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Nationalmannschaft: Ballack übt scharfe DFB-Kritik - FC Bayern als "bestes Beispiel"

Sport

Der frühere Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack sieht den Umgang des DFB mit verdienten Spielern kritisch - und den FC Bayern als mögliches Vorbild.

"Mich hat zum Beispiel niemand vom DFB nach meinem Laufbahnende angesprochen, den Trainerschein zu machen. Der Verband sollte hier deutlich mehr Anreize schaffen", sagte Ballack in einem "Sport Bild"-Interview. "Er sollte versuchen, die besten Spieler - wie etwa einen Toni Kroos oder zuvor Bastian Schweinsteiger, die ihre Karriere beendeten - für sich zu gewinnen."

Die Ex-DFB-Stars seien zwar "wirtschaftlich unabhängig und müssen nicht alles tun, so der 49-Jährige, "aber man sollte sie mit Begeisterung und Inhalten packen. Denn für den deutschen Fußball wäre es enorm wertvoll, wenn die großen Persönlichkeiten ihr Wissen an die jüngeren Generationen weitergeben. So wie es Rudi Völler noch macht".

Derzeit gehe "viel an Wissen verloren", monierte Ballack. "Darum brauchen wir mehr Spitzenleute in den wichtigen Positionen. Das müssen später dann nicht immer Trainer sein."

Als "bestes Beispiel" nannte der ehemalige Profi den FC Bayern. "Dort hat es mit Uli Hoeneß (als Manager) und Karl-Heinz Rummenigge (als Präsident) über viele Jahre herausragend geklappt", so Ballack.

Nationalmannschaft: Das erwartet Ballack von Jürgen Klopp

Die sportliche Zukunft des DFB-Teams sieht der Vize-Weltmeister von 2002 positiv - dank des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp.

Der 59-Jährige habe "in seiner Karriere auf all seinen Stationen viel bewegt", lobte Ballack. "Er ist der erfahrenste sowie anerkannteste deutsche Trainer und soll den deutschen Fußball wieder aus - der Talsohle führen. Ich hoffe, dass er das hinbekommt. Gute Spieler haben wir ja."

Man müsse Klopp nun "Zeit geben, man muss seine Ansätze und Methoden akzeptieren", forderte Ballack. "Eine gute Grundlage ist, dass er voll akzeptiert ist und er die Menschen mit seiner Art begeistern kann."

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