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Nationalmannschaft: Brisanter Verdacht um Jürgen Klopp und sein Team

Sport

Auch nach den ersten beiden Spielen unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp steckt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft weiter in der Krise. Der frühere DFB-Verteidiger Thomas Helmer analysiert die Gründe für den Fehlstart des Nachfolgers von Julian Nagelsmann.

"Mein Eindruck ist, dass die Jungs noch nicht verinnerlicht haben, was Jürgen ihnen mitgeben will", äußerte Helmer im "ran"-Interview einen pikanten Verdacht nach der 0:1-Heimpleite in der Nations League gegen Griechenland. Dort hatte die deutsche Auswahl über weite Strecken enttäuscht.

Er habe "nicht das Gefühl gehabt, dass dieser unbedingte Wille da war, das Spiel mit aller Macht auf die eigene Seite zu ziehen", monierte der Europameister von 1996: "Es kam ja nach rund 60 Minuten nicht mehr viel."

Den erhofften Turnaround nach der völlig verkorksten Weltmeisterschaft im Sommer hat Helmer jedenfalls noch nicht ausgemacht. "Da habe ich überhaupt keinen Fortschritt zur WM gesehen", bilanzierte er.

Mit Klopps Verpflichtung war die Hoffnung einhergegangen, dass Deutschland künftig ähnlich mitreißend spielt wie Borussia Dortmund und der FC Liverpool unter der Führung des erfahrenen Übungsleiters. Doch bislang gab's überwiegend Ballgeschiebe statt Hochgeschwindigkeitsfußball.

"Davon war fast nichts zu sehen, obwohl wir Spieler mit Tempo haben", kritisierte Helmer. Auch die Ausrede, dass die Mannschaft nicht eingespielt sei, gelte nur bedingt.

Helmer stützt düstere Schweinsteiger-These

Dass Bastian Schweinsteiger nach der jüngsten Niederlage behauptet hatte, die DFB-Auswahl sei nur noch Mittelmaß, konnte Helmer indes gut nachvollziehen.

"Wir waren ja bei der WM schon nicht besser und das hat Basti dann nochmal untermauert. Die Leistung hat bestätigt, dass wir im Moment in einer Phase sind, wo wir nicht zu den besten Teams der Welt gehören", merkte der 61-Jährige an.

Neben einer funktionierenden Achse würden ihm "gerade im Zweikampfverhalten, wo wir ganz schlechte Statistiken haben" auch die "Basics" fehlen, bemängelte Helmer.

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