Nationalmannschaft | Darum ist ein DFB-Sieg in Griechenland beinahe Pflicht
Die 0:1-Heimpleite gegen Griechenland am zweiten Spieltag der Nations League markierte am 27. September im zweiten Spiel die erste Niederlage für Jürgen Klopp als Bundestrainer - und einen heftigen Dämpfer für die Fußball-Euphorie, die die Ernennung des Starcoaches zum obersten DFB-Trainer ausgelöst hatte. Der folgende 2:0-Sieg gegen Serbien hat die Kritik erst einmal verstummen lassen. Um wieder voll auf Kurs zu kommen, ist eine Revanche gegen Griechenland am Sonntag (4. Oktober, 20:45 Uhr) allerdings Pflicht.
Das 0:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Griechenland war nicht nur ein Rückschlag für das deutsche Fußball-Selbstverständnis, nachdem das DFB-Team zuvor schon beim 1:1 gegen die Niederlande nur einen Punkt holte, schien auch die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale der Nations League extrem gefährdet.
Am Donnerstag wendete sich das Blatt allerdings wieder. Deutschland bezwang die noch sieglosen Serben mit 2:0, Griechenland und die Niederlande teilten sich beim 2:2 die Punkte. Mit einem Sieg in Thessaloniki hätten Klopp und Co. das Weiterkommen wieder in der eigenen Hand. Weniger als ein Dreier sollte es aber nicht sein.
Der Grund hierfür liegt in den Regularien des UEFA-Wettbewerbs. Wie bei der WM zählt der direkte Vergleich bei Punktgleichheit mehr als die Tordifferenz. Damit stehen bereits vor dem Anstoß am Sonntag (4. Oktober, 20:45 Uhr) einige Dinge fest.
Setzt es für den DFB erneut eine Pleite gegen die Griechen, ist Platz eins in der Gruppe 2 der Nations League A schon nicht mehr zu erreichen. Deutschland könnte in diesem Fall in den ausstehenden Partien maximal noch mit den Griechen gleichziehen, würde aber aufgrund des direkten Vergleichs immer hinter den Hellenen zurückbleiben. Das gilt auch für einen möglichen Dreiervergleich zwischen Griechenland, den Niederlanden und Deutschland.
Dann wäre Platz eins sicher
Es liefe auf einen Zweikampf mit Oranje um das zweite Viertelfinalticket hinaus, womöglich im Gruppenfinale am 16. November in Berlin. Momentan liegt Holland einen Punkt vor Deutschland.
Trennen sich Deutschland und Griechenland unentschieden, bleibt es bei den aktuell drei Punkten Rückstand auf den Tabellenführer. Der könnte in den Partien in Serbien (13. November) und dem Heimspiel gegen Holland noch wettgemacht werden. Der DFB wäre aber auf Schützenhilfe angewiesen.
Letztlich läuft es also darauf hinaus, dass Deutschland in Thessaloniki gewinnen sollte. In diesem Fall hätten Klopp und Co. wieder alles in der eigenen Hand. Bei einem knappen Erfolg mit einem Treffer Vorsprung käme es bei Punktgleichheit am Ende auf die Tordifferenz an. Jeder Sieg mit mindestens zwei Toren Vorsprung brächte die DFB-Elf im Direktvergleich nach vorn.
Das bedeutet: Mit zwei weiteren Siegen zum Abschluss der Gruppenphase im November wäre man dann in jedem Fall sogar Gruppensieger.