Nationalmannschaft: „Ich bin Türke“ - Kerem Demirbay bereut Entscheidung für den DFB
Geboren wurde Kerem Demirbay am 3. Juli 1993 im nordrhein-westfälischen Herten. Er lernte das Fußballspielen bei Schalke 04, wechselte dann zu Borussia Dortmund, spielte auch für Wattenscheid 09 – ein Kind des Ruhrgebiets, das eine große Karriere hinlegte.
Doch der frühere deutsche Nationalspieler bereut es, für den DFB und nicht die Türkei aufgelaufen zu sein. „Wenn sie mich heute noch einmal anrufen würden, würde ich nicht hingehen“, sagte der 33-Jährige in einem Interview mit dem türkischen YouTuber Yagiz Sabuncuoglu zu seiner Berufung für den DFB. „Weil ich Türke bin. Ich bin Türke. Meine Mutter und mein Vater sind Türken.“
In den Jugendnationalmannschaften lief der in Nordrhein-Westfalen geborene Demirbay noch für die Türkei auf. Er habe sich damals eineinhalb Jahre beim türkischen Verband für eine Nominierung in die Nationalmannschaft bemüht, diese sei aber ausgeblieben. „Das ist das Einzige, was mich in meiner gesamten Karriere wirklich traurig gemacht hat“, berichtete Demirbay.
Durchbruch unter Nagelsmann
Demirbay stand im Jahr 2017 zweimal für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Rasen. Sein Debüt gab der 33-Jährige mit einem Kurzeinsatz bei einem Freundschaftsspiel gegen Dänemark. In seinem zweiten Spiel schoss Demirbay im Confederations Cup gegen Kamerun sogar ein Tor.
In seiner Profikarriere spielte der zentrale Mittelfeldspieler dann unter anderem für die TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen in der Bundesliga. Seinen großen Durchbruch schaffte er in Hoffenheim unter Trainer Julian Nagelsmann. Durch seine Leistungen in Sinsheim spielte sich Demirbay im Jahr 2017 in den Fokus der deutschen Nationalmannschaft.