Nationalmannschaft: Klopp "muss 14 Spieler wieder aussortieren"
Nach Ansicht von Mario Basler wird die Kader-Nominierung für die nächste Länderspielphase eine Herausforderung für den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp, der dann kein XXL-Aufgebot mehr berufen kann.
"Alle 44 Spieler haben das ordentlich gemacht, aber beim nächsten Lehrgang im November wird es schwierig für Jürgen. Er wird dann voraussichtlich nur noch 26 bis 30 Spieler nominieren. Er muss also 14 Spieler wieder aussortieren", sagte Basler in einem Beitrag für die Audio-Publishing-Plattform "Yuvoi".
Klopp könne nun allerdings immerhin bei Ausfällen und Formschwächen auf einen großen Pool an Akteuren zurückgreifen, so der 57-Jährige.
Basler warb dafür, vor allem den jungen Neulingen im DFB-Dress nun einen Vertrauensvorschuss zu gewähren. "Wir müssen ihnen Zeit geben und wir dürfen nicht zu kritisch sein", forderte der Europameister von 1996.
"Leichte Kritik" sei möglich und nötig, so Basler, "aber mit Vorsicht. Wir müssen ihnen das Gefühl geben, dass wir hinter ihnen stehen. Denn sie zeigen uns, dass sie alle für Deutschland spielen wollen. Sie waren alle hungrig, sie waren alle bissig."
Nationalmannschaft: DFB-Boss hatte sich "mehr gewünscht"
Unter Klopps Regie hatte die DFB-Auswahl in der Nations League zunächst 1:1 in den Niederlanden gespielt, dann zuhause 0:1 gegen Griechenland verloren. Es folgten ein 2:0-Erfolg gegen Serbien sowie ein 0:0 im Rückspiel in Griechenland.
Kritische Worte zur deutschen Punktausbeute in den vier Partien fand der scheidende DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig.
"Ich denke, dass wir uns insgesamt gesteigert haben im Laufe der Spiele. Am Ende sind fünf Punkte zu wenig. Da hätten wir uns mehr gewünscht, da braucht man nicht drumherum zu reden. Aber aller Anfang ist schwer", sagte der 63-Jährige bei "Ran".
Eine positive Entwicklung im DFB-Team machte Rettig dennoch aus: "Was mir ausgesprochen gut gefällt, ist tatsächlich, wie Jürgen mit seinem Trainerteam an die Sachen herangeht, neben dem Platz alle mitzunehmen. Da ist ein guter Geist entstanden. Also von daher gibt es wenig zu meckern bis auf die Punkteausbeute."