Nationalmannschaft | Enthüllt: Jürgen Klopp macht Bayern-Star zum Kapitän
Nach der Abreise von Joshua Kimmich benötigt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstagabend im Länderspiel gegen Serbien (20:45 Uhr) einen neuen Kapitän. Bundestrainer Jürgen Klopp hat den nun offenbar in den Reihen des FC Bayern gefunden.
Wie "Bild" am Donnerstagvormittag berichtet, wird Offensivspieler Serge Gnabry die DFB-Auswahl gegen Serbien als Kapitän aufs Feld führen.
Bundestrainer Jürgen Klopp hatte sich bis zuletzt bedeckt gehalten und nicht verraten, wen er als Vertreter von Spielführer Joshua Kimmich ernennt. "Die Mannschaft wird morgen von dem Spieler aufs Feld geführt, der die meisten Länderspiele hat", hatte der 59-Jährige am Mittwoch auf der Pressekonferenz lediglich gesagt.
Zunächst galt BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck als möglicher Kandidat. Der 26-Jährige hatte im "ZDF"-Gespräch betont, es wäre eine "große Ehre", die DFB-Elf als Kapitän anzuführen. Für die restlichen Länderspiele gegen Serbien und am Sonntag gegen Griechenland ist Schlotterbeck aber keine Option: Der 30-fache Nationalspieler verletzte sich am Mittwoch im Abschlusstraining am Sprunggelenk.
Gnabry bislang zweimal Joker unter Klopp
"Das war einfach unglücklich. Alle weiteren Infos - da macht es mehr Sinn, wenn das die medizinische Abteilung des Vereins oder unsere gibt. Ich hoffe, dass es nicht so lange dauert", so Klopp auf der DFB-Pressekonferenz. Schlotterbeck hatte sich gerade erst von einem Innenbandanriss im linken Sprunggelenk erholt.
Auch Serge Gnabry blickt auf eine lange Verletzung zurück. Der Bayern-Star fiel im Schlussspurt der vergangenen Saison mit einer Adduktorenverletzung aus und verpasste somit die Weltmeisterschaft. Der 31-Jährige zählt in der aktuellen Länderspielphase zu den Spielern im DFB-Kader, die über die gesamte Dauer am Training teilnehmen.
Der Angreifer war bereits bei den ersten beiden Nations-League-Spielen zum Einsatz gekommen: Gegen die Niederlande (1:1) kam er zehn Minuten zum Zug, gegen Griechenland (0:1) waren es 15 Minuten. Nun kommt der 61-fache Nationalspieler laut "Bild" zu seinem Startelf-Comeback, sein Münchner Teamkollege Lennart Karl werde derweil vorerst nur auf der Bank sitzen.