Nationalmannschaft: Baumann spricht Machtwort in Nagelsmann-Debatte
Seine Personalie war eines der großen Themen vor der Weltmeisterschaft im Sommer und auch nach der ersten Kader-Nominierung von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp wird viel über Hoffenheim-Keeper Oliver Baumann geredet. Nachdem der 36-Jährige seinem Unmut zuletzt Luft machte, will er nun nach vorne blicken.
Der Schlussmann wurde im ersten Aufgebot von Jürgen Klopp nicht berücksichtigt. Die Rolle des erfahrenen Keepers im Team geht für den Moment wieder an Marc-Andre ter Stegen. Neben dem Ajax-Keeper sind mit Finn Dahmen, Noah Atubolu, Jonas Urbig und Alexander Nübel eher Keeper aus der jüngeren Generation nominiert.
"Die Entscheidung gefällt mir nicht, das ist ganz klar. Aber es wird ein anderer Weg eingeschlagen, und den muss ich respektieren", hatte Baumann zuletzt bei "NITRO" gesagt. Anschließend sprach der Keeper auch nochmal über seine Degradierung im Sommer, als er als sicher geglaubte Nummer eins kurz vor der WM geschasst wurde, um Platz für das Comeback von Manuel Neuer zu machen.
"Im Sommer tat deutlich mehr weh, wie das gelaufen ist. Das war unfassbar, tatsächlich nicht nur aus einer Richtung", hatte der Routinier nach der Hoffenheimer Pleite auf Kreta (0:2) in der Europa League bei "NITRO" verdeutlicht.
Baumann blickt nach vorne
Der Frust war bei Baumann zu erkennen, nach einer Nachfrage der "Sport Bild", welche Richtung er denn gemeint habe, zeigte sich Baumann allerdings diplomatisch: "Ich möchte in der Hinsicht nichts mehr sagen. Ich möchte nur sagen, dass das einfach nur aus meiner Sicht war, wie es sich für mich persönlich angefühlt hat", so der Hoffenheim-Torwart.
"Ich möchte da niemanden angreifen oder sonst irgendwas, sondern einfach nur betonen, wie es für mich war. Und auch nicht Julian oder so. Das ist alles geklärt, alles sauber, und dabei würde ich es gerne belassen", erklärte Baumann.