkewytsch den Preis erhalten.

13.34 Uhr: Ungewissheit über US-Iran-Verhandlungen treibt Ölpreis deutlich nach oben

Der Ölpreis klettert angesichts der Ungewissheit über einen Fortgang der Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges unvermindert weiter nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte bis gegen Mittag um 4,1 Prozent auf 108,65 Dollar zu. Die US-Sorte WTI kostete gegen pro Barrel 96,31 Dollar - ein Plus von 4,2 Prozent. "Die Ölpreise legten erneut zu, nachdem Präsident Trump erklärt hatte, er habe den jüngsten Vorschlag des Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus abgelehnt", erklärte Analyst Russ Mould von der Investmentplattform AJ Bell.

Der Iran hatte vergangene Woche sieben Bedingungen für ein Ende des Krieges und die Wiederöffnung der Straße von Hormus gestellt. Dazu gehören nach iranischen Angaben eine Einstellung aller Kämpfe in der Region - also auch im Libanon - sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte. US-Präsident Donald Trump erwartet nach eigenen Angaben eine Fortsetzung der indirekten Gespräche mit dem Iran. Sie sollen laut US-Nachrichtenportal "Axios" über katarische Vermittler geführt werden.

13.20 Uhr: Irans Justizchef droht Frauen ohne Kopftuch

Irans Justizchef hat abermals Frauen bei Verstößen gegen die Kopftuchpflicht mit Maßnahmen gedroht. Bei einer Sitzung des obersten Justizrats forderte der Vorsitzende Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi, das Thema mit Priorität zu verfolgen. "Dieser Zustand der Nacktheit ist nicht erträglich", sagte Mohseni-Edschehi mit Blick auf Frauen in Irans Metropolen, die sich den strengen islamischen Kleidungsvorschriften widersetzen. Seinen Worten zufolge sollen, wenn nötig, auch "polizeiliche, nachrichtendienstliche und gerichtliche Maßnahmen" erfolgen. Gesellschaftlicher Gegenwind dürfe die Behörden nicht abschrecken.

In den vergangenen Jahren hat sich der Protest vieler iranischer Frauen gegen die strengen islamischen Gesetze intensiviert. Im Herbst 2022 gingen Massen unter dem Motto «Frau, Leben, Freiheit» gegen die repressive Politik auf die Straßen, doch die Demonstrationen wurden gewaltsam niedergeschlagen. In den letzten Jahren und insbesondere im Zuge des Iran-Kriegs widersetzen sich Frauen in der Öffentlichkeit immer mutiger den Kleidungsvorschriften.

12.59 Uhr: Iran legt wegen US-Sanktionen gegen Fluggesellschaften Beschwerde bei der UN ein

Die iranische Regierung hat wegen der US-Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften Beschwerde bei der Luftfahrtorganisation der UN eingelegt. Teheran habe die Beschwerde bei der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) eingereicht, "um die legitimen Rechte der Luftfahrtindustrie zu verteidigen und den von den USA auferlegten illegalen Beschränkungen entgegenzuwirken", erklärte der Chef der iranischen Zivilluftfahrtbehörde, Abusar Schirudi, wie die iranische staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Schirudi erklärte weiter, seine Behörde habe außerdem "in Abstimmung mit dem Außenministerium Klage beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag" eingereicht.

Die USA hatten ihre Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften in der vergangenen Woche deutlich verschärft. US-Finanzminister Scott Bessent hatte angekündigt, iranische Airlines würden "weltweit lahmgelegt", und Staaten mit einem Ausschluss aus dem Dollarsystem gedroht, sollten sie den Fluggesellschaften weiter Kerosin oder Bodenabfertigung bereitstellen. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" führte das US-Finanzministerium Gespräche mit mehr als 50 Ländern.

12.28 Uhr: Anschlagsgefahr: Britische Behörden prüfen laut Medien Verbindung zum Iran

Im Zusammenhang mit einer möglichen Anschlagsgefahr in der Nähe eines auch von den USA genutzten Luftwaffenstützpunkts in Großbritannien prüft die Anti-Terror-Polizei britischen Medienberichten zufolge eine mögliche Verbindung zum Iran. Die Polizei war am frühen Sonntagmorgen zu dem Luftwaffenstützpunkt Fairford im Südwesten Englands gerufen worden, nachdem in dem Gebiet "verdächtige Fahrzeuge" beobachtet worden waren.

Die Behörden machten bislang keine näheren Angaben zu Art und Ursprung der Bedrohung. Sie nahmen jedoch fünf Männer wegen des Verdachts der "Vorbereitung eines Terroranschlags" und des Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz fest. Die Männer waren am Montag weiter in Untersuchungshaft. Experten zur Bombenentschärfung waren vor Ort.

12.15 Uhr: Medien - Teheran plant keine neuen Gespräche mit USA über Hormus-Öffnung

Teheran plant staatlichen Medien zufolge keine neuen Gespräche mit den USA über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. "Die iranische Delegation in New York (für die UN-Generalversammlung) hat keine Pläne für Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten", berichtete die offizielle Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf Delegationskreise. "Die Standpunkte und Positionen der Islamischen Republik Iran" seien der amerikanischen Seite "über einen katarischen Vermittle" übermittelt worden, berichtete Irna weiter. Die iranische Delegation werde am Dienstag nach Teheran zurückkehren.

Der Iran hatte erklärt, er habe eine Liste mit sieben Bedingungen vorgelegt, um den Krieg zu beenden und die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Die Meerenge steht im Zentrum des Konflikts, der Ende Februar mit US-israelischen Angriffen auf Teheran begonnen hatte. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor dem Nachrichtenportal "Axios" gesagt, er rechne mit einer Fortsetzung der Gespräche in den nächsten Tagen, nachdem er zuvor einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen hatte.

07.53 Uhr: Saudi-Arabiens Außenminister zu Gesprächen in Washington

Saudi-Arabiens Außenminister Prinz Faisal bin Farhan ist in Washington eingetroffen. Geplant seien Gespräche mit US-Außenminister Marco Rubio über die bilateralen Beziehungen sowie wichtige regionale und internationale Entwicklungen, melden staatliche saudi-arabische Medien.

Kronprinz Mohammed bin Salman hat Insidern zufolge kürzlich die USA um militärische Hilfe gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz gebeten. Die US-Regierung habe die Weitergabe von Geheimdienstinformationen und Unterstützung bei der Zielerfassung zugesagt, es jedoch abgelehnt, die Huthis direkt anzugreifen.

05.54 Uhr: Israel entzieht niederländischen Diplomaten ihren Status

Israel hat niederländischen Diplomaten, die bei der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah tätig sind, die Akkreditierung entzogen. Außenminister Saar teilte dazu mit, jedes Land, das feindselig und einseitig gegen Israel vorgehe, werde an Einfluss und Relevanz in der Region verlieren. Hintergrund ist, dass die Niederlande Sanktionen gegen israelische Siedlungen im besetzten Westjordanland eingeführt haben. Seit vergangener Woche gilt ein Einfuhrverbot für Waren aus diesen Siedlungen. Auch Großbritannien, Frankreich und Kanada haben ähnliche Sanktionen beschlossen. Israel hatte bereits Anfang des Monats die Schließung des britischen Konsulats bei der Palästinensischen Autonomiebehörde angeordnet.

02.00 Uhr: Irak meldet vollständigen Abzug aller US-Truppen

Der Irak meldet, dass das US-Militär vollständig aus dem Land abgezogen ist. Alle US-Kampftruppen und logistischen Kräfte haben den Irak verlassen, sagte ein Regierungsvertreter der dpa. Die USA haben das offiziell nicht bestätigt. Allerdings war der Abzug seit gut zwei Jahren geplant. Die Frist dafür läuft offiziell am Mittwoch ab. Das US-Militär ist seit 2014 zum zweiten Mal im Irak, dabei ging es um den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Sie gilt mittlerweile als militärisch besiegt, auch wenn einzelne IS-Zellen noch aktiv sind. Mit dem US-Abzug sollten ursprünglich außerdem mit dem Iran verbündete Milizen entwaffnet werden, das allerdings wurde auf kommendes Jahr verschoben.

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