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Nationalmannschaft: Hamann kritisiert "überstürzte" Klopp-Entscheidung

Sport

Kaum war Julian Nagelsmann vom Deutschen Fußball-Bund zum Rücktritt als Bundestrainer gedrängt worden, da wurde bekannt, dass die Gespräche mit Jürgen Klopp über ein DFB-Engagement in Kürze aufgenommen werden sollen. Innerhalb von nur wenigen Wochen wurde der Deal, der noch im Laufe der Woche verkündet werden soll, vom Verband eingetütet. Didi Hamann ging es zu schnell. Jürgen Klopp wird der insgesamt 13. Bundestrainer in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes werden. Den Posten übernimmt er von Julian Nagelsmann, der nach dem WM-Debakel erfolgreich zu seinem Rücktritt gedrängt wurde. Dass sich der DFB bereits unmittelbar nach der Trennung von Nagelsmann darauf festlegte, dass Klopp das Ruder übernehmen soll, gefällt Dietmar Hamann nicht. "Ich glaube, dass man da auch wieder etwas überstürzt gehandelt hat. Lasst euch doch mal etwas Zeit. Man hätte sich ja auch bis September Zeit lassen können", kritisierte der Ex-Profi die schnelle Klopp-Fixierung des Verbandes bei "Sky Austria", der sich offenbar gar nicht mit anderen Kandidaten auseinandergesetzt hatte. Nach Ansicht von Hamann hätte sich der DFB mehr Gedanken und Kandidaten durch den Kopf gehen lassen müssen. Hamann bringt Deschamps als Bundestrainer ins Spiel Einen Namen nennt der 52-Jährige gleich auch: "Ein Didier Deschamps zum Beispiel hört in Frankreich auf. Ich weiß nicht, ob er Interesse hätte, aber man hätte ihn ja mal fragen können. Vielleicht würde es uns auch mal nicht schlecht tun, einen Ausländer zu holen, damit er andere Ideen in den Verband bringen kann." Ganz unglücklich ist der Ex-Nationalspieler mit der Wahl dann aber doch nicht. "Klar, Jürgen Klopp ist 'Everybodys Darling' und halbfrei durch seine Tätigkeit bei Red Bull, die ihn wohl gehen lassen. Was er natürlich in den letzten Jahren gezeigt hat, ist, dass er das Beste aus den Spielern herausholen kommen", fügte der ehemalige Profi des FC Bayern und FC Liverpool hinzu, ehe er noch hinterherschob: "Also lassen wir uns mal überraschen." Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, plant der DFB die große Klopp-Vorstellung noch in dieser Woche. Über die Bühne gehen soll das Ganze spätestens am Freitag in der Frankfurter Verbandszentrale. Wann die mögliche Pressekonferenz beginnen und Klopp bei seinem ersten Auftritt als DFB-Trainer Rede und Antwort stehen würde, ist allerdings noch unklar. Klar ist mittlerweile, dass seinem Engagement nichts mehr im Weg steht. Mit dem DFB hatte sich Klopp schon im Laufe der WM nach gemeinsamen Gesprächen geeinigt. Da sowohl er als auch der Verband sehr früh ihre Bereitschaft zu einer Zusammenarbeit signalisierten, war dies der leichte Teil der Verhandlungen. Unterschreiben wird der 59-Jährige einen Vertrag bis nach der Weltmeisterschaft 2030.

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