Nationalmannschaft: Irre Klopp-Prognose lässt aufhorchen
Mit den ersten Wochen seiner Amtszeit hat Bundestrainer Jürgen Klopp schon einige Aufbruchstimmung rund um die Nationalmannschaft entfacht. BVB-Vereinsikone Norbert Dickel lässt sich zu einer spannenden Prognose hinreißen.
"Mit diesem Trainer kann das Team alles erreichen. Ich wäre nicht überrascht, wenn Deutschland 2030 Weltmeister würde", sagte der legendäre "Held von Berlin" im "Spiegel".
Dafür müsste Klopp in den kommenden knapp vier Jahren eine 180-Grad-Wende mit der DFB-Elf schaffen, erreichte diese doch zuletzt bei drei WM-Endrunden in Folge nicht mal mehr das Achtelfinale.
Dickel, der Klopp bestens aus gemeinsamen BVB-Zeiten kennt, glaubt: Unter der Regie des 59-Jährigen wird alles anders - und besser.
"Du hast als Spieler einen natürlichen Respekt vor Jürgen Klopp. Der hat schon so viel erreicht in seinem Leben, dass du einfach Respekt hast. Wenn Jürgen Klopp einen anschreit, dann gehst du in die Knie. Das wird den Nationalspielern genauso ergehen", sagte der 64-Jährige.
Nationalmannschaft: Jürgen Klopp "macht alles richtig"
Klopp ist aus Dickels Sicht zudem die dringend benötigte "Identifikationsfigur", die das DFB-Team derzeit braucht. "Eine bessere als Klopp gibt es nicht. Den kannst du dir ja nicht malen", sagte der frühere BVB-Profi. "Die Verpflichtung von Jürgen Klopp ist nicht nur sportlich eminent wichtig, sie ist genauso wichtig für die Akzeptanz des gesamten Fußballs im Lande. Das war vom DFB das Beste, was man machen konnte. Das ist von unschätzbarem Wert. Mir kommt es vor wie damals, als man Franz Beckenbauer an Bord geholt hat."
Zweifeln daran, dass Klopp seine Qualitäten als Vereinstrainer auch auf die Nationalmannschaft übertragen kann, trat Dickel entschieden entgegen: "Der macht alles richtig. Man sieht das schon, wenn man sich nur die ersten Wochen anschaut. Wo Jürgen überall war: in den Stadien, bei den Klubs. Was Jürgen in den drei Wochen an Pensum geschafft hat, hat Julian Nagelsmann vermutlich in drei Jahren nicht absolviert. Du musst dich auch sehen lassen. Du kannst nicht einen Spieler nur auf dem Monitor sehen und sagen: Der ist gut."