Nationalmannschaft, Eintracht Frankfurt | DFB-Entscheidung? Jürgen Klopp ist der Grund
Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt steht vor seinem Debüt in der deutschen Nationalmannschaft. Zwar hätte der SGE-Stürmer auch für Marokko spielen können. Doch dann übernahm Jürgen Klopp das Amt des Bundestrainers.
Dass sich Younes Ebnoutalib für die deutsche A-Nationalmannschaft entschieden hat, geht auf den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp zurück.
"Ich bin sehr, sehr stolz", sagte der DFB-Newcomer am Dienstag in einer Medienrunde in Herzogenaurach, wo sich die Nationalmannschaft auf den Nations-League-Kracher gegen die Niederlande (Donnerstag, 20:45 Uhr/RTL) vorbereitet: "Es gab auch Gespräche mit Marokko, aber die waren nicht so intensiv wie jetzt mit Jürgen."
Der Frankfurter Angreifer fügte hinzu: "Er ist einer der besten Trainer der Welt. Wenn er anruft, kann man nicht Nein sagen."
Eintracht Frankfurt: Senkrechtstarter Ebnoutalib wird emotional
Klopp hat für die vier bevorstehenden Länderspiele zwei unterschiedliche Kader zusammengestellt, Younes Ebnoutalib ist für die Partien in Amsterdam gegen die Niederlande und in Augsburg gegen Griechenland (Sonntag, 20:45 Uhr/ARD) vorgesehen.
Dass der gebürtige Frankfurter in einer der beiden Partien eingesetzt wird, gilt als wahrscheinlich. Gibt Ebnoutalib sein Debüt, wäre eine Karriere in der marokkanischen Nationalmannschaft endgültig vom Tisch. Junioren-Länderspiele hat der Stürmer weder für Deutschland noch für Marokko absolviert.
"Ich bin ehrlich: Nach dem Telefonat kamen mir ein bisschen die Tränen, weil ich darüber nachgedacht habe, wo ich vor ein paar Jahren noch war. Und dass es krass ist, dass es so schnell gehen kann", bekannte der Eintracht-Senkrechtstarter: "Dass sich die harte Arbeit gelohnt hat."
Ebnoutalib war in der Jugend bei Rot-Weiß Frankfurt und Wehen Wiesbaden ausgebildet worden, ehe er sich zu einem Wechsel in die Nachwuchsabteilung der AC Perugia entschied. Bei Regionalligist FC Gießen empfahl er sich anschließend für einen Wechsel zur SV Elversberg. Im Januar überwies Eintracht Frankfurt dann acht Millionen Euro ins Saarland für den Stürmer, der seither auf sechs Tore und zwei Vorlagen für die SGE kommt.