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Nasas Voyager 2 verblüfft Forscher noch heute

Allgemein

Sie ist mehr als 21 Milliarden Kilometer von uns entfernt und seit 1977 im Weltall unterwegs: die Raumsonde Voyager 2. Die Sonde ist ein echter Dauerbrenner, fünf ihrer wissenschaftlichen Messgeräte sind noch immer in Betrieb. Und sie hat vor 37 Jahren Bilder gemacht, die die Wissenschaftler:innen heute noch beschäftigen. Voyager 2 flog 1989 am Neptunmond Triton vorbei und fotografierte ihn bei einem spektakulären Ausbruch: dunkle Fontänen, die laut Nasa fast acht Kilometer in die Höhe stiegen und dann 150 Kilometer weit in Windrichtung drifteten – und das auf der kältesten bekannten Oberfläche des Sonnensystems. Die Entdeckung war von großer Bedeutung – nicht nur für die Triton-Forschung Bis dahin war laut spacedaily.com davon ausgegangen worden, dass es bei Temperaturen von rund minus 235 Grad Celsius, die auf Triton herrschen, keine Aktivitäten geben könne. Dort ist es so kalt, dass der Großteil des Stickstoffs gefroren als Reif am Boden liegt. Doch die Stickstoff-Geysire des Triton zwangen die Wissenschaftler:innen dazu, ihre Vorstellung davon zu überdenken, was „tot“ in einer solch extremen Kälte eigentlich bedeutet. Die Entdeckung war nicht nur für diesen Neptun-Mond von Bedeutung. Wenn selbst die kälteste bekannte Oberfläche sichtbare Aktivität aufweisen kann, dann ist die Annahme, es sei im äußeren Sonnensystem „zu kalt für jegliche Aktivität“, nicht länger haltbar. Seit 1989 ist keine Raumsonde mehr zu Triton zurückgekehrt Wie die kilometerhohen Fontänen entstehen, ist bis heute nicht geklärt. Eine Forschungsarbeit aus dem Jahr 2022, die unterschiedliche Hypothesen untersuchte, kam nicht zu einem eindeutigen Ergebnis. Seit dem Vorbeiflug von Voyager 2 im Jahr 1989, bei der die Sonde etwa 40 Prozent der Oberfläche Tritons erfasste, ist keine Raumsonde mehr dorthin zurückgekehrt. Die übrigen 60 Prozent wurden nie aus der Nähe fotografiert. Die offenen Fragen sind weiter ungeklärt. Im Rahmen des Nasa-Missionskonzepts „Trident“ aus dem Jahr 2020 wurde hervorgehoben, welche Wissenslücken der damalige Vorbeiflug hinterlassen hat: etwa wie die Fontänen entstehen und warum die Oberfläche so jung wirkt. Sie ist womöglich erst rund 10 Millionen Jahre alt und weist kaum Krater auf, die ihr Alter verraten könnten. Die spektakulären Triton-Bilder basieren auf Technologie der 1970er-Jahre Eine derart frische Oberfläche deutet darauf hin, dass sie vor nicht allzu langer Zeit geologisch neu geformt wurde – und das in einer Umgebung, die wir eigentlich als „eingefroren“ abgestempelt hatten. Karl Mitchell, Projektwissenschaftler für das Trident-Konzept, verglich die Voyager-2-Begegnung von 1989, die auf Technologie der frühen 1970er-Jahre basierte, mit „im Grunde einer Fernsehkamera, die an ein Faxgerät angeschlossen ist“. Obwohl die Voyager-2-Ausrüstung technisch sehr alt ist, hat sie uns aber bis heute die einzigen Bilder von Triton geliefert. Dieser Artikel wurde ursprünglich am 05.08.2026 veröffentlicht, interessiert jedoch immer noch sehr viele unserer Leser:innen. Deshalb haben wir ihn aktualisiert und hier nochmals zur Verfügung gestellt.

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