Nationalmannschaft | Matthäus warnt: Droht dem DFB wegen Jürgen Klopp ein "Aufschrei"?
Der Plan des Deutschen Fußball-Bundes ist es, im Laufe der Woche Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer und Erben von Julian Nagelsmann zu präsentieren. Zuvor müssen der DFB und der Noch-Arbeitgeber des 59-Jährigen aber noch eine Einigung erzielen, die Klopp einen Ausstieg als Head of Global Soccer bei Red Bull ermöglicht. Lothar Matthäus sieht darin eine gewisse Brisanz. "Jürgen Klopp wird der nächste Bundestrainer sein, alles andere wäre eine Überraschung", fasst Rekordnationalspieler Lothar Matthäus die Entwicklungen der vergangenen Tage in seiner "Sky"-Kolumne zusammen. Zwischen Dienstag und Freitag soll laut "kicker" und "Sky" dann eine finale Entscheidung fallen und der 59-Jährigen anschließend einen Vierjahresvertrag bis 2030 unterzeichnen. In den anstehenden Verhandlungen müsse der Deutsche Fußball-Bund eine "vernünftige Lösung" finden, fordert der 65-Jährige: "Auch die Fans müssen im Endeffekt hinter dieser Entscheidung stehen. Ich habe selbst für Red Bull gearbeitet und weiß, wie die Öffentlichkeit denkt. Teile der Fans lehnen den Einfluss von Konzernen wie Red Bull, VW, Bayer oder SAP im Fußball ab." Klopp-Verhandlungen "keine einfache Aufgabe" Es sei daher wichtig, dass "man die Fans einbezieht", betonte Matthäus, der jedoch auch nachlegte: "Man muss die Fans einbeziehen, aber man muss nicht alles machen, was sie gerne hätten. Es ist keine einfache Aufgabe für den DFB, alle zufriedenzustellen. Man muss einen vertrauensvollen Weg finden, damit der Aufschrei so klein wie möglich sein wird." Während die "Bild" zuletzt berichtete, dass Klopp auch als Bundestrainer weiterhin als Markenbotschafter für den Brausekonzern tätig sein könnte, hieß es in einem "kicker"-Bericht zuletzt, dass ein solches Arrangement nie zur Debatte stand. Viel mehr wünscht sich Red Bull, ab und an auf die Expertise des Ex-Coaches des FC Liverpool und Borussia Dortmund zurückgreifen zu können. Für Matthäus spricht da nichts dagegen. "Meiner Meinung nach schadet es dem Fußball nicht, wenn Konzerne sich im Fußball engagieren, im Gegenteil. Der Fußball hat von Red Bull profitiert, nicht nur in Leipzig, sondern eine ganze Region. Ohne RB wäre Union der einzige Ost-Verein in der Bundesliga", so Matthäus über das Milliarden-Unternehmen, bei dem Klopp noch bis 2029 unter Vertrag steht.