Nahost-Ticker: Trump - Iran kann Abkommen oder Aufgeben wählen
11.43 Uhr: Offenbar Frachter in der Nähe der Straße von Hormus beschossen Ein unter liberianischer Flagge fahrender Trockengutfrachter ist vor der Küste des Oman von einem Geschoss unbekannter Herkunft getroffen worden. Die Besatzung verließ nach Angaben maritimer Sicherheitskreise das Schiff, ein Seemann wird vermisst. Der Treffer habe den Maschinenraum beschädigt, zudem sei im Unterkunftsbereich ein Feuer ausgebrochen, teilte die britische Sicherheitsfirma Vanguard mit. Vermisst werde der dritte Ingenieur. Der Frachter "Minoan Pioneer" befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf der Fahrt durch die Straße von Hormus. 08.10 Uhr: Ölpreise legen wieder zu Die Ölpreise haben nach dem deutlichen Rückgang zum Wochenstart wieder zugelegt. Die Hoffnung auf eine Lösung im Iran-Krieg hatte die Ölpreise am Montag kräftig nach unten gedrückt. Nun wachsen erneut Zweifel. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September 85,26 US-Dollar und damit 1,75 Prozent mehr als am Vortag. Mit dem Niveau liegt der Preis für die weltweite Referenzsorte aber rund 17 Prozent unter dem in der zweiten Juli-Hälfte erreichten Zwischenhoch von etwas mehr als 100 Dollar. 08.06 Uhr: Peseschkian – Iran strebt keine Ausweitung des Krieges an Der Iran verteidigt nach den Worten seines Präsidenten Massud Peseschkian seine Grenzen. Sein Land strebe aber keine Ausweitung des Krieges an, erklärt Peseschkian staatlichen iranischen Medien zufolge. Die USA und Israel hatten am 28. Februar den Iran angegriffen. Seither gab es mehrfach Gespräche und Feuerpausen, beendet ist der Krieg aber keineswegs. US-Präsident Donald Trump erklärte am Montag, es seien Verhandlungen mit dem Iran über eine Beilegung des Konfliktes im Gange. Zugleich sprach Trump von einer "letzten Chance" für die Führung in Teheran. Der Iran wies die Darstellung zurück. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte am Montagabend, es fänden keine Verhandlungen mit den USA statt und es seien auch keine Treffen vorgesehen. Die einzigen laufenden Gespräche seien die mit dem Oman über die Verwaltung der Straße von Hormus. 05.31 Uhr: Weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom Inmitten anhaltender Spannungen kommen heute erneut israelische und libanesische Regierungsvertreter zu direkten politischen Gesprächen in der italienischen Hauptstadt Rom zusammen. Dabei geht es um die weitere Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens. Das unterirdische Tunnelsystem der libanesischen Hisbollah soll dabei nach Angaben von libanesischen Regierungskreisen ein zentrales Thema sein. Libanesischen Berichten und Augenzeugen zufolge hat das israelische Militär erst am Wochenende eine der schwersten Zerstörungswellen seit Beginn der Waffenruhe im Juni durchgeführt. In mehreren Orten habe es Sprengungen und gezielte Zerstörung gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. 04.47 Uhr: Nach Trump-Drohung - Angriff auf Schiff in Straße von Hormus Während US-Präsident Donald Trump dem Iran ein neues Ultimatum für Gespräche zur Beilegung des Konflikts setzt, ist in der Straße von Hormus erneut ein Handelsschiff angegriffen worden. Vor der Küste des Omans traf ein "unbekanntes Geschoss" den Frachter, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte. Laut Trump geht es in laufenden Gesprächen um die vollständige Öffnung der Meerenge bis diesen Dienstag. Das wäre der Zustand, der vor dem Krieg geherrscht hatte. Eine Rückkehr zum Vorkriegszustand hatte Teheran aber wiederholt abgelehnt. Diplomatische Gespräche mit dem Iran bezeichnete Trump als "letzte Chance". 01.59 Uhr: Vermittlerländer kritisieren neue israelische Angriffe im Gazastreifen Die Gaza-Vermittlerländer Katar, Ägypten und Türkei haben die neuen israelischen Angriffe im Gazastreifen verurteilt, bei denen nach palästinensischen Angaben mehr als 20 Menschen getötet wurden. Das israelische Vorgehen stelle einen "eklatanten Verstoß gegen das internationale Recht und das humanitäre Völkerrecht" dar, hieß es am späten Montagabend in einer gemeinsamen Erklärung der drei Länder, die in dem Konflikt zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas als Vermittler fungieren. Vor allem kritisierten Katar, Ägypten und die Türkei "gezielte Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und Infrastruktur sowie die Opfer unter der Zivilbevölkerung, darunter Frauen und Kinder". 21.12 Uhr: Friedensrat - Gaza-Abzug Israels erst nach Hamas-Entwaffnung Der Friedensrat für den Gazastreifen erwartet von Israel erst nach einer Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas einen kompletten Abzug aus dem Küstenstreifen. "Entgegen unzutreffenden Berichten stellen wir klar, dass der vollständige Abzug der israelischen Armee hinter die gelbe Linie erst erfolgen wird, sobald die Abgabe (der Waffen) vollständig abgeschlossen ist, wie es die Hamas den Vermittlern zugesagt hat", hieß es in einer Mitteilung des Friedensrats auf der Plattform X. "Dies gilt gleichermaßen für leichte Waffen, schwere Waffen und die Tunnelsysteme." Im Zuge eines von US-Präsident Donald Trump vermittelten Friedensplans war zu Jahresbeginn ein international besetztes "Board of Peace" ins Leben gerufen worden, das gemäß seiner Charta den Wiederaufbau des Gazastreifens und die Nachkriegsordnung in dem großflächig zerstörten Küstengebiet überwachen soll. 20.17 Uhr: Trump kritisiert Iran wegen Aussagen zu Verhandlungen US-Präsident Donald Trump hat Aussagen des Irans über laufende Verhandlungen kritisiert. "Die iranische Führung ist unglaublich doppelzüngig!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Sie bitten um ein Treffen, manche würden sagen betteln, es beginnen Verhandlungen, und weitere sind in der unmittelbaren Zukunft geplant, und sie sagen, offen und stolz, dass sie keine Gespräche führen, dass über nichts gesprochen wird, und sie nur mit Oman zu tun haben", schrieb Trump. 18.39 Uhr: Trump - Iran kann Abkommen oder Aufgeben wählen US-Präsident Donald Trump hat eine Fortsetzung der Seeblockade gegen den Iran bekannt gegeben. Die US-Armee werde die iranischen Häfen so lange blockieren, bis es "ein Abkommen oder eine vollständige Kapitulation" Teherans gebe, erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. 17.15 Uhr: Hamas-Entwaffnung - Herzog lobt Gaza-Initiative Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog hat die jüngste Initiative des von US-Präsident Donald Trump gegründeten Friedensrats gelobt, den Gaza-Friedensplan voranzutreiben. "Ich sehe viele positive Aspekte in den Bemühungen des Friedensgremiums", sagte er laut Angaben seines Büros. Zugleich bekräftigte er die Notwendigkeit, dass die Terrororganisation Hamas ihre Waffen abgibt, als Voraussetzung für weitere Fortschritte. Trump hatte mitgeteilt, der Friedensrat habe eine Einigung auf eine "vollständige Entwaffnung" der Hamas erreicht. Die Mitteilung wurde allerdings mit Skepsis aufgenommen, auch weil Israel darauf pocht, dass die Hamas entwaffnet sein muss, ehe sich Israels Armee aus dem Gazastreifen zurückzieht. 17.12 Uhr: Sechs Supertanker ändern wegen Huthi-Drohungen Kurs Sechs unter saudischer Flagge fahrende Supertanker haben in den vergangenen Tagen nach Drohungen der islamistischen Huthi-Miliz ihren Kurs im Golf von Aden geändert. Die unbeladenen Tanker befinden sich auf dem Rückweg aus Asien und steuern nun im Verband das südliche Afrika an, anstatt durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab zu fahren, wie aus Ortungsdaten von LSEG und MarineTraffic hervorgeht. Der saudiarabische Betreiber Bahri und Regierungsvertreter des Königreiches äußern sich zunächst nicht zu dem Vorgang. 13.55 Uhr: Iran widerspricht Trump - Vorerst keine Verhandlungen geplant Der Iran hat US-Präsident Donald Trump widersprochen und kurzfristigen Gesprächen zwischen den Kriegsparteien eine Absage erteilt. Die Führung in Teheran erklärte, derzeit gebe es keine Unterredungen mit den USA. Auch sei nicht geplant, in diesen Tagen Vertreter der Washingtoner Regierung zu empfangen oder selbst eine Delegation zu entsenden, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. 12.55 Uhr: Trump - Straße von Hormus und Entnuklearisierung des Iran sollen Themen bei Gesprächen sein Bei den von ihm für Montag angekündigten neuen Gespräche mit dem Iran über eine Beendigung des Krieges sollen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Straße von Hormus und eine Entnuklearisierung des Iran behandelt werden. Aus dem Iran kam bisher keine Bestätigung neuer Gespräche. "Wir verhandeln derzeit nicht mit den Vereinigten Staaten", sagte Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei. Sein Land führe nur Gespräche mit dem Oman, um die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu sichern. 12.38 Uhr: Iran und Oman planen Rundkurs in der Straße von Hormus Der Iran verhandelt nach Angaben von Außenamtssprecher Ismail Baghai mit dem Oman über einen gemeinsamen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Dabei gehe es um einen Rundkurs statt mehrerer separater Fahrrinnen, sagte Baghai nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Diese neue Schiffsroute könne vorübergehend genutzt werden, bis es eine endgültige Regelung gebe. Der Streit um die Durchfahrtsrechte auf einer internationalen Schlüsselroute für Öl, Gas und Düngemittel gilt als ein wesentlicher Auslöser für die jüngste Eskalation im militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Nach dem vorgeschlagenen Modell fahren Tanker oder Frachtschiffe auf einer nördlichen Route durch iranische Hoheitsgewässer in die Straße von Hormus ein. Nachdem die Schiffe Häfen im Iran oder in arabischen Golfstaaten angelaufen haben, nutzen sie für die Rückfahrt eine südliche Route durch omanische Hoheitsgewässer. 10.16 Uhr: Israel meldet Bedenken gegen von Trumps Gaza-Plan an Israel hat bei den USA Bedenken gegen den von Präsident Donald Trump verkündeten Plan zur Entwaffnung der Hamas geäußert. Die veröffentlichte Fassung spiegele die israelischen Positionen nicht wider, sagte Doron Spielman, Sprecher des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. "Israel hat der US-Seite seine Anmerkungen und Bedenken zu dem vorgeschlagenen Rahmen übermittelt", sagte Spielman. Trump hatte am Freitag erklärt, Israel sei über die mit der radikalislamischen Palästinenserorganisation erzielte Vereinbarung "sehr glücklich" und habe die USA unterstützt. Hamas-Vertreter hatten mitgeteilt, dass eine Einigung "in der Frage der Waffen" erzielt worden sei. Nach Trumps Darstellung soll die Hamas ihre Waffen schrittweise abgeben. Anschließend sollen sich die israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen zurückziehen. 09.34 Uhr: Iran - Aktuell keine Gespräche mit den USA Der Iran führt derzeit nach eigenen Angaben keine Verhandlungen mit den USA. Auch sei nicht geplant, in diesen Tagen Vertreter der Washingtoner Regierung zu empfangen oder selbst eine Delegation zu entsenden. Stattdessen spreche man mit dem Oman über eine vorübergehende Lösung für eine sichere Route durch die Straße von Hormus, sagt der Sprecher des Außenministeriums in Teheran, Esmaeil Baghaei. Eine Einigung mit dem Nachbarland reiche jedoch nicht aus, um die Wasserstraße wieder zu öffnen. Solange die "Aggression" der USA andauere, werde sich an der Situation nichts ändern, heißt es weiter. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Gespräche zwischen den USA und dem Iran angekündigt. Die Verhandlungen würden im Laufe des Montags aufgenommen, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Die Straße von Hormus ist eine insbesondere für Öl- und Gastransporte überaus wichtige Meerenge am Persischen Golf und liegt zwischen dem Iran und dem Oman. 07.41 Uhr: Zwei Menschen im Iran wegen Spionage für Israel hingerichtet Im Iran sind zwei iranische Staatsangehörige hingerichtet worden, die für Israel gearbeitet haben sollen. Sie seien beschuldigt worden, während des Krieges sensible militärische und sicherheitsrelevante Standortkoordinaten an Israel weitergegeben zu haben, meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars. 07.14 Uhr: Zwei Tanker mit saudi-arabischem Öl passieren Bab al-Mandab Zwei mit saudi-arabischem Öl beladene Tanker haben am Wochenende die Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer passiert. Es handelt sich um die "Lesvos" und die "Desh Vaibhav", wie Schifffahrtsdaten von Kpler zeigen. Die Meerenge vor der Küste des Jemens passierten demnach am Sonntag 18 Frachter, nach 27 am Samstag und 28 am Freitag. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hatte am 20. Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt. Damit ist nicht nur der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus im Persischen Golf erheblich beeinträchtigt, sondern auch der durch das Rote Meer auf der anderen Seite der Arabischen Halbinsel. 04.56 Uhr: Mindestens 17 Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens 17 Menschen getötet worden, darunter auch Kinder. Die Angriffe in der Nacht auf Sonntag und bis zum Sonntagabend trafen nach Angaben lokaler Krankenhäuser mehrere Orte in dem Küstengebiet. Das israelische Militär erklärte, die Angriffe hätten sich gegen Kämpfer der militant-islamistischen Hamas gerichtet. Bei einem Angriff auf ein Wohnhaus im Süden des Gazastreifens seien drei Familienmitglieder ums Leben gekommen, darunter ein vierjähriges Kind, teilte das Nasser-Krankenhaus mit, in das die Leichen gebracht wurden. Ein weiterer Angriff auf eine Wohnung in der Stadt Gaza kostete laut dem Schifa-Krankenhaus drei Familienmitglieder das Leben, darunter ein Kind. Wie das Krankenhaus mitteilte, war die Mutter im sechsten Monat schwanger. Im Zentrum des Küstengebiets seien ein Mann und seine Frau bei einem israelischen Angriff getötet worden. Dabei wurden nach Klinikangaben vier weitere Menschen in der Umgebung verletzt.