Nationalmannschaft | Bericht: Klopp von Ist-Zustand beim DFB "fast irritiert"
Auch ohne die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bislang in einem Pflichtspiel gecoacht zu haben, hat Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp bereits für eine spürbare Aufbruchstimmung gesorgt. Kein Wunder: Angeblich sind Dinge, die für den ehemaligen Trainer des BVB oder des FC Liverpool selbstverständlich sind, Neuland beim DFB.
Die "Bild" berichtet von einem von Bundestrainer Jürgen Klopp anberaumten Treffen zwischen seiner Person und allen U-Nationalcoaches des DFB. Auf diesem soll Klopp die Teilnehmer darauf eingeschworen haben, dass sie es sind, die die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der deutschen A-Auswahl verantwortlich sind.
Dass sich einige der Anwesenden anschließend persönlich beim 59-Jährigen bedankt haben sollen, müsse Klopp "fast irritiert" haben, mutmaßt die Zeitung in diesem Zusammenhang. Für den langjährigen Erfolgstrainer seien diese Meetings schlicht selbstverständlich, dass sie unter seinem Vorgänger Julian Nagelsmann nicht stattgefunden haben sollen, dürfte Klopp daher zumindest überrascht haben.
Klopp zu Beginn gleich dreimal gefordert
Nagelsmann wurde schon unmittelbar nach der verkorksten Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada im Sommer 2026 vorgeworfen, vor allem kommunikativ nicht immer die richtigen Knöpfe gedrückt zu haben. Klopp hat sich in seiner Laufbahn hingegen den Ruf erarbeitet, ein echter "Menschenflüsterer" zu sein, der die Spieler nicht selten erfolgreich dazu antreibt, ihre Grenzen zu verschieben.
Taten muss das DFB-Team unter Klopp erstmals am 24. September im Rahmen der Nations League folgen lassen. Dann wartet Erzrivale Niederlande. Am 27. September folgt Klopps Heimdebüt gegen Griechenland, am 01. Oktober beendet ein Vergleich mit Serbien den ersten Länderspiel-Dreierpack des neuen Bundestrainers.
Von dem Verlauf der Spiele hängt ab, ob die Aufbruchstimmung erhalten bleibt.