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Nationalmannschaft: "Ein warnendes Wort" an Klopp nach historischem Fehlstart

Sport

Jürgen Klopp sieht sich nach dem historisch schlechtesten Start eines Bundestrainers mit den ersten kritischen Stimmen konfrontiert.

"Über alles, was der neue Bundestrainer gesagt hat, haben die Leute gesagt, das sei eine Lehrstunde in Führung und Leadership gewesen. Es wurde nicht mehr zugehört, was er sagt, sondern nur, wer es sagt", sagte "Sky"-Experte Dietmar Hamann. "Ich will nicht die Euphorie bremsen, aber ein warnendes Wort: Über Wasser laufen kann Jürgen Klopp auch nicht, das hat man in der letzten Woche gesehen. Man sollte hinterfragen, was gesagt wird und wie es gesagt wird, und nicht nur schauen, wer es sagt."

In Klopps ersten beiden Spielen an der Seitenlinie kam die DFB-Elf nicht über ein 1:1 in den Niederlanden sowie ein 0:1 gegen Griechenland hinaus.

Auch Sepp Herberger (1937) und Helmut Schön (1965) gelang zu Beginn ihrer Amtszeiten als Bundestrainer zwar in zwei Partien kein Sieg. Beide erreichten aber immerhin jeweils zwei Unentschieden und können damit eine bessere Ausbeute vorweisen als Klopp.

Erste Zweifel an einem nachhaltigen Aufschwung unter dem 59-Jährigen äußerte auch Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg.

"Allen, die etwas anderes erhofft hatten, muss ich nun leider sagen: Willkommen in der Realität. Und diese Realität kann jetzt endgültig niemand mehr verleugnen oder schönreden: Deutschland ist keine Spitzennation mehr, sondern nur noch Mitläufer im Weltfußball", schrieb er in seiner "t-online"-Kolumne.

Nationalmannschaft: Effenberg seht "kein Rezept, keine Lösung"

Auch Klopp habe gegen die tiefstehenden Griechen Fehler gemacht, bemängelte Effenberg: "Sowohl die deutsche Mannschaft als auch Klopp und sein Trainerteam müssen sich vorwerfen lassen, dass sie nun gegen diese altbekannte Spielweise kein Rezept hatten, keine Lösung gefunden haben."

Schon das Remis gegen die Niederlande sei schmeichelhaft gewesen, so Effenberg. Die zweite Partie habe ihn dann an viele Auftritte unter Klopps Vorgängern in den vergangenen Jahren erinnert. " Es war kein Fortschritt erkennbar, keine neue Spielidee. Und das muss - bei aller Perspektive - Sorgen machen", schrieb Effenberg.

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