Nationalmannschaft | Effenberg erwartet "ganz schwere Aufgabe" für Jürgen Klopp
Mit fünf Zählern aus den ersten vier Nations-League-Auftritten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter der Regie von Jürgen Klopp ist der DFB-Start des neuen Bundestrainers erwartungsgemäß nicht perfekt gelaufen. Stefan Effenberg ist nach der XXL-Länderspielpause aber dennoch nicht unzufrieden, schwört den 59-Jährigen und seine Stars aber auf "entscheidende Wochen" ein.
Die "wichtigste" Erkenntnis der ersten Länderspiele der Bundestrainer-Ära von Jürgen Klopp sei, dass "wir jetzt alle wissen, woran wir mit 'Kloppo' und einer aufgefrischten deutschen Mannschaft sind", schreibt Stefan Effenberg in seiner Kolumne für "t-online" und legte nach: "Besonders das 0:0 in Thessaloniki hat dafür den Ausschlag gegeben. Denn die ersten drei Auftritte waren erwartungsgemäß noch sehr wechselhaft, teilweise wacklig."
Die Nullnummer in Griechenland sei "das bisher beste Spiel der Klopp-Ära" gewesen, stellte der TV-Experte klar: "Die Mannschaft ist gut aufgetreten. Unter diesen Umständen dort zu bestehen, und dann auch nicht eingespielt, mit nur wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten zuvor – das hat mir gut gefallen, auch wenn es am Ende nicht die drei Punkte wurden, die eigentlich verdient gewesen wären."
"Nächste ganz schwere Aufgabe" für Klopp
Für die Ausgangslage in der Nations-League-Gruppe vor den abschließenden Partien gegen Serbien (13.11.) und die Niederlande drei Tage später brachte der Punkt aber wenig. Beim nächsten DFB-Lehrgang wird Klopp "nicht drumherumkommen, dass er einigen Spielern wehtun muss", mahnte Effenberg: "Er hat bereits angekündigt, dass er dann nicht erneut 44 Namen berufen wird. Vermutlich 14, 15, 16 Spielern muss er dann erst einmal absagen."
Der ehemalige Nationalspieler rechnet damit, dass "nicht wenige sicher enttäuscht sein werden, nachdem sie nun vielleicht auch zum ersten Mal bei der Nationalmannschaft dabei sein durften und Eindrücke sammeln konnten". Für den Bundestrainer wird das sicherlich "die nächste ganz schwere Aufgabe für den Bundestrainer. Er wird nach diesen vier Spielen nun genau wissen, wen er für die letzten beiden Länderspiele des Jahres benötigt", so der "Tiger".
Aus den in der XXL-Länderspielpause gesammelten Eindrücken wird der gebürtige Stuttgarter "seine Schlussfolgerungen ziehen – und in den kommenden Wochen weiter beobachten, wie sich seine Favoriten im Verein schlagen, sowohl in der Liga als auch im Pokal und in Europa. Es sind entscheidende Wochen, die da auf uns warten", legte sich der 58-Jährige weiter fest.