Nationalmannschaft: DFB-Boss übt Kritik nach Klopps Stolperstart
Der scheidende DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig sieht die Punktausbeute der Nationalmannschaft in der ersten Länderspielphase unter Jürgen Klopps Regie kritisch.
"Ich denke, dass wir uns insgesamt gesteigert haben im Laufe der Spiele. Am Ende sind fünf Punkte zu wenig. Da hätten wir uns mehr gewünscht, da braucht man nicht drumherum zu reden. Aber aller Anfang ist schwer", sagte Rettig bei "Ran".
Deutschland war zum Auftakt in die Ära Klopp in der Nations League nicht über ein 1:1 in den Niederlanden hinausgekommen. Danach folgten die 0:1-Heimpleite gegen die Griechen, ein 2:0 gegen Serbien sowie ein 0:0 auswärts in Griechenland.
Eine positive Entwicklung im DFB-Team sieht Rettig dennoch. "Was mir ausgesprochen gut gefällt, ist tatsächlich, wie Jürgen mit seinem Trainerteam an die Sachen herangeht, neben dem Platz alle mitzunehmen. Da ist ein guter Geist entstanden. Also von daher gibt es wenig zu meckern bis auf die Punkteausbeute", so der 63 Jahre alte Funktionär, der beim DFB offiziell zum 1. Januar von Per Mertesacker beerbt wird.
Nationalmannschaft: Klopp lobt "Talent" der deutschen Spieler
Klopp selbst hatte nach seinem Einstand als Bundestrainer ein positives Fazit gezogen. "Es hieß, dass der deutsche Fußball im Keller ist und es keine Talente gibt. Ich habe zwei Wochen mit 43 Spielern zusammengearbeitet. Denen fehlt kein Talent. Die haben Lust, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Jeder hat sich gezeigt, alle hatten ihre Berechtigung", sagte er.
Der 59-Jährige ergänzte: "Wir haben ein paar Zeichen gezeigt, dass wir ein paar Dinge besser können, als man uns das zugetraut hat. Ich wollte etwas anschieben, das habe ich auf jeden Fall gesehen. Harte Arbeit, viele Informationen, das Talent läuft den Jungs aus den Ohren raus."
Im November steht die nächste Länderspielphase an, dann nicht mehr mit einem XXL-Aufgebot. "Es wird ein kleinerer Kader sein. Das ist klar. Wir werden nicht zwei verschiedene Spiele mit zwei verschiedenen Mannschaften machen. Diese Spieler plus die U21-Spieler ist ein Pool, mit dem wir in die Zukunft gehen. Aber die Tür ist offen für jeden. Sperrangelweit", sagte Klopp.