Nationalmannschaft | "Muss einen Stamm finden": Klare Matthäus-Forderung an Jürgen Klopp
Mit dem 0:0-Unentschieden ist die XXL-Länderspielpause für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zu Ende gegangen. Aus den ersten vier Partien unter Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp holte das DFB-Team nur fünf Zähler, präsentierte sich aber gerade in den letzten zwei Partien mit vielversprechenden Ansätzen. Die Zeit der Experimente sollte nach Ansicht von Lothar Matthäus aber nun vorbei sein.
Mit 44 Spielern, aufgeteilt in zwei Kader, ging Jürgen Klopp die ersten vier Länderspiele als Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft an, die gegen Niederlande, Griechenland und Serbien in vier Partien nur fünf Zähler sammelte. Am Sonntagabend kündigte der 59-Jährige bereits an, beim nächsten DFB-Lehrgang im November seinen Kader deutlich zu verkleinern.
Lothar Matthäus wünscht sich von dem gebürtigen Stuttgarter, dass erneute Kader-Experimente für die Partien gegen Serbien (13. November) und die Niederlande (16. November) ausbleiben. "Vor den nächsten Länderspielen muss Klopp seinen Kader verkleinern und dabei einen Stamm von 15 bis 17 Spielern finden, auf die er setzt", richtete der "Sky"-Experte in seiner Kolumne eine klare Forderung an den Bundestrainer.
Zaubert Klopp noch die eine oder andere Überraschung aus dem Hut?
Einfach wird das für Klopp aber wohl nicht. "Jürgen Klopp hat im RTL-Interview gesagt, dass die Türen für niemanden zu sind und auch für Spieler, die jetzt nicht dabei waren, sperrangelweit offen sind. Der Bundestrainer hat sicherlich noch den einen oder anderen Namen auf seiner Liste", wies der Rekordnationalspieler auf ein Luxusproblem hin, das der Trainer-Ikone vor der nächsten Nominierung bevorsteht.
Namentlich nennt der 65-Jährige drei Angreifer: "Deniz Undav, Niclas Füllkrug und Tim Kleindienst waren dieses Mal nicht dabei, ich würde aber niemanden abschreiben. Es kommt immer darauf an, wer fit ist und wer sich mit guten Leistungen aufdrängt. Wenn sich jemand über Leistung anbietet, wird Klopp bestimmt nicht den Fehler machen, diesen Spieler nicht zu nominieren."
Klopp "schüre den Konkurrenzkampf auf allen Positionen", lobte Matthäus den neuen Bundestrainer weiter: "Jeder will spielen, nicht nur in der Nationalmannschaft, sondern vor allem auch für Klopp. Das hat man in den letzten vier Spielen gemerkt. Klopp hält alle bei Laune, die Spieler wissen, dass sie ihm vertrauen können."