Nationalmannschaft | Klopp-Kenner: "Da darf ihm keiner reinreden"
Als langjähriger Weggefährte kennt der Mainzer Sportvorstand Christian Heidel den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp bestens. Er hat nun verraten, worauf sich Fußball-Deutschland einstellen kann. Bei Mainz 05 startete Jürgen Klopp seine so erfolgreiche Laufbahn einst als Trainer. Nach Stationen beim BVB und beim FC Liverpool und einem Abstecher in eine Führungsposition bei Red Bull als "Global Head of Soccer" wartet auf den 59-Jährigen nun die bislang größte Aufgabe, ist sich Christian Heidel sicher. "Er hat nun mal die Mannschaft in Deutschland und das heißt, er hat da eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe", sagte der Mainzer Sportvorstand in einem Interview mit "Sport1": "Aber dessen ist er sich doch bewusst. " Klopp habe nun "seine Mannschaft zusammen", führte der langjährige Weggefährte mit Blick auf die Assistenten Peter Krawietz , Pepijn Lijnders und Sven Bender aus. "Ich glaube, dass auch die Leute beim DFB ihn arbeiten lassen werden." Heidel, der Klopp einst im Jahr 2001 aus dem Nichts vom Spieler zum Trainer beförderte, sagt aber auch: "Ich kenne ihn ja recht gut, er ist nicht immer einfach. Da darf ihm keiner reinreden. Zum Glück ist Aki Watzke da, der ihn ja auch aus seiner Zeit in Dortmund gut kennt. Der hat seine ganzen Co-Trainer dabei. Besser aufstellen kann man sich nicht." "Kloppo ist ein sehr dominanter Trainer" Der neue Bundestrainer habe zwei Seiten, so Heidel: "Kloppo ist ein sehr dominanter Trainer, das muss er auch sein. Aber er ist ein großer Teamplayer. Das wird immer vergessen. Er geht zu seinen Co-Trainern und fragt nach deren Meinung. Er geht zu seinem Torwarttrainer und fragt nach dessen Meinung." Aus der Verantwortung habe sich Klopp dann aber nie herausgezogen. "Im Endeffekt, wenn’s schiefgeht, ist er schuld, nie die Co-Trainer oder sein Team. Das macht er jetzt 20 Jahre oder über 20 Jahre, damit hat er kein Problem", prophezeite der Mainzer Verantwortliche. Sein Debüt als Bundestrainer gibt Jürgen Klopp ausgerechnet im Nations-League-Kracher gegen die Niederlande (24. September). Anschließend stehen Partien gegen Griechenland (27.09.), Serbien (01.10.) und erneut Griechenland (04.10.) an.