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NASA: Mikroben können tagelang am Südpol des Mondes überleben

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Bestimmte Mikroben von der Erde könnten an bestimmten Orten am Südpol des Mondes bis zu eine Woche lang überleben. Das hat eine Studie der NASA ergeben, die Folgen für die Rückkehr der Menschheit zu dem Himmelskörper haben könnte. Denn wenn Menschen damit beginnen, eine Präsenz auf dem Mond aufzubauen, könnte es schwierig werden, mitgebrachte Mikroorganismen von ursprünglicher Chemie zu unterscheiden, warnt das für die Arbeit verantwortliche Forschungsteam. Man könne aber das Beste aus der Situation machen und die Überlebensfähigkeit von Mikroben unter Bedingungen testen, die sich auf der Erde nicht so leicht nachstellen lassen.

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Nur überdauern, nicht wachsen

Dass Menschen auf Flügen zum Mond Mikroorganismen mitbringen, ist unvermeidbar, erklärt das Forschungsteam. Jedes Stück Haut der Größe eines Radiergummis enthalte im Schnitt eine Million Bakterien. Dass die aus Raumanzügen und Wohnmodulen entweichen, sei nicht zu verhindern. Deshalb hat das Forschungsteam untersucht, wie es ihnen dann ergehen könnte. Sie haben herausgefunden, dass am Südpol Gebiete im ewigen Schatten liegen, wo Wasser erhalten bleiben kann und bestimmte Bakterien nicht direkt sterben. Diese Gebiete könnten mehr als anderthalb Kilometer lang sein. Die Organismen könnten dort aber nur mehrere Tage lang in einem Ruhezustand überdauern, es gebe keine Hinweise darauf, dass sie dort wachsen oder sich vermehren könnten.

Der an der Studie beteiligte Geomikrobiologe Aaron Regberg von der NASA erklärt noch, dass er davon ausgegangen ist, dass Mikroben unter den Bedingungen auf dem Mond schnell austrocknen würden. Die Frage der Kontamination sei bei bemannten Missionen von Bedeutung, weil nur unbemannte Gerätschaften bei 200 Grad Celsius gebacken und von Organismen befreit werden können, bevor sie zu anderen Himmelskörpern geschickt werden. Bei Menschen geht das nicht. Die Frage, was mit mitgebrachten Organismen passieren würde, gewinnt zudem vor geplanten Missionen zum Mars an Dringlichkeit. Immerhin gibt es bereits Hinweise, dass dort einmal lebensfreundliche Bedingungen existiert haben. Bevor Menschen das vor Ort untersuchen können, müsse man wissen, welche Mikroben sie mitbringen und ob sie dort überleben können.

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