Nationalmannschaft: Jürgen Klopps DFB-Einstand "sehr ungewöhnlich"
Jürgen Klopps erste Länderspielpause als Bundestrainer wird eine ganz Besondere, meint auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler.
"Das ist schon sehr ungewöhnlich", sagte der Weltmeister von 1990 bei "Sport1". "Das ist eine Herausforderung - auch für mich."
Hintergrund: Klopp und die Nationalmannschaft sind zum Auftakt der Nations League gleich in vier Partien gefordert: gegen die Niederlande (24. September), Griechenland (27. September und 4. Oktober) sowie Serbien (1. Oktober) - ein echtes Mammutprogramm für den 59-Jährigen und das DFB-Team.
Völler nimmt schon vor Klopps Debüt auf der Bank der Nationalmannschaft allerdings eine gewisse Aufbruchstimmung wahr. "Aber das war auch zu erwarten. Das ist ja immer so, wenn ein neuer Trainer kommt, auch bei Julian Nagelsmann gab es eine große Euphorie", sagte der 66-Jährige.
Bei Klopp sei die Situation aber noch einmal eine andere, so Völler. "Bei seiner enormen Trainervergangenheit und seiner Art, Menschen mitzunehmen, merkt man jetzt schon, dass er etwas entfachen kann."
Besonders beeindruckt zeigte sich Völler von Klopps Engagement in den ersten Wochen seiner am 15. August gestarteten Amtszeit. "Man merkt, dass er brennt. Dass er es nicht abwarten kann, dass es endlich losgeht", meinte er. Dass Klopp bereits mehrere Bundesligaspiele und Klubs vor Ort besucht hat, sei "richtig so", lobte der DFB-Sportdirektor.
Klopps Torwart-Frage "völlig offen"
Am 17. September wird Klopp seinen mit Spannung erwarteten ersten Kader nominieren. Um die Frage, welche Spieler letztlich den Nations-League-Viererpack bestreiten, ranken sich viele Spekulationen.
"Völlig offen" sei laut "Sky" etwa noch die Frage, wer den abermals zurückgetretenen Manuel Neuer im DFB-Tor beerbt.
Demnach zählen Oliver Baumann, Alexander Nübel, Jonas Urbig, Noah Atubolu, Finn Dahmen und auch Marc-André ter Stegen zu Klopps Kandidaten. Auch Loris Karius vom FC Schalke 04 darf sich Hoffnung auf eine Nominierung machen, hieß es.
Eine Entscheidung, wer dann tatsächlich beim Klopp-Debüt im Kasten stehen wird, fällt vermutlich erst, wenn sich der frühere BVB-Coach im DFB-Training einen Eindruck von jedem seiner nominierten Kandidaten gemacht hat.