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Nationalmannschaft: DFB-Umbruch? Jürgen Klopp hat "spannende Ideen"

Sport

Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp hat sich hinter den Kulissen mit den DFB-Verantwortlichen bereits über seine erste Kadernominierung für den Länderspiel-Viererpack im September und Oktober ausgetauscht. Klopp werde die Spieler auswählen, die seine Spielphilosophie am besten umsetzen können, schilderte DFB-Sportdirektor Rudi Völler beim Internationalen Trainer-Kongress in Mainz. "Er hat schon Ideen, über die wir gesprochen haben. Es wird spannend." Klopp hatte bei seiner Vorstellungs-PK von 57 Kandidaten für seinen ersten DFB-Kader gesprochen. Jeder davon müsse sich "über Leistung" empfehlen, betonte Völler. "Du musst immer damit rechnen, dass du überprüft wirst, ob du noch dazugehören darfst oder musst", sagte der frühere Bundestrainer. Dann werde Klopp jene Akteure "auswählen", die seinen Heavy-Metal-Fußball spielen "können" - andere würden "nicht aufgestellt oder nicht nominiert", meinte Völler. Einen radikalen Umbruch erwartet der 66-Jährige zwar nicht, aber laut Völler werde es "ein paar Spieler geben, die von sich aus zurücktreten oder nicht mehr eingeladen werden". Konkrete Namen wie die von Leroy Sané und Leon Goretzka wollte der DFB-Sportdirektor nicht kommentieren. Die beiden ehemaligen Profis des FC Bayern gelten als Streichkandidaten unter Klopp. Entgegen der Unkenrufe aus der Experten-Szene sieht Völler durchaus noch Weltklasse im deutschen Team, zum Beispiel bei Kai Havertz, Florian Wirtz und Jamal Musiala. Völler fordert: DFB-Team muss "besser verteidigen" Neben Joshua Kimmich, den Völler weiter als Kapitän sieht, werde auch Serge Gnabry, der die WM verletzungsbedingt verpasste, "sicherlich noch ein Thema sein", prophezeite der Weltmeister von 1990. Grundsätzlich müsse die DFB-Elf künftig "besser verteidigen", forderte Völler, sowie mehr "Widerstandsfähigkeit" zeigen. "Es muss schwerer werden, uns zu schlagen", betonte er. Auch die Fans müsse die deutsche Auswahl wieder hinter sich bringen, so Völler. Klopp habe "das Land ja schon angezündet. Es ist seine ganz große Stärke, neben seinem Fußballsachverstand, Menschen mitreißen zu können - auch in schwierigen Situationen". Der Nachfolger des zuletzt in der Öffentlichkeit extrem unbeliebten Julian Nagelsmann habe "die Qualität, die Wucht und die Macht, auch mal Dinge auszuprobieren. Bei ihm wird man auch mal ein Auge zudrücken, wenn etwas nicht so funktioniert", glaubt Völler.

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